Bahnhof Wismar

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Wismar
Vorgebäude des Bahnhofs Wismar
Vorgebäude des Bahnhofs Wismar
Daten
Lage im Netz Endbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung WWI
Kategorie 5
Eröffnung 1848
Profil auf Bahnhof.de Wismar
Lage
Stadt/Gemeinde Wismar
Land Mecklenburg-Vorpommern
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 53′ 47,3″ N, 11° 28′ 8,6″ OKoordinaten: 53° 53′ 47,3″ N, 11° 28′ 8,6″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Mecklenburg-Vorpommern
i16i16

Der Bahnhof Wismar ist der Endpunkt für die Regional-Express-Linie RE 2 aus Cottbus und der Regionalbahn-Linien RB 11 aus Tessin und RB 17 aus Ludwigslust. Bis 1998 war der Bahnhof auch Endpunkt der Bahnstrecke Wismar–Karow, die 2003 stillgelegt wurde. Bis 2001 war der Bahnhof Halt von Fernzügen. Bahnhofsgebäude und weitere Bauten im Bahnhofsareal stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Bau der Bahnstrecke von Schwerin nach Wismar wurde an deren Endpunkt ein Bahnhof benötigt. Der gewählte Standort nördlich der Altstadt bot eine günstige Anbindung an den Hafen von Wismar. Bereits Ende 1847 entstanden die ersten Gebäude, etwa zwei Schuppen für Material und Schwellen oder das Cyanisierungsgebäude. Später kamen der Lokschuppen, ein Wagenschuppen, ein Geräteschuppen sowie das Koksmagazin und ein Koksofen hinzu. Für den Bau des geplanten Empfangsgebäudes wurden rund 28.500 Taler veranschlagt.[1]

Als die Bahnstrecke im Jahr 1848 eingeweiht wurde, war der Lokschuppen fertiggestellt, es gab zudem eine Viehrampe und eine große Drehscheibe. Bis 1857 wurde der Wagenschuppen als Empfangshalle und Schuppen für Güter genutzt. Es gab einen Bahnhofsvorplatz und eine Promenade, die vom Lindengarten bis zum Hafen verlief. Neben dem Bahnhof befand sich ein Bahnhofshotel. Der ehemalige Wasserturm ist noch erhalten. Zwischen 1884 und 1894 wurden die Bahnanlage erweitert und das Empfangsgebäude ausgebaut. Auf dem Bahnhofsvorplatz sollten nach einem Plan von 1896 Parkplätze für Kutschen, Privatfahrzeuge und Omnibusse angelegt werden.

Altes Empfangsgebäude.

Eine Unterführung für Fußgänger wurde um die Jahrhundertwende errichtet.[1]

1935 wurde die bisherige Lokeinsatzstelle des Bahnhofs Wismar zu einem eigenständigen Bahnbetriebswerk erhoben, das bis 1993 in Betrieb war.

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Empfangsgebäude liegt südwestlich der Bahnsteiggleise. Durch den späteren Bau weiterer Gütergleise geriet es in eine Insellage. Zwischen diesen Gleisen und der Stadt wurde ein kleines Vorempfangsgebäude gebaut, dass mit dem eigentlichen Empfangsgebäude durch einen Tunnel unter den Gütergleisen verbunden wurde. Auch nachdem die Gütergleise beseitigt wurden, führt der Hauptzugang zu den Bahnsteigen weiterhin durch den Tunnel (Stand 2017). Ein weiterer, barrierefreier Weg verbindet den Hausbahnsteig mit der Poeler Straße.

Empfangsgebäude, Vorgebäude, Bahnsteigüberdachung, Güterschuppen, Wasserstation sowie der Lokschuppen Poeler Straße stehen unter Denkmalschutz.

Es gibt derzeit (2017) drei Bahnsteiggleise. Gleis 2 hat als Hausbahnsteig einen überdachten Seitenbahnsteig, ab dem südöstlich des Empfangsgebäudes noch ein Kopfgleis (Gleis 1) liegt. Neben Gleis 2 befindet sich ein nicht überdachter Zwischenbahnsteig mit Gleis 3. Nordöstlich der Bahnsteiggleise liegen weitere Gleise, unter anderem als Zufahrt zum Hafen. Daran anschließend das ehemalige Bahnbetriebswerk, und ganz im Norden weitere Zufahrtsgleise zum Hafen.

Anschließer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1894 bis 1947 wurden Schienenfahrzeuge von der südöstlich gelegenen Triebwagen- und Waggonfabrik produziert.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RE 7 steht zur Abfahrt nach Ludwigslust an Gleis 1 bereit (2013).
Linie Strecke Taktfrequenz
RE 2 WismarSchwerin HbfLudwigslustWittenbergeBerlin HbfLübbenCottbus Zweistundentakt
RB 11 WismarBad DoberanRostock HbfTessin Stundentakt
RB 17 WismarSchwerin HbfLudwigslust Zweistundentakt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Wismar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Geschichte der Mecklenburgischen Eisenbahn auf mec-wismar.de (PDF, ab S. 13–16.)