AHL All-Star Classic

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Logo der American Hockey League

Das American Hockey League All-Star Classic ist ein Eishockey-Freundschaftsspiel der besten und beliebtesten Spieler der nordamerikanischen Profiliga American Hockey League, das erstmals im Jahr 1942 ausgetragen wurde. Im derzeitigen Format tritt das AHL Western Conference All-Star Team gegen dasjenige der AHL Eastern Conference All-Star Team an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das damals noch AHL All-Star Game genannte Spiel wurde erstmals am 3. Februar 1942 veranstaltet, als in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio ein Team der Eastern Conference auf ein Team der Western Conference traf, das der Osten knapp mit 5:4 gewann. Bis zur zweiten Austragung dauerte es allerdings zwölfeinhalb Jahre, als im Oktober 1954 ein All-Star-Team der Liga auf den amtierenden Calder Cup-Sieger, die Cleveland Barons, traf. In den folgenden Jahren bis 1959 wurde die Veranstaltung regelmäßig in diesem Format abgehalten. Da der Austragungszeitpunkt aber öfters zwischen Oktober und Januar – also zu Saisonbeginn oder Saisonmitte – schwankte, kam es vor, dass innerhalb eines Kalenderjahres zwei Spiele stattfanden, dann aber eine längere Pause folgte. Das All-Star Game des Jahres 1959 war zugleich das letzte für die nächsten 36 Jahre.

Erst zur Saison 1994/95, als die NHL-Saison aufgrund eines Lockouts erst verspätet begonnen hatte, führte die Ligaleitung das Benefizspiel wieder ein. Im Providence Civic Center traf ein kanadisches auf ein US-amerikanisches All-Star-Team, welches die Kanadier mit 6:4 gewannen. Seitdem ist das Spiel ein fester Teil des Saisonkalenders und wird zumeist an einem Wochenende zum Ende des Januars oder Anfang des Februars veranstaltet. Seit 1996 wird zudem eine sogenannte Skills Competition abgehalten, bei der die Spieler ihre einzelnen Fähigkeiten – wie Schnelligkeit, Schusskraft und Schusspräzision – miteinander vergleichen. 1997 erfolgte schließlich die Umbenennung in die derzeitige Bezeichnung All-Star Classic und die Einführung des Formats, bei dem eine kanadische Auswahl auf eine Formation bestehend aus US-Amerikanern und Europäern trifft. Dieses Format wurde zur Austragung 2011 geändert, sodass nun ein Team der Western Conference auf eines der Eastern Conference trifft.

Im Rahmen des All-Star Classic erfolgt seit 2006 die Aufnahme der neuen Mitglieder in die seitdem bestehende AHL Hall of Fame.

Austragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des AHL All-Star Classic 2001
Logo des AHL All-Star Classic 2009
Jahr Sieger Ergebnis Verlierer All-Star Game MVP Austragungsort Gastgeber
1942 East All-Stars 5:4 West All-Stars Cleveland Arena Cleveland Barons
keine Austragung zwischen 1943 und 1953
1954 AHL All-Stars 7:3 Cleveland Barons Hershey Sports Arena Hershey Bears
1956 AHL All-Stars 4:4 Pittsburgh Hornets Duquesne Gardens Pittsburgh Hornets
1956 Providence Reds 4:0 AHL All-Stars Rhode Island Auditorium Providence Reds
1957 AHL All-Stars 5:2 Cleveland Barons Rochester War Memorial Rochester Americans
1959 Hershey Bears 5:2 AHL All-Stars Hershey Sports Arena Hershey Bears
1959 Springfield Indians 8:3 AHL All-Stars Eastern States Coliseum Springfield Indians
keine Austragung zwischen 1960 und 1994
1995 Canadian All-Stars 6:4 US All-Stars Ralph Intranuovo Providence Civic Center Providence Bruins
1996 US All-Stars 6:5 Canadian All-Stars Wes Walz Hersheypark Arena Hershey Bears
1997 World 3:2 (OT/SO) Canadian All-Stars Tomáš Vokoun Harbour Station Saint John Flames
1998 Canadian All-Stars 11:10 PlanetUSA Peter Zezel Onondaga County War Memorial Syracuse Crunch
1999 PlanetUSA 5:4 (OT/SO) Canadian All-Stars Jean-Marc Pelletier First Union Center Philadelphia Phantoms
2000 Canadian All-Stars 8:3 PlanetUSA Martin Brochu Blue Cross Arena at the War Memorial Rochester Americans
2001 Canadian All-Stars 11:10 PlanetUSA John Slaney First Union Arena at Casey Plaza Wilkes-Barre/Scranton Penguins
2002 Canadian All-Stars 13:11 PlanetUSA Mike Craig Mile One Stadium St. John’s Maple Leafs
2003 Canadian All-Stars 10:7 PlanetUSA Jon Sim Cumberland County Civic Center Portland Pirates
2004 Canadian All-Stars 9:5 PlanetUSA Mike Zigomanis Van Andel Arena Grand Rapids Griffins
2005 PlanetUSA 5:4 (SO) Canadian All-Stars Tomáš Plekanec Verizon Wireless Arena Manchester Monarchs
2006 Canadian All-Stars 9:4 PlanetUSA Yann Danis
Wade Flaherty
MTS Centre Manitoba Moose
2007 PlanetUSA 7:6 Canadian All-Stars Brett Sterling Ricoh Coliseum Toronto Marlies
2008 Canadian All-Stars 9:8 (SO) PlanetUSA Teddy Purcell Broome County Veterans Memorial Arena Binghamton Senators
2009 PlanetUSA 14:11 Canadian All-Stars Jared Ross DCU Center Worcester Sharks
2010 Canadian All-Stars 10:9 (SO) PlanetUSA Tyler Ennis Cumberland County Civic Center Portland Pirates
2011 Eastern All-Stars 11:8 Western All-Stars Bobby Butler Giant Center Hershey Bears
2012 Western All-Stars 8:7 (SO) Eastern All-Stars Ben Bishop Boardwalk Hall
2013 Western All-Stars 7:6 Eastern All-Stars Ryan Hamilton Dunkin’ Donuts Center Providence Bruins
2014 AHL All-Stars 7:2 Färjestad BK Brandon Pirri Mile One Centre St. John’s IceCaps
2015 Western All-Stars 14:12 Eastern All-Stars Charles Hudon
Jacob Markström
Utica Memorial Auditorium Utica Comets
2016 Oncenter War Memorial Arena Syracuse Crunch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]