HC Lugano

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HC Lugano
HC Lugano
Grösste Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte Hockey Club Lugano (seit 1941)
Spitzname Bianconeri
Vereinsfarben schwarz, gelb, weiss
Liga National League A
Spielstätte Resega
Kapazität 7'800 Plätze (davon 5'000 Sitzplätze)
Cheftrainer Doug Shedden
Kapitän Steve Hirschi
Saison 2014/15 3. Platz, Playoff-Viertelfinale

Der HC Lugano (Hockey Club Lugano) ist heute einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Clubs des Schweizer Eishockeys. Seit der Einführung der Playoffs (Saison 1985/86) hat er sieben Schweizer Meistertitel gewonnen. Zusätzlich standen die Bianconeri fünf Mal im Playoff-Final und konnten auch international diverse Erfolge verbuchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung des Hockey Club Lugano fand am 11. Februar 1941 statt, als auf dem Muzzano-See die ersten Spiele gegen Ambrì, Muzzano, Massagno und Paradiso ausgetragen wurden. Am 1. Dezember 1957 wurde die erste Kunsteisbahn eröffnet, welche den Namen Resega trägt. Unter den Anwesenden war an diesem Tag auch derjenige Mann, welcher 30 Jahre später den HC Lugano an die Spitze des Schweizer- und internationalen Hockeys bringen sollte: Geo Mantegazza, von Beruf Ingenieur, welcher die statischen Berechnungen der Resega gemacht hatte und dadurch die ersten Kontakte mit der Familie der „Bianconeri“ hatte.[1]

1963/64 stieg die Mannschaft in die Nationalliga B auf; wesentlichen Anteil daran hatten die Verpflichtungen von Verteidiger Elwyn Friedrich und dem Flügel Roland Bernasconi, beide Nationalspieler und Schweizermeister mit Villars. In der Saison 1970/71 gelang den „Bianconeri“ der Aufstieg in die Nationalliga A, welche sie 1972/73 wieder verlassen mussten.[1]

In der Saison 1981/82 kehrte Lugano, zusammen mit Ambrì, in die NLA zurück. In der Saison 1982/83 verpflichtete Mantegazza den schwedischen Trainer John Slettvoll, der in der Folge zahlreiche Meisterschaften errang.[1]

Schweizer Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Verpflichtung zahlreicher Leistungsträger gewann der HC Lugano am 1. März 1986 seine erste Schweizer Eishockeymeisterschaft. Nach der erfolgreichen Titelverteidigung ein Jahr später rüstete der HCL auf die neue Saison hin seinen Kader auf, nachdem am Ende der Saison einige Leistungsträger den Club verlassen hatten. Am Ende der Saison 1986/87 beendete Alfio Molina seine Karriere, welcher den Aufstieg in die NLA mitgeprägt hatte. Neu im Dress der Bianconeri liefen unter anderem folgende Stars auf: Kari Pekka Eloranta, Peter Jaks, Thomas Vrabec, Didier Massy und Raymond Walder. So gelang es, trotz Neuaufbau der Mannschaft den dritten Titel in Folge zu gewinnen.

In der Saison 1988/89 unterlag der HCL im fünften und letzten Finalspiel in der heimischen Resega dem SC Bern, dies bedeutete die erste Finalniederlage für den HC Lugano. Der HC Lugano gewann in der Saison 1989/90 im vierten Finalspiel in der bernischen Allmend den Titel zurück in den Sottoceneri. Somit gewannen die Bianconeri ihren vierten Schweizermeister-Titel.[1] Die Saison 1991/92 war das Ende einer grossen Ära: Lugano trennte sich nach neun Jahren von seinem Trainer John Slettvoll. Trotz zahlreicher Neueinkäufe scheiterte der HC Lugano das erste Mal seit Einführung der Playoffs im Viertelfinal.

Der nächste Meistertitel wurde in der Saison 1998/99 unter dem Trainer Jim Koleff errungen; die Bianconeri besiegten im Final den Kantonsrivalen HC Ambrì-Piotta.[1]

In der Saison 2001/02 wurde die Hockey Club Lugano AG gegründet, die fortan die Geschäfte der ersten Mannschaft und der Elite-Junioren übernahm. Ebenfalls in dieser Saison stiess der finnische Offensivverteidiger Petteri Nummelin zum HC Lugano.

Spiel des HC Lugano (weiß) gegen den OSC Berlin (rot) bei der EWCC-Vorrunde 2006

Die Finalpaarung der Saison 2002/03 bestritten der HC Davos und Lugano. Die ersten beiden Spiele gewann die Mannschaft aus Davos, während die Bianconeri die folgenden vier Spiele für sich entschieden und damit den sechsten Titel in der Vereinsgeschichte errangen.[1]

In der Lockout Saison 2004/05 spielten die Stars Alex Tanguay, Jason Blake und Martin Gélinas für die Tessiner. Mit Glen Metropolit, Jason York und Ville Peltonen wurden die personellen Voraussetzungen geschaffen, den siebten Titel am 13. April 2006 in der heimischen Resega zu erringen.[1]

2010 vereinbarte der Verein eine Partnerschaft mit der GDT Bellinzona, welche auch die durch den HC Lugano geführte erste Mannschaft des HC Ceresio umfasste und auf den Aufstieg einer Tessiner Mannschaft in die National League B zielte.[2] Zur besseren Ausbildung der Nachwuchsspieler der drei Vereine sollten die GDT Bellinzona in der 2. Liga und der HC Ceresio in der 2. Liga dienen.[3] Im Sommer 2012 ging der HC Ceresio dann komplett in der GDT Bellinzona auf und letztere übernahm das Startrecht des HC Ceresio in der 1. Liga.[4]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 24. Mai 2016

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
84 SchweizSchweiz Manzato, Daniel Daniel Manzato G 17. Januar 1984 2012 Fribourg, Schweiz
30 Flag of Latvia.svg Merzļikins, Elvis Elvis Merzļikins G 13. April 1994 2012 Riga, Lettland
27 SchweizSchweiz Chiesa, Alessandro Alessandro Chiesa D 01. Februar 1987 2014 Zürich, Schweiz
7 SchweizSchweiz Furrer, Philippe Philippe Furrer D 16. Juni 1985 2015 Bern, Schweiz
8 SchweizSchweiz Hirschi, Steve Steve Hirschi – C D 18. September 1981 2003 Grosshöchstetten, Schweiz
16 SchweizSchweiz Kienzle, Lorenz Lorenz Kienzle D 06. Juni 1988 2010 Schaffhausen, Schweiz
96 Flag of Liberia.svg SchweizSchweiz Kparghai, Clarence Clarence Kparghai D 13. Mai 1985 2013 Monrovia, Liberia
29 SchweizSchweiz Sartori, Riccardo Riccardo Sartori D 10. September 1994 2013 Lugano, Schweiz
SchwedenSchweden Sondell, Daniel Daniel Sondell D 1. März 1984 2016 Umeå, Schweden
22 OsterreichÖsterreich Ulmer, Stefan Stefan Ulmer D 01. Dezember 1990 2010 Dornbirn, Österreich
3 SchweizSchweiz Vauclair, Julien Julien Vauclair – A D 02. Oktober 1979 2004 Delémont, Schweiz
37 SchweizSchweiz Balmelli, Lukas Lukas Balmelli C 03. Januar 1994 2013 Mendrisio, Schweiz
13 SchweizSchweiz Bertaggia, Alessio Alessio Bertaggia LW 30. Juli 1993 2014 Lugano, Schweiz
SchweizSchweiz Bürgler, Dario Dario Bürgler RW 18. Dezember 1987 2016 Schwyz, Schweiz
12 SchweizSchweiz Brunner, Damien Damien Brunner RW 09. März 1986 2014 Oberlunkhofen, Schweiz
17 SchweizSchweiz Fazzini, Luca Luca Fazzini W 17. März 1995 2012 Lugano, Schweiz
15 SchweizSchweiz Hofmann, Gregory Gregory Hofmann C 13. November 1992 2015 Neuchatel, Schweiz
86 Flag of Sweden.svg Klasen, Linus Linus Klasen W 19. Februar 1986 2014 Stockholm, Schweden
25 KanadaKanada Lapierre, Maxim Maxim Lapierre C 29. März 1985 2016 Saint-Léonard, Québec, Kanada
23 Flag of Italy.svg Morini, Giovanni Giovanni Morini C 02. Februar 1995 2015 Como, Italien
9 SchwedenSchweden Mårtensson, Tony Tony Mårtensson LW 23. Juni 1980 2015 Märsta, Schweden
71 Flag of Sweden.svg Pettersson, Fredrik Fredrik Pettersson RW 10. Juni 1987 2013 Göteborg, Schweden
32 SchweizSchweiz Reuille, Sébastien Sébastien Reuille RW 22. Juni 1981 2010 Zürich, Schweiz
70 SchweizSchweiz Romanenghi, Matteo Matteo Romanenghi LW 09. April 1995 2013 Morbio Inferiore, Schweiz
38 SchweizSchweiz Sannitz, Raffaele Raffaele Sannitz C 18. Mai 1983 2005 Lugano, Schweiz
19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stapleton, Tim Tim Stapleton C 19. Juli 1982 2015 La Grange, USA
21 SchweizSchweiz Steinmann, Janick Janick Steinmann C 10. Februar 1987 2014 Baar ZG, Schweiz
91 SchweizSchweiz Walker, Julian Julian Walker C 10. September 1986 2013 Bern, Schweiz
SchwedenSchweden Zackrisson, Patrik Patrik Zackrisson C 27. März 1987 2016 Ekerö, Schweden

Trainerstab

Name Nationalität Geburtstag
Doug Shedden KanadaKanada Kanada 29. April 1961
Peter Andersson SchwedenSchweden Schweden 29. August 1965

Gesperrte Trikotnummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fans des HC Lugano verbindet seit fast 20 Jahren eine enge Freundschaft mit den Fans der Kölner Haie. In beiden Städten gibt es Fanclubs der jeweils anderen Mannschaft. Zudem finden regelmässig gegenseitige Besuche von Heimspielen statt.

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüterin Jessica Müller, beim Vorrundenturnier des IIHF European Women Champions Cup 2006 in Berlin

Die Frauen des HC Lugano («Ladies Team») nehmen an der Swiss Women’s Hockey League A, der höchsten Schweizer Frauenspielklasse, teil. 2006 wurden die «Ladies» erstmals Schweizer Meister und qualifizierten sich somit für die Vorrunde des IIHF European Women Champions Cup 2006, in der sie nach Siegen über den OSC Berlin, die Herlev Hornets und die Ferencváros Stars Budapest die Qualifikation für die EWCC-Endrunde schafften, in der sie jedoch ohne eigenen Punkterfolg den letzten Platz belegten. Im Folgejahr waren sie als erneuter Schweizer Meister für die Zwischenrunde des IIHF European Women Champions Cup 2007/08 gesetzt und zogen als Gruppensieger erneut in die Finalrunde ein.

2009 wurde das Ladies Team Lugano erneut Schweizer Meister, nachdem es sich im dritten und entscheidenden Playoff-Finalspiel gegen den Titelverteidiger DHC Langenthal durchgesetzt hatte. Bekannte Spielerinnen, die auch für die Schweizer Nationalmannschaft der Frauen im Einsatz stehen, sind Sophie Anthamatten, Sarah Forster, Nicole Bullo, Romy Eggimann, Evelina Raselli und Anja Stiefel.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g HC Lugano, Geschichte 1941 bis heute
  2. hockeyfans.ch, Lugano will Bellinzona in die NLB führen
  3. hclugano.ch, HC Lugano & GDT Bellinzona: NLB-Aufstiegsprojekt wird für ein Jahr überdenkt
  4. sport-fan.ch, Phantomtor ebnet Bellinzona den Weg
  5. Kader der Schweizer Damen Nationalmannschaft 2013/14 Abgerufen am 16. November 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]