Babimost

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Babimost
Wappen von Babimost
Babimost (Polen)
Babimost
Babimost
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Powiat: Zielona Góra
Fläche: 3,62 km²
Geographische Lage: 52° 9′ N, 15° 50′ O52.1515.833333333333Koordinaten: 52° 9′ 0″ N, 15° 50′ 0″ O
Einwohner: 4025
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 66-110
Kfz-Kennzeichen: FZI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WolsztynŚwiebodzin
Schienenweg: Zielona Góra–Poznań
Nächster int. Flughafen: Zielona Góra-Babimost
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 12 Ortschaften
Fläche: 92,75 km²
Einwohner: 6321
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0809013
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Bernard Radny
Adresse: Rynek 3
66-110 Babimost
Webpräsenz: www.babimost.pl



Babimost [baˈbʲimɔst] (deutsch Bomst) ist eine Kleinstadt in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde im Powiat Zielonogórski.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an dem Flüsschen Faule Obra, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Züllichau (Sulechów) und 75 Kilometer westlich der Stadt Posen.

Geschichte[Bearbeiten]

Bomst westlich der Stadt Posen und nördlich der Stadt Glogau auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).
Rathaus der Stadt
Bahnhofsgebäude

Bomst entstand vermutlich um 1000 an einer Furt durch die Faule Obra als Siedlung um eine Befestigungsanlage. Bis 1307 befand sich der Ort im Besitz der pommerschen Adelssippe der Swenzonen[2]. Im Jahre 1319 kam die Stadt zu Brandenburg, 1329 an den schlesischen Herzog Heinrich den Getreuen von Glogau, der sich 1335 König Johann von Böhmen unterordnete.[2] Władysław II. Jagiełło, polnischer König seit 1386, gab ihr vor 1397 Magdeburger Recht. 1530 erneuerte Sigismund der Alte die Stadtrechte nach dem Vorbild der Stadt Posen. Neben der regelmäßigen Altstadt wurde 1652 durch schlesische Exulanten die Neustadt gegründet, die schnell zum größten Stadtteil anwuchs.

Im Zweiten Nordischen Krieg wurde Bomst 1656 von einem schwedischen Heer ausgeraubt und zerstört. Die Schweden verbrannten den Pfarrer und den Vikar auf einem Scheiterhaufen. Im 18. Jahrhundert wurde die Synagoge wieder errichtet. 1782 wurde die erste protestantische Kirche errichtet. Im Jahre 1793 kam Bomst zu Preußen. Die Einwohner lebten von der Tuch- und Schuhmacherei und vor allem vom Hopfen- und Weinanbau.

Zwischen 1818 und 1938 war Bomst (mit Unterbrechungen) Sitz des Landkreises Bomst. Bis 1945 war die Stadt dem Landkreis Züllichau-Schwiebus angegliedert.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bomst im Februar 1945 bei Kämpfen der Wehrmacht mit der Roten Armee zu 35 Prozent zerstört. Die Stadt wurde von der Roten Armme besetzt und nach Kriegsende unter polnische Verwaltung gestellt. Soweit die deutschen Einwohner nicht geflohen waren, wurden sie in der Folgezeit gewaltsam von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben.

1945 bis 1950 war der Ort wieder Kreisstadt. Die Einwohnerzahl erhöhte sich nach dem Krieg: 1946 lebten 1284 Menschen hier, 1957 waren es schon 2100.

Einwohnerzahlen bis 1945[Bearbeiten]

  • 1800: 1.412, zum Teil Polen[2]
  • 1816: 1.697[2]
  • 1843: 2.278[2]
  • 1861:2.323[2]
  • 1875: 2.184[3]
  • 1880: 2.179[3]
  • 1890: 2.141, davon 972 Evangelische, 1.079 Katholiken und 90 Juden (200 Polen)[3]
  • 1933: 1.803[3]
  • 1939: 2.191[3]

Partnerschaften[Bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Neuruppin, Deutschland
  • DeutschlandDeutschland Amt Döbern-Land, Spree-Neiße-Kreis in Deutschland
  • DeutschlandDeutschland Die Stadt- und Landgemeinde unterhält eine Partnerschaft mit der brandenburgischen Gemeinde Felixsee.

Gemeinde[Bearbeiten]

Babimost bildet eine Stadt- und Landgemeinde mit 6500 Bewohnern auf 93 km². Neben der Stadt Babimost liegen auf dem Gemeindegebiet noch folgende Dörfer:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Gustav Kalixt von Biron, Herzog von Kurland (1780–1821), preußischer Generalleutnant
  • Jan Gładysz (1762–1830), polnischer Maler, in Bomst geboren

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 272–273.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Babimost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  2. a b c d e f Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 272–273.
  3. a b c d e http://www.verwaltungsgeschichte.de/zuellichau.html