Teleportation

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Teleportation (von griechisch τῆλε tele „fern“ und lateinisch portare „tragen, bringen“) bezeichnet den theoretischen Transport eines Teilchens, eines Gegenstandes oder einer Person von einem Ort zu einem anderen ohne den Raum dazwischen zu durchqueren. Bei der Quantenteleportation werden seit 1997 Quantenzustände miteinander verschränkter Quantensysteme übertragen. Gelungen ist dies bei Photonen und bei verschränkten Atomen (Ionen). Diskutiert wird auch die Teleportation von Energie durch die Ausnutzung von Quantenfluktuationen verschränkter Vakuumzustände eines Quantenfelds und die Teilchenteleportation bei der Erklärung der Supraleitung (Elektronen) und der Suprafluidität.(Atome). Die Teleportation makroskopischer Objekte ist ein altes Thema in Mythen, Märchen und Legenden sowie in der Fantasy und Science-Fiction-Literatur.

2004 gab die United States Air Force (USAF) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.[1][2]

Begriffsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1855 beschreibt Sydney Whiting im phantastischen Roman Helionde eine Art Materietransport, der Protagonist träumt, er werde in Dampf aufgelöst und zu einer Sonne transportiert.

1878 The Hawaiian gazette (Honolulu [Oahu, Hawaii]) 1865–1918, October 23, 1878, Image 4 beschreibt den „Teleport“-Apparat: „Ein Hund kam auf die Metallscheibe und es wurde ein starker Strom angelegt. Nach einer Weile verschwand das Tier und wurde am anderen Ende gefunden an einem Knochen nagend, genau wie er es tat bevor er transportiert wurde.“

1931 Der Amerikaner Charles Hoy Fort verwendete in seiner Sammlung Lo! („Schau!“) den Begriff für die Poltergeist-Erscheinungen Apport und Asport, das unvermittelte Auftauchen und Verschwinden von Gegenständen.[3]

Auf Gedankenkraft beruhende Darstellungen sind die Romane Where Ever You May Be (1953) von James Gunn, Blind Voices (1966) von Tom Reamy, The Witches of Karres (1978) von James H. Schmitz und A Coming of Age (1984) von Timothy Zahn.

In der esoterischen, okkulten und der Fantasy-Literatur bezieht sich Teleportation auf paranormale Fähigkeiten ohne technische Hilfsmittel,[4] z. B. als Transportportale genutzten Kamine oder Portschlüssel, bzw. auch das Apparieren bei Harry-Potter.

Hypothetische Technik in der Science-Fiction[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Science-Fiction-Literatur ist die Teleportation eine Technik zur Materieübertragung (Matter Transmission).[5]

1877 erschien in der New York Sun von Edward Page Mitchellin die Kurzgeschichte The Man without a Body mit einer Technik, die Materie durch Dampf in Energie umwandelt und beim Empfänger wieder zurückverwandelt.[6]

1958 bearbeitet der Horrorfilm Die Fliege von Kurt Neumann eine Kurzgeschichte von George Langelaan.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Teleportation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. U. S. Air Force study on teleportation daviddarling.info; U.S. Air Force Takes a Look at Teleportation space.com, abgerufen am 2. Januar 2011
  2. Teleportation Physics Study pdf, fas.org; Abstract dtic.mil, abgerufen am 2. Januar 2012
  3. David J. Darling: Teleportation: The Impossible Leap. John Wiley and Sons, 2005, ISBN 0-471-47095-3, S. 6–7.
  4. Nevill Drury: The Dictionary of the Esoteric: 3000 Entries on the Mystical and Occult Traditions. Motilal Banarsidass Publ., 2003, ISBN 81-208-1989-6 S. 302.
  5. Brian M. Stableford: Historical Dictionary of Science Fiction Literature. Scarecrow Press, 2004, ISBN 0-8108-4938-0 S. 219.
  6. Mathias Schönhoff: 'Wenn's mal wieder länger dauert': Das Beamen, in Nina Rogotzki, Universität Kiel Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung von Populärkultur am Beispiel von Star Trek: Faszinierend!: Star Trek und die Wissenschaften. Ludwig-Verlag, 2003, ISBN 3-933598-25-7, S. 63.