Arianna Fontana

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Arianna Fontana Shorttrack
Arianna Fontana mit der olympischen Bronzemedaille 2006
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 14. April 1990
Geburtsort Sondrio
Größe 161 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Verein Bormio Ghiaccio
Nationalkader seit 2005
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 5 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 6 × Silber 7 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 8 × Gold 4 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 Turin 2006 3000 m-Staffel
0Bronze0 Vancouver 2010 500 m
0Silber0 Sotschi 2014 500 m
0Bronze0 Sotschi 2014 1500 m
0Bronze0 Sotschi 2014 3000 m-Staffel
0Gold0 Pyeongchang 2018 500 m
0Silber0 Pyeongchang 2018 3000 m-Staffel
0Bronze0 Pyeongchang 2018 1000 m
ISU Shorttrack-Weltmeisterschaften
0Bronze0 Minneapolis 2006 3000 m-Staffel
0Silber0 Mailand 2007 500 m
0Silber0 Sheffield 2011 500 m
0Silber0 Sheffield 2011 1000 m
0Bronze0 Sheffield 2011 Gesamt
0Silber0 Shanghai 2012 500 m
0Silber0 Shanghai 2012 3000 m
0Bronze0 Shanghai 2012 Gesamt
0Bronze0 Montreal 2014 3000 m-Staffel
0Gold0 Moskau 2015 1500 m
0Bronze0 Moskau 2015 500 m
0Bronze0 Moskau 2015 1000 m
0Bronze0 Moskau 2015 3000 m-Staffel
ISU Shorttrack-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Miercurea Ciuc 2006 500 m
0Silber0 Bozen 2008 2000 m-Staffel
0Bronze0 Bozen 2008 1500 m
0Gold0 Sherbrooke 2009 3000 m-Staffel
0Silber0 Sherbrooke 2009 500 m
ISU Shorttrack-Europameisterschaften
0Gold0 Krynica Zdrój 2006 3000 m-Staffel
0Silber0 Krynica Zdrój 2006 Mehrkampf
0Silber0 Sheffield 2007 3000 m-Staffel
0Gold0 Ventspils 2008 Mehrkampf
0Gold0 Turin 2009 Mehrkampf
0Silber0 Dresden 2010 Mehrkampf
0Gold0 Heerenveen 2011 Mehrkampf
0Bronze0 Heerenveen 2011 3000 m-Staffel
0Gold0 Mladá Boleslav 2012 Mehrkampf
0Silber0 Mladá Boleslav 2012 3000 m-Staffel
0Gold0 Malmö 2013 Mehrkampf
0Bronze0 Dresden 2014 Mehrkampf
0Gold0 Turin 2017 Mehrkampf
0Gold0 Turin 2017 3000 m-Staffel
Platzierungen im Shorttrack-Weltcup
 Debüt im Weltcup 30. September 2005
 Weltcupsiege 15 (davon 11 Einzelsiege)
 500-m-Weltcup 1. (2011/12)
 1000-m-Weltcup 3. (2013/14)
 1500-m-Weltcup 4. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 500 Meter 6 13 5
 1000 Meter 2 1 1
 1500 Meter 3 1 1
 Staffelbewerbe 4 9 12
letzte Änderung: 22. Februar 2018

Arianna Fontana (* 14. April 1990 in Sondrio) ist eine italienische Shorttrackerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fontana begann ihre internationale Karriere bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 im Alter von 14 Jahren. Dort erreichte sie zwar in keinem Rennen das Finale, wurde aber dennoch im Oktober 2005 erstmals für den Shorttrack-Weltcup nominiert. Auch wenn sie in der Saison 2005/06 nie in einem Einzelfinale stand, gelangen ihr mit der italienischen Staffel gute Resultate, einmal standen sie als Dritte auf dem Podest.

Das Jahr 2006 begann für Fontana mit drei Großereignissen. Zunächst gewann sie eine Silbermedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft, dann triumphierte sie mit der Staffel bei den Europameisterschaften. Dort konnte sie sich außerdem zwei Silbermedaillen auf der 500-m- und der 3000-m-Strecke sichern, zudem gewann sie noch Bronze über 1500 Meter und wurde im Allround-Wettbewerb Zweite hinter Ewgenija Radanowa. Aufgrund ihrer guten Leistungen konnte sich Fontana auch für die Olympischen Spiele in Turin qualifizieren, wo sie als jüngste italienische Athletin bei diesen Spielen eine Medaille gewann. Diese erreichte sie zusammen mit Marta Capurso, Katia Zini, Mara Zini sowie der nicht eingesetzten Cecilia Maffei in der 3000-m-Staffel. Auch auf den weiteren Strecken schlug sich Fontana gut, unter anderem wurde sie Sechste über 1000 Meter. Wegen der Bronzemedaille wurde sie auch mit dem Verdienstorden der Italienischen Republik ausgezeichnet.[1]

Nach den Olympischen Spielen lief das Jahr 2006 für Fontana weiterhin gut, sie gewann mit dem Team bei der Team-Weltmeisterschaft mehrere Medaillen und gewann bei der Shorttrack-Weltmeisterschaft 2006 Bronze in der Staffel. Auch in den Winter 2006/2007 startete sie mit vielen guten Ergebnissen erfolgversprechend. Tatsächlich gelang ihr im 500-m-Weltcup der insgesamt zweite Rang, obwohl sie ihr bestes Rennen auf dieser Strecke nur als Dritte beendete. Bei den Großereignissen wechselten Fontanas Ergebnisse. Während sie bei der Juniorenweltmeisterschaft Gesamtelfte wurde und in keiner Disziplin das Finale erreichte, gewann sie bei der Seniorenweltmeisterschaft 2007 in Mailand die Silbermedaille über 500 Meter und wurde Gesamtfünfte. Auch bei der Europameisterschaft siegte sie mit der Staffel und gewann Bronze über 1500 Meter.

Im Shorttrack-Weltcup 2007/08 verpasste Fontana zwar in allen Einzelrennen die ersten drei Plätze, allerdings startete sie auch nicht in allen Rennen. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2008 gewann sie Silber mit der Staffel und Bronze im Super-Finale über 1500 Meter. Zudem feierte sie den Gesamtsieg im Allround-Wettkampf bei den Europameisterschaften und gewann dort auch die 1500-m- sowie die 3000-m-Distanz. Bei der Weltmeisterschaft verpasste sie aber die Medaillenränge.

2009 konnte gewann Fontana bei der Juniorenweltmeisterschaft in Sherbrooke über 500 m die Silbermedaille und konnte mit ihren Teamkolleginnen in der Staffel über 3000 m sogar siegen. Bei den Europameisterschaften in Turin der gleichen Saison belegte sie in der Gesamtwertung den ersten Platz. Diesen sicherte sie sich durch Siege über 500 m und 1000 m sowie den Gewinn der Bronzemedaille über 1500 m. Bei den Weltmeisterschaften ging sie hingegen leer aus.

Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver errang sie beim 500 m-Wettbewerb die Bronzemedaille.[2] Die Europameisterschaften in Dresden schloss sie mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung ab. Die Einzelrennen über 500 m und 1500 m konnte sie für sich entscheiden und über 3000 m den dritten Rang belegen.

Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Sheffield konnte Fontana über 500 m und 1000 m Silber gewinnen und sich somit die Bronzemedaille in der Gesamtwertung sichern. Die Europameisterschaften im selben Jahr in Heerenveen konnte sie mit dem Gewinn von vier Goldmedaillen (1000 m, 1500 m, 3000 m, Gesamtwertung) deutlich für sich entscheiden. Die Weltmeisterschaften 2012 in Shanghai konnte sie erneut mit der Bronzemedaille in der Gesamtwertung abschließen, nachdem sie in den Einzelrennen über 500 m und 3000 m den zweiten Rang erreicht hatte. Zusätzlich erreichte sie in Mladá Boleslav bei den Europameisterschaften die Goldmedaille über 500 m, 1500 m und 3000 m. Dadurch sicherte sie sich ebenfalls den ersten Platz im Gesamtklassement. Mit der 3000-m-Staffel erreichte sie zusätzlich den dritten Rang. Den Gesamtweltcup über 500 m in der 2011/12 konnte sie abschließend für sich entscheiden. Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewann sie über 500 m die Silbermedaille, nachdem die zweitplatzierte Engländerin nachträglich disqualifiziert wurde. Danach wurde sie über 1500 m Dritte, wie auch im Teamwettbewerb über 3000 m.

In der Saison 2014/15 holte Fontana vier Weltcupsiege. Zudem wurde viermal Zweite und einmal Dritte und erreichte damit den sechsten Platz im Weltcup über 500 m und den vierten Rang im Weltcup über 1500 m. Bei den Europameisterschaften 2015 in Dordrecht errang sie im Mehrkampf und mit der Staffel jeweils den vierten Platz. Im März 2015 holte sie bei den Weltmeisterschaften in Moskau über 500 m, 1000 m und mit der Staffel jeweils die Bronzemedaille, im Mehrkampf die Silbermedaille und über 1500 m die Goldmedaille. In der folgenden Saison siegte sie im Weltcup in Dresden und in Dordrecht jeweils mit der Staffel. Beim Saisonhöhepunkt den Weltmeisterschaften 2016 in Seoul wurde sie Fünfte mit der Staffel. Nach Platz drei über 500 m in Calgary zu Beginn der Saison 2016/17 errang sie zweimal über 500 m und zweimal mit der Staffel den zweiten Platz und errang abschließend den vierten Platz im Weltcup über 500 m. Bei den Europameisterschaften 2017 in Turin holte sie mit der Staffel und im Mehrkampf mit Platz eins über 1500 mund 3000 m jeweils die Goldmedaille. Ihr bestes Ergebnis bei den Weltmeisterschaften 2017 in Rotterdam war der vierte Platz über 1500 m. In der Saison 2017/18 kam sie in Budapest und in Shanghai jeweils auf den zweiten Platz über 500 m. Zudem errang sie in Shanghai über 1000 m und mit der Staffel jeweils den dritten Platz und erreichte den dritten Platz in der Weltcupwertung über 500 m.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann sie die Goldmedaille über 500 m. In der Staffel erreichte sie über 3000 m den zweiten Platz. Über 1000 m komplettierte sie ihren Medaillensatz mit der Bronzemedaille.

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 500 m 42,829 sek. (aufgestellt am 13. November 2016 in Salt Lake City)
  • 1000 m 1:29,224 min. (aufgestellt am 12. November 2017 in Shanghai)
  • 1500 m 2:15,753 min. (aufgestellt am 12. November 2016 in Salt Lake City)
  • 3000 m 5:01,187 min. (aufgestellt am 11. März 2012 in Shanghai)

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 29. Oktober 2011 KanadaKanada Saguenay 500 m
2. 29. Oktober 2011 KanadaKanada Saguenay 1500 m
3. 3. Dezember 2011 JapanJapan Nagoya 500 m
4. 4. Dezember 2011 JapanJapan Nagoya 1500 m
5. 11. Dezember 2011 China VolksrepublikVolksrepublik China Shanghai 500 m
6. 11. Februar 2012 NiederlandeNiederlande Dordrecht 500 m
7. 17. November 2013 RusslandRussland Kolomna 1000 m
8. 16. November 2014 KanadaKanada Montreal 500 m
9. 8. Februar 2015 DeutschlandDeutschland Dresden 500 m
10. 14. Februar 2015 TurkeiTürkei Erzurum 1500 m
11. 15. Februar 2015 TurkeiTürkei Erzurum 1000 m

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort
1. 4. Februar 2007 NiederlandeNiederlande Heerenveen 1
2. 4. Dezember 2011 JapanJapan Nagoya 2
3. 7. Februar 2016 DeutschlandDeutschland Dresden 3
4. 14. Februar 2016 NiederlandeNiederlande Dordrecht 4

2 Mit Cecilia Maffei, Arianna Valcepina und Martina Valcepina.
3 Mit Arianna Valcepina, Cecilia Maffei und Elena Viviani.
4 Mit Lucia Peretti, Elena Viviani und Arianna Valcepina.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Notiz über die Vergabe des Ordens an Fontana
  2. Arianna Fontana – Short Track Athletes : Vancouver 2010 Winter Olympics

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]