Angélique, 2. Teil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Angélique, 2. Teil
Originaltitel Merveilleuse Angélique
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Bernard Borderie
Drehbuch Claude Brulé
Bernard Borderie
Francis Cosne
Daniel Boulanger
nach dem Roman von Anne Golon
Produktion Francis Cosne
Musik Michel Magne
Kamera Henri Persin
Schnitt Christian Gaudin
Besetzung

Angélique, 2. Teil, ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1965 unter der Regie von Bernard Borderie. Die Handlung richtet sich nach der Romanvorlage Angélique von Anne Golon. Der Film ist die Fortsetzung des ersten Teils Angélique.

Handlung[Bearbeiten]

Angélique findet nach der Hinrichtung ihres Ehemanns, Jeoffrey de Peyrac, Unterschlupf bei Gaunern am „Hof der Wunder“. Es stellt sich heraus, dass der Bandenführer Calembredaine, ihr Freund Nicolas aus ihrer Kindheit ist. Durch seine Hilfe findet auch Angélique ihre Kinder wieder, die ihr nach der Verhaftung des Grafen Peyrac genommen wurden. Nach einem Kampf von zwei konkurrierenden Gaunerbanden wird Calembredaine erschossen. Angélique wird verhaftet und ins Châtelet gebracht. Dort bittet sie den Capitaine, sie gehen zu lassen, um ihre Kinder aus der Gewalt der Gauner zu retten. Sie verspricht ihm, danach wieder zu kommen um mit ihm die Nacht zu verbringen, worauf dieser einwilligt. Angélique gelingt es, ihre Kinder aus den Fängen des Großen Coësre zu befreien und bringt sie zu Barbe, die solange aufpassen soll, bis Angélique ihre Schuld beim Capitaine des Châtelet bezahlt hat. Im Châtelet versucht der Capitaine sie zu küssen, aber Angélique wehrt sich. Beide kämpfen, woraufhin der Capitaine hinfällt und Angélique zu Barbe flüchtet.

Barbe arbeitet in einem heruntergekommenen Gasthof, in dem Angélique und ihre Kinder Unterschlupf finden. Bald kann sie den Eigentümer, Maître Bourjus, davon überzeugen, den Gasthof zu renovieren und ihn umzubenennen. Der Gasthof wird bald zum Erfolg und immer höhergestelltere Gäste verkehren darin. Eines Tages trifft sie dort ihren alten Feind, Monsieur, den Bruder des Königs, begleitet von seinen Adligen. Die adelige Truppe zündet in Alkohollaune den Gasthof an und Angélique schwört Rache. Mit Hilfe des Schmutzpoeten verfasst sie Pamphlete, die in Paris verteilt werden und immer einen adeligen Brandstifter preisgeben. Daraufhin sendet der König seinen besten Polizisten zu ihr, Desgrez, den ehemaligen Rechtsanwalt von Jeoffrey de Peyrac. Der verspricht ihr eine Lizenz, um in Paris Schokolade verkaufen zu können und 50.000 Livres als Entschädigung für den Verlust des Gasthofs. Die Bedingung ist, dass das Verteilen der Pamphlete eingestellt wird, damit der Name des Bruders des Königs nicht an die Öffentlichkeit gerät.

In ihrer neuen Einrichtung trifft Angélique dann auf ihren Vetter Philippe de Plessis-Bellières. Sie haben eine Affäre, aber Angélique will, dass er sie heiratet. Deshalb erpresst sie ihn mit einem alten Geheimnis, in dem auch der Vater von Philippe und mehrere Aristokraten verwickelt waren. Dieses Geheimnis ist ein Giftfläschchen, das für den König bestimmt war. Angélique hatte damals das Fläschchen versteckt. Schließlich sieht sich Philippe gezwungen, sie zu heiraten und führt seine Frau am Hof von Versailles ein.

Produktion[Bearbeiten]

Angélique, 2. Teil wurde in französisch-deutsch-italienischer Koproduktion von Compagnie Industrielle et Commerciale Cinématographique (CICC), Gloria-Film GmbH, Fono Roma, Franco London Films, Francos Films und Liber Film hergestellt.

Nach einer Veröffentlichung auf VHS-Video sind die Filme der Angélique-Reihe seit 2007 in der französischen Originalversion und seit 2012 auch in einer fünfteiligen DVD/Blu-Ray-Box auf Deutsch enthalten.

Nach den Romanen von Anne Golon entstanden auch die türkischen Filme Anjelik Osmanli saraylarinda (1967) und Anjelik ve Deli Ibrahim (1968).

Kritiken[Bearbeiten]

„Draller Kostümschund. Anfang der 60er ein Dauerbrenner, heute gerade mal Lückenfüller.“

Cinema[1]

„Glatteste Kolportage, nur auf schöne und effektvolle Bilder ausgerichtet. Für Jugendliche wegen vieler Brutalitäten ungeeignet und für Erwachsene ohne jede Empfehlung.“

Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 297/1965

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weitere Filme der Serie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. cinema.de