Arnulf Zitelmann

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Arnulf Zitelmann (* 9. März 1929 in Oberhausen-Sterkrade) ist ein deutscher Schriftsteller und Theologe. Sein Hauptwerk teilt sich in Jugendromane und Sachbücher, darunter mehrere Biographien von Persönlichkeiten, die für Philosophie oder Theologie prägend waren.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnulf Zitelmann verbrachte als zweitjüngstes von sechs Geschwistern seine Kindheit zunächst im Ruhrgebiet. Nach mehreren, durch den Zweiten Weltkrieg bedingten, Schulwechseln machte er 1949 sein Abitur an einem altsprachlichen Gymnasium in Gießen. Anschließend studierte er Evangelische Theologie, Philosophie, Germanistik und Psychologie in Marburg und Heidelberg.

Nach dem Studium arbeitete er als Pfarrer in Frankfurt am Main und Messel (Landkreis Darmstadt-Dieburg). Von 1977 bis 1992 war er Religionslehrer am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt. Seither lebt er als freier Schriftsteller in Ober-Ramstadt.

Er ist verheiratet und hatte vier Kinder, darunter den Historiker und Journalisten Rainer Zitelmann.

Literarisches Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seiner ersten Veröffentlichung mit dem Handbuch Didaktik der Sexualerziehung (1970) folgten Arbeiten zur Prozesstheologie und weitere Sachbücher.

Parallel dazu veröffentlichte er zahlreiche belletristische Werke. So thematisieren seine sich an Jugendliche wendenden, meist historischen Romane die biblische und hellenistisch-römische Antike wie auch das Mittelalter und die Zeit des Nationalsozialismus. Die aus der jeweiligen Alltagswelt entwickelten Hauptfiguren machen Geschichte „von unten“ erfahrbar. Der Autor selbst charakterisiert diese Werke als „theologisch-philosophische Abenteuerromane“. Zitelmanns Leitmotiv, Anderen und Anderem gegenüber offen zu sein und friedlich zu begegnen, ist auch Thema seiner Romane, die in der Gegenwart spielen oder die Zukunft als Science Fiction vorwegnehmen. Viele seiner Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Zitelmann erhielt für sein Schaffen zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Von der Kritik wurden insbesondere die quellengenaue Sachkenntnis und eingängige Schreibweise seiner Werke gelobt. Dies gilt speziell für seine sich an Jugendliche wie an Erwachsene richtenden Biographien zu Persönlichkeiten wie Kant, Lichtenberg[1] und Martin Luther.

Arnulf Zitelmann ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.[2]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kerstin Hasse: Die Jugendbücher von Arnulf Zitelmann und ihre lesepädagogische Bedeutung. Magisterarbeit an der Universität Erlangen-Nürnberg 1998.
  • Ortwin Beisbart: Erwachsenwerden als Herausforderung, in welche Geschichte man gehören will. Konstruktion von Individuum und Familie in Arnulf Zitelmanns Jugendroman „Abraham und Sarai“ (1993). In: Jahrbuch für Internationale Germanistik, Jahrgang 36 (2004), Heft 1, Seite 183-196.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beispielhafte Rezensionenauswahl zur Biographie von Arnulf Zitelmann zu Georg Christoph Lichtenberg in Jedes Sandkorn ist ein Buchstabe siehe ich: Wer ist da? Nur ich. In: Mitteldeutsche Zeitung vom 21. März 2002.; Jürgen Diesner: Fünf Jahre in der Giftküche des Gelehrten. In: Darmstädter Echo vom 2. Juli 2002; Heinz Steuer, in: bibliotheksnachrichten 3 (2002); Ulrich Karger, in: Der Tagesspiegel vom 4. August 2002, S. 28; Brigitte Schewe: Sandkorn und Morgenröte. Lebenswege zum Lesen und zum Lauschen. In: Eselsohr. H. 12 (2002); Alexander Neumann, in: Lichtenberg-Jahrbuch 2002 (2003); Martina Wehlte-Höschele, in: Büchermarkt. Deutschlandradio vom 18. Mai 2002. Entnommen dem Jahrbuch der Lichtenberg Gesellschaft e.V. zu Lichtenberg-Bibliographie 2001-2003 und Nachträge, zusammengestellt von Ulrich Joost
  2. pen-deutschland.de Arnulf Zitelmann, aufgeführt in der Mitgliederliste des PEN-Zentrums Deutschland.