Olympische Winterspiele 2018

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
XXIII. Olympische Winterspiele
PyeongChang 2018 Winter Olympics.svg
Motto Passion. Connected.
(하나된 열정)
[1]
Austragungsort Pyeongchang, Südkorea
Wettbewerbe 102[2] in 7 Sportarten
Eröffnung 9. Februar 2018
Schlussfeier 25. Februar 2018
Stadion PyeongChang Olympic Stadium

Die XXIII. Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang statt. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Damit finden, die beiden japanischen Winterspiele 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano eingerechnet, insgesamt zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien statt. Für Pyeongchang war es nach den knapp gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 der dritte Anlauf einer Bewerbung. Für die Ausrichtung hatten sich auch Annecy und München beworben.

Wettkampfstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier und die Schlussfeier werden im PyeongChang Olympic Stadium stattfinden. Die eigentlichen Wettkämpfe werden im PyeongChang Mountain Cluster und im Gangneung Coastal Cluster stattfinden.[3]

PyeongChang Mountain Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gangneung Coastal Cluster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher haben sich Athletinnen und Athleten aus 87 Ländern für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Man geht davon aus, dass Ecuador, Eritrea, Kosovo, Malaysia, Nigeria und Singapur zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teilnehmen werden. Da sich die Mannschaft aus Nordkorea qualifizierte, dürfen sie die Demilitarisierte Zone nach Südkorea überqueren. Wegen des durch den McLaren-Report bekannt gewordenen Staatsdopings ist die Teilnahme der russischen Delegation bislang unklar.

Europa (49 Länder)
Amerika (13 Länder)
Asien (13 Länder)
Afrika (6 Länder)
Ozeanien (2 Länder)

Stand: 12. November 2017

Symbolik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bewerberlogo Pyeongchangs zeigte stilisiert die Silhouette des Taebaeks sowie einige Schneekristalle, was die Schönheit der dortigen Landschaft im Winter darstellen soll.

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[4] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: , der erste Buchstaben der Silbe Pyeong, und , der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.

Motto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

New horizons (dt. "Neue Horizonte") war der kontinuierlich zu Zeiten der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Am 16. Mai 2015 gab das Organisationskommittee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang (POCOG) den offiziellen Slogan bekannt, Passion. Connected.

„Passion“ (dt. Leidenschaft) steht hier für ein Fest, das Menschen aus aller Welt im Rahmen des Sports feiern, während sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen motivieren, die Gastfreundschaft der Südkoreaner genießen und den Geist der olympischen Spiele in sich aufnehmen.
“Connected” (dt. verbunden) steht hier für die Offenheit Pyeongchangs gegenüber allen Gästen sämtlicher Generationen und Herkünfte sowie den Versuch, den Wintersport in Asien noch beliebter zu machen.

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Soohorang und Bandabi

Am 27. Juni 2014 wurden die beiden Maskottchen für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Soohorang, einen weißen Tiger, und Bandabi, einen asiatischen Schwarzbären.[5] Soohorang steht hierbei als Maskottchen der Olympischen Winterspiele und eng mit der koreanischen Mythologie verwurzeltes Tier für Vertrauen, Stärke sowie Schutz, Bandabi für eisernen Willen und Mut.

Zeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier findet am 9. Februar im Olympiapark Hoenggye um 20:00 Uhr KST also um 12:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt.

Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi wurden 98 Wettbewerbe in sieben Sportarten und 15 Disziplinen ausgetragen. Das Programm wurde für die Winterspiele 2018 auf 102 Wettbewerbe bei unveränderter Anzahl der Sportarten und Disziplinen erweitert. Nachfolgend sind die neuen Wettbewerbe im olympischen Programm aufgelistet, der Parallelslalom im Snowboard wurde, um Platz zu schaffen, gestrichen.[6]:

Legende zum nachfolgend dargestellten Wettkampfprogramm:

    Eröffnungs- und Abschlusszeremonie         Show-Veranstaltung         Qualifikationswettkämpfe      x  Finalentscheidungen

Letzte Spalte: Gesamtanzahl der Entscheidungen in den einzelnen Sportarten

Zeitplan der Olympischen Winterspiele 2018 (mit Anzahl der Entscheidungen)
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar  8.  9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.
Eröffnung
Biathlon pictogram.svg Biathlon 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 11
Bobsleigh pictogram.svg Bobsport 1 1 1 3
Curling pictogram.svg Curling 1 1 1 3
Ice hockey pictogram.svg Eishockey 1 1 2
Figure skating pictogram.svg Eiskunstlauf 1 1 1 1 1 5
Speed skating pictogram.svg Eisschnelllauf 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 2 14
Freestyle skiing pictogram.svg Freestyle-Skiing 1 1 1 1 2 1 1 1 1 10
Nordic combined pictogram.svg Nordische Kombination 1 1 1 3
Luge pictogram.svg Rennrodeln 1 1 1 1 4
Short track speed skating pictogram.svg Shorttrack 1 1 2 1 3 8
Skeleton pictogram.svg Skeleton 1 1 2
Alpine skiing pictogram.svg Ski Alpin 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 11
Cross country skiing pictogram.svg Skilanglauf 1 1 2 1 1 1 1 2 1 1 12
Ski jumping pictogram.svg Skispringen 1 1 1 1 4
Snowboarding pictogram.svg Snowboard 1 1 1 1 1 1 1 3 10
Abschluss
Medaillenentscheidungen     5 7 8 8 6 7 5 9 6 3 5 7 8 6 8 4 102
Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Gesamt
Februar 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte verkaufte das IOC an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.[7] Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie die Sender ARD und ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen. Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 werden von den Eiskunstlauf-, Shorttrack- und Snowboard-Wettbewerben jedoch lediglich „umfangreiche Highlights“ gesendet.[8]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentlich-rechtliche Österreichische Rundfunk (ORF) sicherte sich nach Verhandlungen mit Discovery Communications die Rechte für die Übertragung der Spiele 2018 in Fernsehen, Radio und Internet.[9]

Umweltschäden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 2014 wurde im Auftrag der Provinzregierung Gangwon mit einer Waldrodung für die Abfahrtsstrecke auf dem Mount Gariwang begonnen. Dazu wurden ca. 58.000 bis zu 500 Jahre alte Bäume gefällt, darunter der Wangsasre-Baum, eine seltene Birke.[10]

Konflikt mit Nordkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der anhaltenden militärischen Drohungen aus Nordkorea gibt es Forderungen bzw. Vorschläge die Spiele zu verlegen, falls der Konflikt eskalieren sollte. Als Alternativen werden das russische Sotschi, welches die Winterspiele 2014 austrug, sowie München, das gegen Sotschi in der Bewerbung scheiterte, in Erwägung gezogen. Das IOC sieht allerdings zur Zeit kein direktes Risiko. Man werde aber die Lage genau beobachten. Fünf Monate vor Beginn der olympischen Spiele wurden bislang nur 4,8 Prozent der Eintrittskarten verkauft.[11]

Eintrittskarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Oktober 2016 wird es möglich sein, Tickets für die Spiele zu erhalten. Diese sollen zwischen 20.000 (etwa 16 €) und 900.000 ₩ (etwa 726 €) kosten. Mit Preisen zwischen 300.000 ₩ (etwa 242 €) und 900.000 ₩ werden die Eintrittskarten für das Finale im Eishockey die mit Abstand teuersten sein, wohingegen Biathlon- oder Rennrodel-Wettbewerbe günstiger sein sollen, da diese Sportarten im asiatischen Raum relativ unbekannt sind, so wird mit einem größeren Publikum gerechnet.

Paralympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Winter-Paralympics 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympische Winterspiele 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. New Slogan “Passion.Connected.” is unveiled. In: pyeonchang2018.com. 16. Mai 2015, abgerufen am 24. September 2016.
  2. Deutsche Presse-Agentur: IOC-Reformen: Winter-Olympia 2018 soll richtig cool werden. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. Juni 2015, abgerufen am 23. Februar 2016.
  3. Venues. Abgerufen am 7. November 2017.
  4. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013 (englisch).
  5. Weißer Tiger „Soohorang“ ist Maskottchen für Pyeongchang 2018. In: zeit.de. Die Zeit, 2. Juni 2016, abgerufen am 25. September 2016.
  6. Andreas Sten-Ziemons: IOC: 2018 vier neue Winterdisziplinen. In: dw.com. Deutsche Welle, 8. Juni 2015, abgerufen am 8. November 2016.
  7. IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: presseportal.de. news aktuell, 29. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016.
  8. Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.
  9. Olympia 2018 und 2020 im ORF. Abgerufen am 30. August 2017.
  10. Olympia: „Massaker mit der Kettensäge“. In: spiegel.de. Der Spiegel, 8. Dezember 2014, abgerufen am 1. August 2016.
  11. Wird Olympia 2018 in Pyeongchang verlegt? Sotschi und München als Alternativen. Abgerufen am 2. September 2017.