Andělská Hora ve Slezsku

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Andělská Hora
Wappen von Andělská Hora
Andělská Hora ve Slezsku (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Bruntál
Fläche: 1607 ha
Geographische Lage: 50° 4′ N, 17° 23′ OKoordinaten: 50° 3′ 35″ N, 17° 23′ 18″ O
Höhe: 640 m n.m.
Einwohner: 377 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 793 32
Kfz-Kennzeichen: T
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Dušan Vavřík (Stand: 2008)
Adresse: Andělská Hora 197
793 32 Andělská hora
Gemeindenummer: 551929
Website: www.andelskahora.info

Andělská Hora (deutsch Engelsberg ) ist eine Stadt im Okres Bruntál (Bezirk Freudenthal) in der tschechischen Mährisch-Schlesischen Region (Moravskoslezský kraj).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in den Sudeten, etwa acht Kilometer nordnordwestlich von Bruntál (Freudenthal).

Angrenzende Gemeinden sind Ludvíkov (Ludwigsthal) im Nordwesten, Vrbno pod Pradědem (Würbenthal) im Nordosten, und Světlá Hora (Lichtewerden) im Süden. Alle genannten Gemeinden gehören zum Okres Brúntal.

Engelsberg (Engelsbg.) südlich von Breslau, nordnordwestlich von Freudenthal und nordwestlich von Troppau auf einer Landkarte von 1909
Stadtpanorama

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelsberg wurde 1540 gegründet und 1553 als Bergstadt registriert. Johann d. Ä. von Würben und Freudenthal erteilte Engelsberg 1556 das Bergrecht. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam Engelsberg an den Deutschen Ritterorden, in dessen Besitz es bis 1939 blieb.

Durch das Münchner Abkommen wurde Engelsberg 1938 dem Deutschen Reich zugesprochen; im Jahr 1945 gehörte die Stadt zum Landkreis Freudenthal im Regierungsbezirk Troppau im Reichsgau Sudetenland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Bewohner enteignet und vertrieben.

Am 12. Juni 1960 wurden die Gemeinden Andělská Hora mit Pustá Rudná (Engelsberg mit Lauterseifen) und Světlá (Lichtewerden) zu einer Gemeinde Světlá Hora vereinigt, in der Světlá den Ortsteil Světlá Hora I und Andělská Hora den Ortsteil Světlá Hora II bildeten. Diese amtlichen Ortsteilnamen konnten sich bei der Bevölkerung nicht durchsetzen und wurden seit 1971 nicht mehr verwendet. Nach der Samtenen Revolution löste sich 1991 Andělská Hora (Engelsberg) und Pustá Rudná (Lauterseifen) wieder los und bildeten die Gemeinden Andělská Hora (Engelsberg). Im April 2008 erhielt Andělská Hora die Stadtrechte zurück.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1834 1.759 deutsche katholische Einwohner[2]
1900 2.043 deutsche Einwohner[3]
1910 1.789 davon 1.761 Katholiken, 22 Evangelische und sechs Israeliten[4]
1930 1.417 [5]
1939 1.421 [5]

Die Stadt Engelsberg hatte am 22. Mai 1947 noch 409 Bewohner.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andělská Hora (Engelsberg)
  • Pustá Rudná (Lauterseifen)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gnadenkapelle auf dem Annaberg
  • Die Pfarrkirche Mariä Geburt wurde 1672 errichtet und 1734 nach einem Brand wiederaufgebaut.
  • Statue des Hl. Johannes Nepomuk von 1724.
  • Empire-Kreuz aus Sandstein am Marktplatz von 1815
  • Die Gnadenkapelle auf dem Annaberg wurde 1767 erbaut.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Faustin Ens: Das Oppaland, oder der Troppauer Kreis, nach seinen geschichtlichen, naturgeschichtlichen, bürgerlichen und örtlichen Eigenthümlichkeiten. Band 3: Beschreibung des Oppalandes und seiner Bewohner im Allgemeinen. Gerold, Wien 1836, S. 216–217.
  • Adolf Kühnel: Meine Heimatstadt Engelsberg. Memmingen 1962.
  • Adolf Gottwald und Helmut Rössler: Freudenthal und seine Kreisgemeinde. Bruno Langer Verlag, Esslingen am Neckar 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andělská Hora (Bruntál District) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  2. * Faustin Ens: Das Oppaland, oder der Troppauer Kreis, nach seinen geschichtlichen, naturgeschichtlichen, bürgerlichen und örtlichen Eigenthümlichkeiten. Band 3: Beschreibung des Oppalandes und seiner Bewohner im Allgemeinen. Gerold, Wien 1836, S. 216–217.
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 5, Leipzig und Wien 1906, S. 792.
  4. Ludwig Patryn (Hrsg.): Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in Schlesien, Troppau 1912, S. 36–37, Ziffer 6..
  5. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/sud_freudenthal.html