Neubukow

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neubukow
Neubukow
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neubukow hervorgehoben
Koordinaten: 54° 2′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 24,99 km²
Einwohner: 3876 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18233
Vorwahl: 038294
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 074
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
18233 Neubukow
Webpräsenz: www.neubukow.de
Bürgermeister: Roland Dethloff (parteilos)
Lage der Stadt Neubukow im Landkreis Rostock
Rostock Schwerin Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Nordwestmecklenburg Landkreis Ludwigslust-Parchim Admannshagen-Bargeshagen Bartenshagen-Parkentin Börgerende-Rethwisch Hohenfelde (Mecklenburg) Nienhagen (Landkreis Rostock) Reddelich Retschow Steffenshagen Wittenbeck Baumgarten (Warnow) Bernitt Bützow Dreetz (Mecklenburg) Jürgenshagen Klein Belitz Penzin Rühn Steinhagen (Mecklenburg) Tarnow (Mecklenburg) Warnow (bei Bützow) Zepelin Broderstorf Klein Kussewitz Blankenhagen Poppendorf (Mecklenburg) Roggentin (bei Rostock) Broderstorf Thulendorf Altkalen Behren-Lübchin Boddin Finkenthal Gnoien Lühburg Walkendorf Behren-Lübchin Glasewitz Groß Schwiesow Gülzow-Prüzen Gutow Klein Upahl Kuhs Lohmen (Mecklenburg) Lüssow (Mecklenburg) Mistorf Mühl Rosin Plaaz Reimershagen Sarmstorf Diekhof Dolgen am See Hohen Sprenz Laage Wardow Dobbin-Linstow Hoppenrade Krakow am See Kuchelmiß Lalendorf Lalendorf Alt Sührkow Dahmen Dalkendorf Groß Roge Groß Wokern Groß Wüstenfelde Hohen Demzin Jördenstorf Lelkendorf Prebberede Schorssow Schwasdorf Sukow-Levitzow Thürkow Warnkenhagen Alt Bukow Am Salzhaff Bastorf Bastorf Biendorf (Mecklenburg) Carinerland Kirch Mulsow Rerik Bentwisch Blankenhagen Gelbensande Mönchhagen Rövershagen Benitz Bröbberow Kassow Rukieten Schwaan Vorbeck Wiendorf (Mecklenburg) Cammin (bei Rostock) Gnewitz Grammow Nustrow Selpin Stubbendorf (bei Tessin) Tessin (bei Rostock) Thelkow Zarnewanz Elmenhorst/Lichtenhagen Kritzmow Lambrechtshagen Papendorf (Warnow) Pölchow Stäbelow Ziesendorf Bad Doberan Dummerstorf Graal-Müritz Güstrow Kröpelin Kühlungsborn Neubukow Sanitz Satow TeterowKarte
Über dieses Bild

Neubukow ist eine amtsfreie Kleinstadt im Nordwesten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Sitz des Amtes Neubukow-Salzhaff, dem sieben Gemeinden angehören, selbst aber nicht amtsangehörig. Der Ort bildet für seine Umgebung ein Grundzentrum.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt zwischen den Hansestädten Rostock und Wismar, etwa elf Kilometer von der Ostseeküste (Rerik) entfernt. Zu Neubukow gehören die Ortsteile Buschmühlen, Malpendorf, Panzow, Spriehusen und Steinbrink, diese wurden 1952 eingemeindet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt in Neubukow

Der ursprüngliche Name Bukow kommt aus dem altpolabischen bukov und buk und bedeutet Buche. Erst 1260 wurde der Ort als novum oppidum bukow (neue Stadt Bukow) bezeichnet und 1270 als Nova Buchowe. Der Zusatz novum fehlte später, als der Ort Bucoywe (1278) und Bucowe (1304) genannt wurde. 1395 wurde wieder Nyen Bukowe geschrieben was sich dann im laufe der Zeit zum Neubukow wandelte. Altbukow, ein Dorf westlich von Neubukow schrieb sich 1281 Bucoywe.[4]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Speicher im Ortsteil Spriehusen

Im 12. und 13. Jahrhundert bestand eine slawische Siedlung. Die Gründung der Stadt erfolgte in der Mitte des 13. Jahrhunderts bei der nahen Burg Bukow durch die deutschen Neusiedler. Sie lag an der Straße von Rostock nach Wismar. 1192 wurde die Pfarre (Alt) Bukow erwähnt und 1246 ein Heinricus de Bukowe.[5] 1260 wurde dann die Stadt als nouo opido Bukow erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt wurde, wie einige Städte, die in dieser Zeit in Mecklenburg gegründet wurden, mit einem nahezu rechtwinkligen, gitterförmigen Straßennetz, einem zentralen Markt mit Rathaus und einer Stadtbefestigung mit ursprünglich vier Stadttoren angelegt. Mit dem Bau der gotischen dreischiffigen Pfarrkirche als Hallenkirche wurde nach der Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen. Der Turm ist wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert.[6] Der älteste schriftliche Nachweis der Wassermühle stammte von 1304. Drei Angehörige der Familie von der Lühe auf Panzow gründeten 1326 in der Kirche eine Vikarei, die besagte, dass ein bestimmter Priester an einem bestimmten Altar, an einem festgelegten Tag eine Messe für das Seelenheil der Familienmitglieder zu lesen habe. Die Vikarei war mit Einkünften aus Lischow bewidmet.[7] Erster Pastor der Neuen Lehre nach der Reformation war Georg Freudenberg, er wurde 1549 berufen und blieb bis 1594 in der Gemeinde. 1594 wurde auch auf dem Landtag zu Sternberg die Erhebung des lutherischen Bekenntnisses zur Landeskirche beschlossen. Ein weiterer bekannter Pastor war Ernst Johann Adolf Schliemann, der Vater von Heinrich Schliemann, er wurde 1814 zum Pastor gewählt.[8]

1700 bis 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1709 gab es in der Stadt eine Apotheke. 1788 entstand das zweigeschossige, schlichte barocke Rathaus mit seinem Mansarddach und dem Mittelgiebel. Von Mai 1814 bis April 1823 war Ernst (Johann Adolf) Schliemann, der Vater von Heinrich Schliemann, Pastor in Neubukow. Am 22. Dezember 1883 erreichte der erste Zug Neubukow und am 6. Oktober 1890 wurde die Neubukower Rübenbahn eröffnet. Zu dieser Zeit hatte Neubukow knapp 2000 Einwohner. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Deutschlands erste Gipsbindenfabrik von A. Moratzky gegründet. In den 1950er Jahren wurde dann die Produktion eingestellt.

Anfang des 19. Jahrhunderts siedelten sich Juden im Ort an, die 1840 an der Wismarschen Straße einen Jüdischen Friedhof errichteten. In der Zeit des Nationalsozialismus 1934 wurde er geschändet, 1964 zu DDR-Zeiten wurde aus den Resten eine Gedenkstätte gestaltet, zu der 1983 eine Gedenktafel hinzukam.

Neuere Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht des Marktplatzes in Neubukow

Am 2. Mai 1945 zogen russische Soldaten in Neubukow ein und übernahmen den Ort, etliche Häuser und Wohnungen wurden geplündert.

Vor der Kapitulation am 8. Mai 1945 hatte der Ort um die 2.000 Einwohner. Danach zogen Heimatvertriebene und Flüchtlinge durch das Land und suchten Unterkunft. Die Einwohnerzahl stieg um etwa das Doppelte an. Nach der Bodenreform bekamen viele dieser Einwanderer Land zugewiesen und wurden sesshaft. Der Mangel an Wohnraum war ein Problem, jede verfügbare Kammer wurde genutzt. Das ursprüngliche Problem der Arbeitslosigkeit konnte zum Teil durch den Wiederaufbau der Werften in Wismar gelöst werden, hier arbeiteten 1947 schon etwa 2.000 Menschen auf der Mathias-Thesen-Werft.[9]

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Kriegsgefangene sowie zahlreiche Frauen und Männer aus von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit, u.a. bei der Deutschen Reichsbahn verrichten. 1942 wurde unweit des Schützenplatzes ein Barackenlager für diese Zwangsarbeiter gebaut.

Innenstadt und das Rathaus von 1788 wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buschmühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buschmühlen und Drüschow waren Güter, Drüschow wurde 1219, Buschmühlen 1305 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu beiden Gütern gehörten insgesamt 38 Bauern. In dem Güter-Adressbuch von 1921 werden die Güter als Lehen mit einer Größe von 434 ha genannt, von denen 370 ha Gärten und Äcker waren. Buschmühlen war als ritterschaftliches Gut das Hauptgut in der Gemeinde, es war Eigentum der Familie von der Lühe, der auch Rakow, Spriehusen, Teßmannsdorf, Drüschow, Steinbrink und Klein-Strömkendorf gehörte.[10]

Malpendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Ortsteil war früher ein Gut in südöstlicher Richtung von Neubukow. Früher waren für die Gegend Kopfweiden charakteristisch, 1891 wurden 968 Weiden gezählt, von denen auch heute teilweise noch morsche Reste erhalten sind. In Niekammers Adressbuch von 1921 ist Malpendorf als Dominalgut erwähnt, es hat eine Größe von 240 ha. 205 ha wurden als Gärten und Äcker genutzt, 15 ha als Weiden und 7 ha als Hofplätze, Wege und Umland. Zu dieser Zeit wurden im Gut 30 Pferde, 90 Rinder und 20 Schweine gehalten. Somit war es das kleinste der an Neubukow angrenzende Güter, von jeher war es als Teil des Domaniums eine Domäne im Eigentum des Landesherren. Zum ersten Mal erwähnt wurde Malpendorf 1219 in einer Urkunde, in der dem Frauenkloster St. Maria im Sonnenkamp Land, Mühlenertrag, und Fischerei zuerkannt wurde. Eine Mühle wurde 1304 urkundlich erwähnt. Malpendorf hieß 1219 Malbodendorf, was Ort des Malbodo bedeutete. Nach Eintragungen in alten Kirchenakten war das Gut früher ein Amtsbauhof, also eine Einrichtung des Amtes. 1850 hatte Malpendorf 70 Bewohner, von denen 21 Kinder waren, davon neun im schulfähigen Alter. 1945 wurde über die Schulverhältnisse berichtet: Malpendorf ist seit jeher in der Stadtschule eingeschult gewesen. Gesetzlich soll dahin gestrebt werden, Landkinder in Landschulen unterzubringen.[11] Zu DDR-Zeiten wurde der Hof Teil der Agrargenossenschaft Hellbach, von der ursprünglichen Anlage sind noch Reste zu sehen.[12]

Panzow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgwall am Wallberg
Der Panzower Bach

Panzow wurde 1295 urkundlich genannt, es ist nicht gesichert, ob der 1171, 1191 und 1211 erwähnte Ort Pancouiz in terra Ylowe mit dem heutigen Panzow identisch ist. 1295 wurde der Ort Pantzow genannt, der Name ist slawischer Herkunft, er bedeutet Ort des Pac. 1427 gehörte der Ort im Amt Bukow als Ritterschaft den Herren Herrmann und Hanneke von Lüthe. In Panzow lebten 1544 18 Bauern oder Kätner, eine Stelle wurde als wüst bezeichnet. Im 16. Jahrhundert umfasste das ritterliche Land noch die alten Hofhufen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen die Einwohner von Langendorf und ein Teil von Einhusen hinzu, beide Ortsteile fielen später wüst. Einhusen befand sich dort, wo sich heute der Flurname Afrika, ein mit Pappeln bepflanztes Gelände erhalten hat. Langendorf lag südlich des Kuhberges in den Langendorfer Koppeln. Um 1782 kam nach Angaben in Kirchenakten Panzow zum Konkurs und wurde danach als Domäne verpachtet. Der ehemalige Gutshof lag auf einem heute unter Denkmalschutz stehenden Burgwall, die Anlage war von einem Grabensystem umflossen, das vom kleinen Hellbach gespeist wurde. Der Hof war durch mehrere Brücken erschlossen, unter anderem auch eine Zugbrücke, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts, ebenso wie die gesamte Hofanlage, verfallen war. Das spätere Gutshaus stand auch an dieser Stelle, es wurde 1949 durch einen Brand zerstört und anschließend zu Wohnungen für Siedlerfamilien umgebaut. Der Charakter des Gutshofes blieb dabei nicht erhalten.[13]

Spriehusen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Spriehusen

Spriehusen wurde als Lehngut 1390 zum ersten Mal erwähnt und in der Überlieferung Spriehuser Feld genannt. In einer Kirchenakte von 1653 gibt es eine Bezeichnung als Hof, der allerdings hinter Buschmühlen, dem Hauptgut, kaum Bedeutung aufweist. 1774 gab die Familie von der Lühe den Hof der Familie von Osten. Gutsbesitzer waren dann die Familien Franz Stanislaus Julius, Reichsfreiherr von Seld († 1793) und Erben (ab 1784), von Kleist (ab 1800), von Voß (ab 1805), Crelinger (ab 1812), von Post (ab 1820), Heinrichsen (ab 1827) und Nölting (1835–1948).[14] Das nach 2000 sanierte Gutshaus stammt von 1852.

Entwicklung der Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für 1558 sind 46 Einwohner im Landbuch namentlich erfasst.
  • Die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts dürfte bei 200 bis 300 Personen gelegen haben. Hiervon waren 15 Bauern, 23 Kaufleute, Schmiede, Schneider, Schuster, Zimmerleute und Leineweber.
  • 1580 gab es 11 große Bauersleute, 3 kleine Bauersleute und ungevehr 33 gemeine Bürger und empzer.
  • Im Dreißigjährigen Krieg sank die Einwohnerzahl um etwa ein Drittel, nach einem Bericht des Bürgermeisters Christian Wüsthoff, waren Länder ganz abgebrannt, solchergestalt verwittert... und Bewohner gewesen und über 300 Bürger allhier gewohnet... Jetzo aber wird dieses Städtchen mit dem dritten Teil nicht bewohnet. Der Amtmann von Bibow bestätigte diese Angaben.
  • 1653 lebten 358 Menschen im Ort, davon waren 128 Kinder.
  • 1795 waren die Folgen des Dreißigjährigen Krieges überwunden, es gab 637 Einwohner.
  • 1812 existierten 800 Bewohner
  • Für 1821 sind 1241 Einwohner in den Akten verzeichnet. [15]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtvertreterwahl 2009
Wahlbeteiligung: 39,1 %[16]
 %
50
40
30
20
10
0
49,9 %
16,2 %
15,9 %
12,9 %
5,0 %
n. k.
BB
EB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
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  -2
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+0,3 %p
-6,2 %p
+12,9 %p
+2,7 %p
-9,0 %p
BB
EB
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Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind die 15 Sitze in der Stadtvertretung wie folgt verteilt:[17]

Rathaus
Partei / Liste Sitze
CDU 8
Die Linke 2
SPD 2
Bürgerbund 2
Einzelbewerber 1

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen
Wappen Neubukow.svg

Das Wappen wurde am 10. April 1858 von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin festgelegt und unter der Nr. 80 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber eine ausgerissene grüne Buche; zwischen den beiden Zweigen ein goldener Schild, darin ein hersehender, gold gekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern.“

Flagge

Die Flagge der Stadt ist quergestreift Grün-Silber (Weiß)-Grün (1:3:1), in der Mitte des silbernen (weißen) Streifens die Figuren des Stadtwappens, eine ausgerissene grüne Buche, zwischen den beiden Zweigen ein goldener (gelber) Schild mit dem gekrönten schwarzen, rot gezungten und silbern gehörnten mecklenburgischen Stierkopf, wobei die Höhe der Figuren 7:9 der Flaggenbreite, ihre Breite 2:5 der Flaggenlänge einnehmen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Städtepartnerschaft zwischen Neubukow und Steinfurt in Nordrhein-Westfalen besteht seit dem 24. Oktober 1990. 1991 wurde eine Städtepartnerschaft mit Reinfeld in Schleswig-Holstein geschlossen.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtkirche
Galerie-Holländer-Windmühle
  • Stadtkirche Neubukow: Romanisch/gotische, dreischiffige, zweijochige Hallenkirche aus Backstein aus dem 13. Jahrhundert, mit eingezogenem, rechteckigem Chor und 52 m hohen Westturm aus dem 15. Jahrhundert (früher Seezeichen). 1858 und 1950 erfolgten Renovierungen. Innen: Kanzel mit Schnitzwerk (Figuren der Evangelisten) von 1700.
  • Rathaus: Barocker Putzbau von 1788 mit Zwerchgiebel und Mansarddach
  • Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte: Ausstellung über den Lebensweg und das wissenschaftliche Wirken Heinrich Schliemanns. Der Bildhauer Rainer Kessel schuf 1990 anlässlich des 100. Todestages Schliemanns, eine Stele. Sie soll an die bedeutenden Ausgrabungen in Troja erinnern.[19]
  • Geburtshaus Heinrich Schliemanns in der Mühlenstraße
  • Galerie-Holländer-Windmühle: Nordwestlich der Stadt befindet sich eine 1910 errichtete Galerie-Holländer-Windmühle. Sie verfügt über ein funktionstüchtiges Flügelsystem mit Bilauschen Ventikanten zur Drehzahl- und Leistungsregelung der Windmühle. Nur noch wenige Mühlen in Deutschland verfügen über derartige Ventikanten an den Flügeln. Mit einer Flügelspannweite von 24 m ist die Mühle die höchste ihres Bautyps. Die Mehlproduktion wurde 1991 eingestellt.
  • Fischtreppe am Mühlenbach: Die neue Fischtreppe erlaubt Einblick in den Laichzug der Fische des Hellbachs, der durch Neubukow fließt.
  • Ehemaliger Jüdischer Friedhof an der Wismarschen Straße mit Gedenktafel von 1983 zur Erinnerung an Zerstörung und Wiederherstellung
  • OdF-Denkmal von 1950
  • Die Wassermühle wurde 1304 erstmals urkundlich erwähnt. Sie war früher als Amtsmühle verpachtet. Eine Turbine mit einer Leistung von 65 PS wurde 1905 eingebaut, eine weitere kam 1919 hinzu. Die vorher im Familienbesitz befindliche Mühle wurde 1960 verstaatlicht, sie erzeugte etwa 320.000 kWh, die Mühlenanlage ist vollkommen erhalten und funktioniert heute im Museumsbetrieb.[20]
  • Gutshaus Spriehusen: Neogotischer, sanierter, zehmachsiger Putzbau von 1852 (Umbau) mit Mittelrisalit und hohem Sockelgeschoss.

Wirtschaft, Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neubukow arbeitet eine Biogasanlage mit einer Leistung von 938 KW elektrisch. Im Gewerbegebiet Berghausen sind eine Vielzahl von Autohändlern und Handwerksbetrieben angesiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubukow liegt an der Bundesstraße 105 (gebaut von 1842 bis 1847) und an der Bahnstrecke Wismar–Rostock. Der Eisenbahnverkehr findet im Stundentakt statt.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wassermühle
  • Grundschule am Hellbach von 1992; es werden etwa 200 Schüler in 11 Klassen unterrichtet. Erwähnenswert ist die Diagnosförderklasse. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Bad Doberan.[21]
  • Regionale Schule Heinrich Schliemann von 1969 als polytechnische Oberschule; seit 1992 Heinrich-Schliemann-Gymnasium Neubukow und seit 2008 heißt sie Regionale Schule Heinrich Schliemann.[22]
  • Staatliches Schulamt Rostock für Belange der allgemeinbildenden Schulen.[23]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Neubukow von 1909; eine Motorspritze wurde 1928 angeschafft, 1935 übernahm die Feuerwehr die Aufgaben des Luftschutzes. Erste Löschfahrzeuge wurden 1938 angeschafft und neue Fahrzeuge 1948. Nach 1990 wurden hydraulische Rettungsgeräte, Funkmeldeempfänger und Chemikalienschutzanzüge beschafft.[24]
  • Neubukower Schützenverein 1858/1990
  • Heinrich Schliemann Club
  • Neubukower Carneval- Club 1986
  • Reitverein Neubukow
  • Turn- u. Sportgemeinschaft bietet die Sportarten Fußball, Gymnastik, Kegeln, Tisch-Tennis und Volleyball, der Schwerpunkt liegt beim Fußballsport.[25]
  • Perspektive für Kinder u. Jugend Neubukow: Kinder- & Jugendzentrum Heizhaus. Ziel ist es, durch vielfältige Freizeitangebote, Perspektiven aufzuzeigen und die verschiedensten Interessen der jungen Menschen zu berücksichtigen.[26]
  • Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner u. Hinterbliebenen (BRH) Ortsverband Neubukow
  • Lebenshilfe e.V. im Kreis Bad- Doberan Ortsverein Neubukow
  • Rassegeflügelzuchtverein Neubukow und Umgebung [27]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Heißel: Neubukow, Aus der Geschichte einer mecklenburgischen Landstadt. Rostock 1937.
  • Neubukow 1250–1950. (Festschrift).
  • Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000
  • Neubukow 750 Jahre. Neubukow, 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neubukow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2014 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Mittleres Mecklenburg/Rostock 2011 - Zentralorte und perspektivische Entwicklung, Planungsregion MMR, abgerufen am 12. Juli 2015
  3. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 65
  4. Ernst Eichler, Werner Mühlner: Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Ingo Koch Verlag, Rostock 2002, ISBN 3-935319-23-1.
  5. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 9
  6. Dehio: Mecklenburg. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1980, S. 242.
  7. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 35
  8. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 36
  9. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 16 bis 23
  10. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 69 bis 75
  11. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 77 bis 79
  12. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 96
  13. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 80 bis 86
  14. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 86 bis 89
  15. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seiten 12 und 13
  16. Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern am 25. Mai 2014. Gemeindevertretungen der kreisangehörigen Gemeinden. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin, 2015, abgerufen am 8. September 2015 (XLSX; 457 kB).
  17. Endgültiges Wahlergebnis der Stadtvertreterwahl am 25.05.2014 in Neubukow. Gemeindewahlbehörde Neubukow, 28. Mai 2014, abgerufen am 8. September 2015 (PDF; 471 kB).
  18. reinfeld.de oder steinfurt.de
  19. Gedenkstätte Schliemann
  20. Walter Haak: Neubukow, Zur Geschichte einer kleinen Mecklenburgischen Stadt. HrsG Stadt Neubukow 2000 Seite 95
  21. Grundschule
  22. Heinrich-Schliemann-Schule
  23. staatliches Schulamt
  24. Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Neubukow
  25. Seiten des TSG Neubukow
  26. Jugendzentrum
  27. Seiten des Rassegeflügelvereins