Anson Carter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
KanadaKanada Anson Carter Eishockeyspieler
Anson Carter
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 6. Juni 1974
Geburtsort Toronto, Ontario, Kanada
Größe 185 cm
Gewicht 95 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1992, 10. Runde, 220. Position
Nordiques de Québec
Karrierestationen
1989–1991 Don Mills Flyers
1991–1992 Wexford Raiders
1992–1996 Michigan State University
1996–1997 Washington Capitals
1997–2000 Boston Bruins
2000–2003 Edmonton Oilers
2003–2004 New York Rangers
2004 Washington Capitals
2004–2005 Los Angeles Kings
2005–2006 Vancouver Canucks
2006–2007 Columbus Blue Jackets
2007 Carolina Hurricanes
2007–2008 HC Lugano

Anson Horace Carter (* 6. Juni 1974 in Toronto, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler. Während seiner aktiven Karriere spielte er zwischen 1992 und 2008 unter anderem bei den Washington Capitals, Boston Bruins, Edmonton Oilers, New York Rangers, Los Angeles Kings, Vancouver Canucks, Columbus Blue Jackets und Carolina Hurricanes in der National Hockey League. Seine größten Erfolge waren der Gewinn der Eishockey-Weltmeisterschaft in den Jahren 1997 und 2003.

Neben seiner Eishockeykarriere betreibt er seit 2003 ein Hip-Hop-Label namens „Big Up Entertainment“.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanadier begann seine Karriere als Eishockeyspieler im Großraum Toronto in der Metro Junior A Hockey League. Er wurde anschließend im NHL Entry Draft 1992 in der zehnten Runde an insgesamt 220. Position von den Québec Nordiques ausgewählt. Zunächst wechselte er jedoch für vier Jahre an die Michigan State University. In seiner dritten Saison war er als einer von zehn Finalisten für den Hobey Baker Memorial Award als bester Spieler der US-amerikanischen Collegeligen nominiert.

Nachdem seine Spielerrechte im April 1996 zu den Washington Capitals transferiert worden waren, begann Carter in der Saison 1996/97 seine Profikarriere in der American Hockey League, wo er für das Farmteam der Capitals, die Portland Pirates, eingesetzt wurde. Parallel absolvierte er 19 Einsätze für Washington in der NHL. Noch während der Saison wurde der Flügelstürmer an die Boston Bruins abgegeben, für die er anschließend drei weitere Saisons spielte. Während der Saison 2000/01 wechselte er in dem Tauschgeschäft, das Bill Guerin nach Boston brachte, zu den Edmonton Oilers und verzeichnete dort in der folgenden Saison mit 60 Scorerpunkten die erfolgreichste Saison seiner Karriere. Nach einem Intermezzo bei den New York Rangers kehrte Carter im Januar 2004 im Austausch für Jaromír Jágr zu den Washington Capitals zurück. Dort hielt es ihn jedoch erneut nur 19 Spiele, bevor er an die Los Angeles Kings abgegeben wurde.

Am 16. August 2005 schloss er einen Vertrag über eine Million kanadische Dollar für die Saison 2005/06 mit den Vancouver Canucks ab, bei welchen er in einer Angriffsformation, der sogenannten „Brothers Line“, mit den Zwillingen Daniel und Henrik Sedin spielte. Zur Saison 2006/07 wechselte Carter zu den Columbus Blue Jackets, wo er einen Einjahresvertrag erhielt. Ende Februar 2007 wurde er zu den Carolina Hurricanes transferiert. Am Ende der Saison im Sommer 2007 erhielt er vorerst keinen neuen Vertrag, wurde aber von den Edmonton Oilers zum Trainingscamp eingeladen, konnte sich jedoch nicht empfehlen. Im November 2007 wurde er schließlich vom HC Lugano verpflichtet, bei dem er in 15 Spielen acht Scorerpunkte erzielte.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anson Carter repräsentierte sein Heimatland Kanada erstmals bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1994 und trug mit fünf Scorerpunkten zum Gewinn der Goldmedaille bei.

Bei der Weltmeisterschaft 1997 lief er erstmals für die Herren-Nationalmannschaft auf und gewann mit dieser die Goldmedaille. Diesen Erfolg konnte er 2003 wiederholen, als er in der Overtime des Finales das entscheidende Tor schoss. Dieses Ereignis betrachtet der aus Toronto stammende Eishockeyspieler – neben seinem ersten Tor – als seinen größten Moment als Eishockeyspieler.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 CCHA First All-Star Team
  • 1995 CCHA First All-Star Team
  • 1995 NCAA West Second All-American Team
  • 1996 CCHA Second All-Star Team
  • 1997 AHL All-Star Classic

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1989/90 Don Mills Flyers MTHL 40 15 47 62 105
1990/91 Don Mills Flyers MTHL 67 69 73 142 43
1991/92 Wexford Raiders MetJAHL 42 18 22 40 24
1992/93 Michigan State University CCHA 36 19 11 30 20
1993/94 Michigan State University CCHA 39 30 24 54 36
1994/95 Michigan State University CCHA 39 34 17 51 40
1995/96 Michigan State University CCHA 42 23 20 43 36
1996/97 Portland Pirates AHL 27 19 19 38 11
1996/97 Washington Capitals NHL 19 3 2 5 7
1996/97 Boston Bruins NHL 19 8 5 13 2
1997/98 Boston Bruins NHL 78 16 27 43 31 6 1 1 2 0
1998/99 Boston Bruins NHL 55 24 16 40 22 12 4 3 7 0
1998/99 Utah Grizzlies IHL 6 1 1 2 0
1999/00 Boston Bruins NHL 59 22 25 47 14
2000/01 Edmonton Oilers NHL 61 16 26 42 23 6 3 1 4 4
2001/02 Edmonton Oilers NHL 82 28 32 60 25
2002/03 Edmonton Oilers NHL 68 25 30 55 20
2002/03 New York Rangers NHL 11 1 4 5 6
2003/04 New York Rangers NHL 43 10 7 17 14
2003/04 Washington Capitals NHL 19 5 5 10 6
2003/04 Los Angeles Kings NHL 15 0 1 1 0
2004/05 vertragslos nicht gespielt wegen Lockout
2005/06 Vancouver Canucks NHL 81 33 22 55 41
2006/07 Columbus Blue Jackets NHL 54 10 17 27 16
2006/07 Carolina Hurricanes NHL 10 1 0 1 2
2007/08 HC Lugano NLA 15 3 5 8 22
NCAA gesamt 156 106 72 178 132
NHL gesamt 674 202 219 421 229 24 8 5 13 4

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1994 Kanada Jun.-WM 1. Platz, Gold 7 3 2 5 0
1997 Kanada WM 1. Platz, Gold 11 4 2 6 4
2003 Kanada WM 1. Platz, Gold 9 2 1 3 8
Junioren gesamt 7 3 2 5 0
Herren gesamt 20 6 3 9 12

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ANSON CARTER. In: nbcsportsgrouppressbox.com. 28. April 2016, abgerufen am 3. März 2017 (englisch).