Banteln

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Banteln
Banteln
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Banteln hervorgehoben
52.0680555555569.755555555555692Koordinaten: 52° 4′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Samtgemeinde: Gronau (Leine)
Höhe: 92 m ü. NHN
Fläche: 7,51 km²
Einwohner: 1499 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31029
Vorwahl: 05182
Kfz-Kennzeichen: HI, ALF
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 006
Adresse der Verbandsverwaltung: Bäckergang 3
31038 Gronau (Leine)
Bürgermeister: Friedr.-Georg Block-Grupe (CDU)
Lage der Gemeinde Banteln im Landkreis Hildesheim
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Banteln ist eine Gemeinde im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Gronau (Leine) an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Gronau (Leine) hat. Am 1. November 2016 wird die Gemeinde in die vergrößerte Stadt Gronau (Leine) eingemeindet und der fusionierten Samtgemeinde Leinebergland angehören.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Banteln liegt im Leinebergland östlich vom Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln und wird von der Leine durchflossen. Es befindet sich südlich von Elze und südwestlich von Gronau. Der Höhenzug Külf, in dem der Aussichtsturm Cölleturm steht, erstreckt sich südlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Banteln kann sein Mindestalter durch eine Kaiserurkunde belegen. Am 18. April 997 schenkte Kaiser Otto III. dem Kloster Essen an der Ruhr den Königshof Brüggen mit den Ortschaften Banteln, Hemmendorf und Lehde. 1039 wurde der Königshof Brüggen, mit ihm Banteln, unter Kaiser Heinrich III. als "Tafelgut" an das Kloster Gandersheim weitergegeben. Um 1200 werden die Herren "von Bantelen" als Dienstmannen des Reichsstiftes Gandersheim genannt. Um 1367 traten die Herren von Dötzum an deren Stelle. 1409 folgte in der Lehnsherrschaft der Bischof von Hildesheim. 1582 starb die Familie mit Johann von Dötzum aus und Banteln ging an Johann von Bennigsen.

Im 30-jährigen Krieg verwüstete die Tilly´sche Hauptarmee auch Banteln. Bereits 1629 begann Johann Lewin von Bennigsen mit dem Wiederaufbau seiner Güter. Gegen Ende des 30-jährigen Krieges wird ein Schulhaus und ein Schulmeister in Banteln genannt. 1675 belehnte die Äbtissin von Gandersheim die Herren von Bennigsen mit dem Patronatsrecht über die Kirche. 1791 zerstörte eine Feuersbrunst einen großen Teil des Dorfes. Nach einer kurzen Episode als Teil des Königreichs Westfalen mit König Jérome, ein Bruder Napoleons, wurde Banteln 1813 kurhannoverisch und 1815 gehörte es zum Königreich Hannover. Bereits 1853 erhielt der Ort eine eigene Haltestelle an der neuen Eisenbahnstrecke Alfeld - Hannover. Ab 1866 gehörte das Dorf zur preußischen Provinz Hannover.

1969 schloss sich Banteln der sogenannten kleinen Samtgemeinde Gronau freiwillig an, und wurde 1974 Mitglied der heutigen Samtgemeinde Gronau (Leine). 1997 feierte Banteln sein 1000-jähriges Geburtstagsfest.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortsnamen sind 997 Bantanon, 1043 Banthenem, 1149 Banthenheim, 1178 Bantenum, 1205 Banthenem, 1304 Bantenem, 1321 Bantelen.

Vielleicht gehört der Name zum althochdeutschen "banz". Verwandt erscheinen spanisch "banda" für "Streifen an einem Fluss", niederrheinisch "bande, bende, beende" für "Wiese". Dieses Wort taucht ausschließlich in Ortsnamen auf. Diese Deutung ist allerdings sehr unsicher und es ist bislang keine überzeugende Deutung zu finden. [2]

Wappen[Bearbeiten]

Wappenschild schräglinksgeteilt von silber und blau; oben ein nach rechts gewandter, rotbewehrter und gezungter schwarzer Adlerkopf, unten ein schräglinks liegender silberner Armbrustschaft.

Banteln wird während des 10. und 11. Jahrhunderts mehrfach als Besitztum der Ludolfinger bezeugt. In Erinnerung dessen ist ein Adlerkopf in das obere Feld gesetzt. Mit diesem war in der linken Hälfte das Wappen des in Banteln einst ansässigen Geschlechts von Bennigsen vereinigt, aus dem der russische Marschall der Freiheitskriege hervorging. Der Armbrustschaft ist im Wappen derer von Bennigsen nachgewiesen und ergibt sich aus dem Wappen an der Mühle von Banteln.

Der Rat der Gemeinde Banteln hat durch Beschluss vom 28. März 1994 sowohl die Wappenbeschreibung von 1939 korrigiert als auch die Begründung neu gefasst.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Banteln setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Friedrich-Georg Block-Grupe wurde am 6. November 2011 gewählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Es besteht seit 1992 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Brécey/Normandie (Frankreich).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Georg
Bennigsen'sche Mühle

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Ehemaliges Bantelner Schloss mit Park
  • Feldberger Kapelle auf dem Friedhof
  • Ehemalige Mühle an der Leine (heute genutzt zur Stromerzeugung)
  • St. Georgs-Kirche
  • Naturbad (nach der Schließung der Badeanstalt an gleicher Stelle, errichtet aus dem Holz des Schweizer Pavillons von der Expo 2000 in Hannover).

Vereine und Verbände[Bearbeiten]

Der Musikzug nahm schon an der Steubenparade in New York teil,des Weiteren ein Männerturnverein, Feuerwehr, Reservistenkameradschaft, Verein für Ortsheimatpflege, und andere.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Banteln ist jährlich im August Austragungsort des größten Boßel-Turniers im südlichen Landkreis Hildesheim, bei dem ca. 70 Mannschaften teilnehmen. Veranstalter sind der MTV Banteln und die Freiwillige Feuerwehr Banteln.

Verkehr[Bearbeiten]

Banteln verfügt über einen Bahnhof. Am westlichen Ortsrand läuft die Bundesstraße 3 vorbei, in einiger Entfernung die Bundesstraße 1.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Banteln erreichte 1992 einen 1. Platz im Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden".

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Banteln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. Der "Ortsnamenforscher" auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph