Artania

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Artania
Artania in Rotterdam

Artania in Rotterdam

Schiffsdaten
Flagge BermudaBermuda Bermuda
andere Schiffsnamen
  • Royal Princess (1984–2005)
  • Artemis (2005–2011)
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen ZCDM7
Heimathafen Hamilton
Eigner Artania GmbH / V.Ships Leisure SAM[1]
Reederei Phoenix Seereisen
Bauwerft Oy Wärtsilä Ab (Helsinki, Finnland)[2]
Baunummer 464
Taufe 15. November 1984
Stapellauf 18. Februar 1984[2]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
230,61[2] m (Lüa)
Breite 29,6 m
Tiefgang max. 7,8 m
Vermessung 44.588 BRZ[1]
 
Besatzung ca. 420
Ab 1984 bis 2014
Maschine dieselmechanisch
4 × Dieselmotor (S.E.M.T.-Pielstick-Wärtsilä 6PC4-2L)[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
23.200 kW (31.543 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
22 kn (41 km/h)
Propeller 2 × 4-Blatt-Verstellpropeller
Ab 2014
Maschine dieselmechanisch
4 × Dieselmotor (Wärtsilä 12V32)[3][4]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
27.840 kW (37.852 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
22 kn (41 km/h)
Propeller 2 × 4-Blatt-Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 4661[1] tdw
Zugelassene Passagierzahl 1260 Passagiere in 600 Kabinen
Sonstiges
Klassifizierungen

Lloyd’s Register of Shipping

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8201480[1]

Die Artania (ehem. Artemis, Royal Princess) ist ein Kreuzfahrtschiff im Eigentum der in Monaco ansässigen Schiffsmanagementgesellschaft V.Ships Leisure. Seit Mai 2011 ist das Schiff im Charter des Reiseveranstalters Phoenix Reisen aus Bonn im Einsatz. Die Artania ist eines der wenigen Kreuzfahrtschiffe ohne Innenkabinen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff entstand zwischen 1983 und 1984 auf der Wärtsilä-Werft in Helsinki und lief am 18. Februar 1984 als Royal Princess für Princess Cruises vom Stapel. Nach der Übergabe am 30. Oktober 1984 wurde sie am 15. November 1984 von Prinzessin Diana in Southampton getauft.[2] 2005 übernahm die britische Reederei P&O Cruises das Schiff und brachte es nach Umbau- und Modernisierungsarbeiten auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven als Artemis in Fahrt. Ende April 2011 wurde die Artemis an den neuen Eigner Artania GmbH, eine Tochtergesellschaft von V.Ships verkauft und in einer vierwöchigen Umbauphase, die wiederum auf der Lloyd-Werft stattfand, modernisiert und überholt.[1][5] Am 28. Mai 2011 wurde das Schiff im Hamburg Cruise Center auf den Namen Artania getauft und im Charter für Phoenix Reisen in Fahrt gebracht.[6] Taufpatin war Maggy Pfingsten-Brohm, eine langjährige Mitarbeiterin des Reiseveranstalters.

Ende September 2014 wurde die Artania bei der Lloyd Werft in Bremerhaven eingedockt, um bis zum 9. Dezember 2014 umfangreich modernisiert und renoviert zu werden. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Erneuerung der Maschinenanlage. Darüber hinaus wurden das gesamte Frischwassersystem erneuert, Renovierungsarbeiten in Restaurants und anderen öffentlichen Bereichen durchgeführt, sanitäre Anlagen ausgetauscht, 10.621 m² Teppich ausgetauscht und 2448 energiesparende Leuchten eingebaut sowie die 156 Kabinen auf den Decks 6 und 7 mit Balkonen ausgestattet.[7][8][9] Mitte Dezember 2014 ging das Schiff wieder in Fahrt.[10]

Maschinenanlage und Antrieb[Bearbeiten]

Ursprüngliche Ausstattung[Bearbeiten]

Die dieselmechanische Maschinenanlage der Artania bestand ursprünglich aus vier Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotoren des S.E.M.T.-Pielstick-Typs PC4-2, die von Wärtsilä in Lizenz gebaut wurden. Sie wirkten jeweils paarweise über Getriebe und Wellenanlage auf die beiden Verstellpropeller. Jeder Motor hatte ein Gewicht von 153 Tonnen[4] und einen Hubraum von 950 Liter. Die Leistung betrug 5.800 kW bei einer Drehzahl von 400/min. Darüber hinaus verfügt das Schiff über zwei Hilfsdieselmotoren des Typs Wärtsilä 6R22 mit einer Gesamtleistung von 5.960 kW, ein Paar Stabilisatoren sowie zwei Bugstrahlruder.

Dezember 2014, Blick auf die neue Motorenanlage der Artania

Maschinenanlage nach Erneuerung 2014[Bearbeiten]

Im Rahmen eines Trockendock-Aufenthalts bei der Lloyd Werft in Bremerhaven wurden im Oktober 2014 die Pielstick-Motoren durch vier neue 12-Zylinder-Dieselmotoren der Baureihe Wärtsilä 32 ersetzt. Der Hubraum der neuen Motoren beträgt 386 Liter, die Zylinderleistung wird mit 580 kW angegeben, was einer Gesamtleistung von 6.960 kW pro Motor entspricht.[4] Um deren Nenndrehzahl von 750/min an Wellenanlage und Propeller anzupassen, waren außerdem vier neue Zwischengetriebe zwischen den vorhandenen Getrieben und den neuen Hauptmotoren notwendig. Darüber hinaus erhielt das Schiff einen neuen 8-Zylinder-Hilfsdiesel der gleichen Baureihe und neue Schalldämpfer.[11]

Trivia[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Premiere für die »neue« »Artania«. In: an Bord. Heft 4/2011, S. 8–12

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: IMO 8201480 – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b c d e Equasis - France-Ministry for Transport: Administrative Daten der "Artania". Abgerufen am 26. März 2012.
  2. a b c d e Micke Asklander: Historische und technische Daten der "Artania". Abgerufen am 26. März 2012.
  3. Cruise Industry News: Phoenix Reisen: Renewed Artania. Abgerufen am 22. Dezember 2014.
  4. a b c Oliver Asmussen: MS Artania: Einbau der neuen Wartsila 12V32 Maschinen in der Lloyd Werft Bremerhaven. Abgerufen am 23. Dezember 2014.
  5. Lloyd Werft: Presseerklärung vom 27. April 2011. Abgerufen am 26. März 2012.
  6. Carmen Winkler, cruisetricks.de: Umbau der Artemis zur Artania. Abgerufen am 26. März 2012.
  7. Kreuzfahrt Praxis: MS Artania muss ins Trockendock. 27. September 2014, abgerufen am 7. Oktober 2014.
  8. "Artania" zum Großumbau bei Lloyd Werft. 30. September 2014, abgerufen am 7. Oktober 2014.
  9. Frank Binder: Alte „Artania“ in neuem Glanz · Für 40 Millionen Euro bei der Lloyd-Werft umgebaut. In: Täglicher Hafenbericht vom 22. Dezember 2014, S. 4
  10. Frisch renoviert: MS Artania mit neuen Motoren und Balkonen. 18. Dezember 2014, abgerufen am 19. Dezember 2014.
  11. Lloyd Werft: Presseerklärung vom 3. Juni 2014. Abgerufen am 23. Dezember 2014.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatfernsehserien.de. Abgerufen am 19. Dezember 2013.