Battambang (Provinz)

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បាត់ដំបង
Provinz Battambang
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Basisdaten
Staat Kambodscha
Hauptstadt BattambangVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 11.702 km²
Einwohner 1.036.523 (2008[1])
Dichte 89 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 KH-2
Battambang Provinz 01.jpg

Koordinaten: 13° 6′ N, 103° 12′ O

Battambang (Khmer: Bătdâmbâng បាត់ដំបង; IPA: [ɓatɗɑmɓɑŋ]) ist eine Provinz von Kambodscha mit gleichnamiger Provinzhauptstadt. Die Provinz liegt im Nordwesten des Landes und grenzt somit an Thailand.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz Battambang ist in 14 Bezirke, 96 Gemeinden und 741 Dörfer unterteilt:

Geocode Khmer Umschrift
0201 ស្រុកបាណន់ Banan
0202 ស្រុកថ្មគោល Thma Koul
0203 ក្រុងបាត់ដំបង Bat Dambang
0204 ស្រុកបវេល Bavel
0205 ស្រុកឯកភ្នំ Aek Phnum
0206 ស្រុកមោងឫស្សី Moung Ruessei
0207 ស្រុករតនមណ្ឌល Rotanak Mondol
0208 ស្រុកសង្កែ Sangkae
0209 ស្រុកសំឡូត Samlout
0210 ស្រុកសំពៅលូន Sampov Lun
0211 ស្រុកភ្នំព្រឹក Phnum Proek
0212 ស្រុកកំរៀង Kamrieng
0213 ស្រុកគាស់ក្រឡ Koas Krala
0214 ស្រុករុក្ខគិរី Rukhakiri

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region gehörte zu Zeiten des Reiches von Angkor zu den wohlhabenden Gebieten des Herrschaftsgebietes. Die Territorien auf den Gebiet der heutigen Provinz Battambang nannten sich damals Amogha Boreak und Bhima Boreak. Das Land war fruchtbar und produzierte viel Reis, Obst und Gemüse. Hinduistische und buddhistische Tempel zeugen noch heute von der Zugehörigkeit zum Khmerreich. In den Wirren während des Niederganges des Reiches von Angkor zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert fiel die Region an das Königreich von Ayutthaya. Im 18. und 19. Jahrhundert stand das Gebiet unter siamesischer Herrschaft. Im Ergebnis des Konfliktes zwischen der Dritten Französischen Republik und Siam ging das Land 1867 an Kambodscha. Ein weiterer Vertrag im Jahre 1907 regelte die Grenzen erneut und gab Kambodscha seine heutige Form. In den folgenden Jahren gab es eine Reihe administrativer Neuorganisationen. So wurde beispielsweise die Provinz Siem Reap gebildet. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde auch die Provinz Oddar Meanchey abgeteilt. 1986 folgte dann Banteay Meanchey. 1998 wurde Pailin, die letzte Hochburg der Khmer Rouge eigenständig.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich lebt die Region von ihrem starken landwirtschaftlichen Potential. 2006 wurden 536.830 Tonnen Reis produziert. Des Weiteren werden unter anderem Mais, Maniok, Süßkartoffeln, Bohnen und Chilli angebaut. Ein zweiter Wirtschaftsbereich ist die Fischerei, Es gibt 12 Fischereigebiete, die 2006 7000 Tonnen Fisch produzierten. Hauptfang in der Regenzeit ist der Schlangenkopffisch (Snakehead). Das Landwirtschaftsministerium ist um Nachhaltigkeit bemüht und versucht illegale Fischerei einzudämmen.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Provinz wurde 1993 das Samlaut Multiple Use Area eingerichtet - ein Naturschutzgebiet mit dem letzten Regenwald Westkambodschas. Hier leben auch noch wilde asiatische Elefanten. Seit 2006 kooperiert die Parkverwaltung mit den Sequoia und Kings Canyon National Parks in den Vereinigten Staaten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Provinz befinden sich die Hindutempel Wat Ek Phnom und Wat Banan.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Provinz Battambang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "General Population Census of Cambodia 2008 - Provisional population totals" (PDF). National Institute of Statistics, Ministry of Planning, 3. September 2008.