Felixsee (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
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Felixsee (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Felixsee (Gemeinde) hervorgehoben

Koordinaten: 51° 36′ N, 14° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 35,53 km2
Einwohner: 1894 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 03130
Vorwahl: 035600
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 074
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Website: www.amt-doebern-land.de
Bürgermeister: Peter Rabe (SPD)
Lage der Gemeinde Felixsee (Gemeinde) im Landkreis Spree-Neiße
BurgBriesenDissen-StriesowDöbernDrachhausenDrehnowDrebkauFelixseeForstGroß Schacksdorf-SimmersdorfGubenGuhrowHeinersbrückJämlitz-Klein DübenJänschwaldeKolkwitzNeiße-MalxetalNeuhausenPeitzSchenkendöbernSchmogrow-FehrowSprembergTauerTeichlandTschernitzTurnow-PreilackWelzowWerbenWiesengrundKarte
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Namensgebender See mit Aussichtsturm

Felixsee, niedersorbisch Feliksowy Jazor, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie wird vom Amt Döbern-Land verwaltet. Der Ortsteil Bloischdorf gehört zum amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Felixsee liegt am Rande des Muskauer Faltenbogens im Südosten des Landes Brandenburg. Die Stadt Spremberg liegt elf Kilometer westlich des geografischen Gemeindezentrums, nach Weißwasser sind es 13 Kilometer nach Südosten und nach Cottbus 22 Kilometer nach Nordwesten. An Felixsee grenzende Gemeinden sind Wiesengrund im Norden, Neiße-Malxetal im Nordosten, Döbern im Osten, Tschernitz im Südosten, Groß Düben im Süden und Spremberg im Westen. Die Gemeindegrenze zu Groß Düben ist gleichzeitig Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felixsee besteht aus den Ortsteilen

Hinzu kommen die Wohnplätze Adamschenke (Adamowa Kjarcma), Ausbau (Wutwaŕki), Bloischdorf-Kolonie (Błobošojska Kolonija), Bohsdorf-Vorwerk (Bóšojski Forwark), Horlitza (Horlica) und Klein Loitz Vorwerk (Łojojc Wudwór).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bloischdorf, Bohsdorf, Friedrichshain, Klein Loitz und Reuthen gehörten seit 1816 zum Kreis Spremberg in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Spremberg im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße.

Die Gemeinde Felixsee entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Bloischdorf, Bohsdorf, Friedrichshain und Klein Loitz. Bloischdorf wechselte damit aus dem Amt Hornow/Simmersdorf in das Amt Döbern-Land.[3] Am 26. Oktober 2003 wurde Reuthen nach Felixsee eingemeindet.[4]

Der jüngste Ortsteil ist Friedrichshain. Er entstand erst um 1768 als Siedlung für die Arbeiter der Glashütte. Namenspatron war der sächsische Kurfürst Friedrich August III. Aus der ehemaligen Glashütte ging 1961 das Fernsehkolbenwerk Friedrichshain (FSKW, Hersteller der ersten Fernsehbildschirme der DDR) hervor.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2001 2 223
2002 2 194
2003 2 476
2004 2 427
Jahr Einwohner
2005 2 382
2006 2 336
2007 2 301
2008 2 249
2009 2 192
Jahr Einwohner
2010 2 210
2011 2 090
2012 2 053
2013 1 981
2014 1 929
Jahr Einwohner
2015 1 920
2016 1 932
2017 1 898
2018 1 906
2019 1 920
Jahr Einwohner
2020 1 894

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strittmatters Laden in Bohsdorf
Schloss Klein Loitz
Aussichtsturm am Felixsee

Die Gemeindevertretung von Felixsee besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:[8]

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
SPD 33,7 % 4
AfD 13,9 % 2
FDP 12,3 % 1
Wählergruppe Freunde des Sports Friedrichshain 07,8 % 1
Die Linke 06,4 % 1
Einzelbewerber Karsten Lehmann 05,9 % 1
Einzelbewerber Hartmut Bastisch 05,3 % 1
Einzelbewerber Dietrich Kirmse 04,5 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003: Peter Rabe (SPD)[9]

Rabe wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 70,7 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Felixsee und in der Liste der Bodendenkmale in Felixsee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

In Bohsdorf erinnert ein Museum an den Laden aus der Romantrilogie von Erwin Strittmatter.

Im Schloss Klein Loitz befindet sich seit 2020 ein Romy-Schneider-Museum.[12]

Der namensgebende See ist ein Badegewässer, das aus einem gefluteten Tagebaurestloch entstand. An seinem Rand steht ein 36 m hoher Aussichtsturm.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Friedrichshain liegt an der Landesstraße L 49 nach Döbern. Die Bundesstraße 156 zwischen Spremberg und Tschernitz durchquert das südliche Gemeindegebiet.

Der Radweg Niederlausitzer Bergbautour[13] führt durch die Gemeinde, u. a. an einem Tagebruch entlang.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Klinke (1840–1864), als Held verehrter preußischer Soldat, wurde in Bohsdorf geboren
  • Erwin Strittmatter (1912–1994), Schriftsteller, schilderte seine Kindheit und Jugend in Bohsdorf und Spremberg in der teilautobiographischen Romantrilogie Der Laden
  • Walter Kaiser (1923–1965), Ingenieur, erster Betriebsleiter (technischer Direktor) des Fernsehkolbenwerkes (FSKW) Friedrichshain, lebte und verstarb in Friedrichshain
  • Sebastian Freiherr von Rotenhan (* 1949), erwarb 2001 das Herrenhaus im Park von Reuthen
  • Solveig Bolduan (* 1958), Malerin und Bildhauerin, lebt und arbeitet in Klein Loitz

Quellenangabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2020 (XLSX-Datei; 213 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Felixsee
  3. Bildung einer neuen Gemeinde Felixsee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 12. Dezember 2001. Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 902/3 PDF
  4. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 14–17
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 32
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  12. Romy Schneider-Museum im Schloss Klein Loitz eröffnet. In: www.rbb24.de. 24. September 2020, abgerufen am 3. April 2021.
  13. Niederlausitzer Bergbautour

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Felixsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien