Sondrio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sonders ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Bürgermeister von Alsdorf siehe Alfred Sonders.
Sondrio
Wappen
Sondrio (Italien)
Sondrio
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Sondrio (SO)
Lokale Bezeichnung: Sundri
Koordinaten: 46° 10′ N, 9° 52′ OKoordinaten: 46° 10′ 0″ N, 9° 52′ 0″ O
Höhe: 360 m s.l.m.
Fläche: 20,88 km²
Einwohner: 22.095 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.058 Einw./km²
Stadtviertel Triangia, Ligari, Moroni, S. Anna, Colda, Ponchiera, Mossini, Arquino
Angrenzende Gemeinden Albosaggia, Caiolo, Castione Andevenno, Faedo Valtellino, Montagna in Valtellina, Spriana, Torre di Santa Maria
Postleitzahl: 23100
Vorwahl: 0342
ISTAT-Nummer: 014061
Volksbezeichnung: Sondriesi
Schutzpatron: Gervasius und Protasius
Website: http://www.comune.sondrio.it
Panorama sondrio.jpg

Sondrio (dt. Sünders oder Sonders, rätoromanisch  Sonder?/i) ist der Hauptort der gleichnamigen italienischen Provinz (Lombardei) und mit 22.095 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) größter Ort des Veltlin.

Der Name ist von der lateinischen Bezeichnung Sundrium abgeleitet.

Sondrio wurde zur Alpenstadt des Jahres 2007 gekürt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die günstige strategische Lage nahe der alpenüberquerenden Passstraßen war der Ort bereits in frühgeschichtlicher Zeit bedeutend.

Von 1512 bis 1797 gehörte das Veltlin und damit auch Sondrio als Untertanengebiet zu Graubünden. Mit der Reformation kamen seit etwa 1530 evangelische Bündner und italienische Flüchtlinge ins Veltlin. 1620 wurden im Rahmen der Gegenreformation und aus Rache beim sogenannten Veltliner Mord auch in Sondrio ungefähr 140 Protestanten getötet. Anführer dieses Mordzugs war Giacomo Robustelli. Weiteren evangelischen Personen gelang die Flucht nach Graubünden.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsumgehung Sondrios ist Teil der Strada Statale 38, die das Veltlin über das Stilfser Joch mit dem Südtiroler Vinschgau verbindet. Von Bedeutung ist auch die Veltlinbahn. In der Nachbargemeinde Caiolo befindet sich ein Flugplatz für die Allgemeine Luftfahrt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicolò Rusca (* 20. April 1563 in Bedano; † 4. September 1618 in Thusis) war Erzpriester in Sondrio und ist hier auch begraben.
  • Gian Pietro Giacomo Francesco Ligari (* 18. Februar 1686 in Ardenno; † 6. April 1752 in Sondrio), Maler, Zeichner, Kupferstecher, Architekt, Orgelbauer, Uhrenbauer, Musiker und Verfasser[4]
  • Vittoria Ligari (* 14. Februar 1713 in Mailand; † 9. Dezember 1783 in Sondrio), Tochter von Gian Pietro, Malerin[5][6]
  • Cesare Ligari (* 28. April 1716 in Mailand; † 12. April 1770 in Como) (Bürgerort Sondrio), Maler[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sondrio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Veltliner Mord im Historischen Lexikon der Schweiz
  3. Olivier Kaeser: Gianni Motti in Sikart (Stand: 2006), abgerufen 22. Januar 2016.
  4. Gian Casper Bott: Gian Pietro Giacomo Francesco Ligari in Sikart (Stand: 1998), abgerufen 25. Januar 2016.
  5. Vittoria Ligari in Sikart, abgerufen 27. Januar 2016.
  6. Vittoria Ligari
  7. Cesare Ligari in Sikart, abgerufen 27. Januar 2016.
  8. Cesare Ligari in der italienischen Wikipedia