Beesel

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Gemeinde Beesel
Flagge der Gemeinde Beesel
Flagge
Wappen der Gemeinde Beesel
Wappen
Provinz  Limburg
Bürgermeister Bob Vostermans (CDA)[1]
Sitz der Gemeinde Reuver
Fläche
 – Land
 – Wasser
29,15 km2
28,07 km2
1,08 km2
CBS-Code 0889
Einwohner 13.412 (1. Jan. 2022[2])
Bevölkerungsdichte 460 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 16′ N, 6° 2′ OKoordinaten: 51° 16′ N, 6° 2′ O
Bedeutender Verkehrsweg A73
Vorwahl 077
Postleitzahlen 5953–5954
Website Homepage von Beesel
LocatieBeesel.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Beesel ( anhören?/i) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Limburg und hatte am 1. Januar 2022 laut Angabe des CBS 13.412 Einwohner. Beesel liegt zwischen der Maas und der parallel zu ihr verlaufenden deutschen Grenze. Durch Eingemeindungen ist Beesel die letzte verbleibende Landgemeinde auf der rechten Maasseite zwischen Roermond im Süden und Venlo im Norden. Die deutschen Nachbargemeinden sind Brüggen und Nettetal.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Beesel (2.451 Einwohner, Stand 1. Jan. 2018), Offenbeek (4.812 Einwohner) und Reuver (6.179 Einwohner). Offenbeek und Reuver sind im Siedlungskern zusammengewachsen und bilden mit rund 11.000 Einwohnern die Kleinstadt Reuver, gelegen am limburgischen Rijksweg 73. Beesel ist ein agrarisch geprägtes Dorf am Maasufer abseits der Hauptstraße. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Reuver.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl am 16. März 2022[3]
Wahlbeteiligung: 47,21 %
 %
40
30
20
10
0
35,78
25,81
21,79
16,62
VLPb
SVBc
BLd
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+1,20
−7,39
+8,49
−2,29
VLPb
SVBc
BLd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Verantwoorde Lokale Politiek
c Samen Verder Beesel
d Beeselse Lijst

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[3]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022
CDA 4 4 4 5 4 3 2 3 4 5 5
Verantwoorde Lokale Politiekab 3 2 6 3 4 5 4 5 6 5 4
Samen Verder Beeselc 2 3
Beeselse Lijstd 3 2 2 2 2 2 2 2 3 3 3
PvdAc 2 4 2 3 3 2 3 2 2
VVD 1 1 1 2 2 2 3 3
Politieke Ouderen Beesel-Reuver 1 1
REAL 0
Werknemerslijstbe 1 1
Lijst Joostenbf 1 1
Lijst Steeghs-Gielen 0
Gesamt 15 15 15 15 15 15 15 15 15 15 15
Anmerkungen
a Bis einschließlich 1994 kandidierte Verantwoorde Lokale Politiek unter dem Namen Verantwoorde Gemeente Politiek.
b Zur Kommunalwahl 1990 schlossen sich die Werknemerslijst und die Lijst Joosten der Lokalpartei Verantwoorde Gemeente Politiek an.
c Samen Verder Beesel ist ein Zusammenschluss der lokalen PvdA-, D66- und GroenLinks-Fraktionen.
d Die Beeselse Lijst führte bis einschließlich 1986 den Namen Lijst Heldens.
e Im Jahr 1982 trug die Werknemerslijst den Namen Lijst Westheim.
f Die Lijst Joosten nahm an der Kommunalwahl im Jahr 1982 als Beeselse Lijst teil.

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Personen gehören zum Kollegium[4]:

Bürgermeisterin
Beigeordnete
  • Bram Jacobs (CDA)
  • Debbie Heesakkers (Verantwoorde Lokale Politiek)
  • Marcel Roelofs (Beeselse Lijst)
Gemeindesekretärin
  • Ellen Janssen

Beeseler Drachenstich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drachenskulptur des Beeseler Künstlers Rik van Rijswick

Im Spätmittelalter erfreute sich die Legende vom heiligen Sankt Georg, dem Drachentöter, großer Beliebtheit und wird daher in etlichen Kirchspielen als Symbolfigur in die Prozession aufgenommen. In Beesel existiert eine Legende, nach der einst ein Drache regelmäßig die Schafe der Beeseler fraß. Selbst die Armee des Königs konnte ihn nicht besiegen, sodass bald kein Vieh mehr vorhanden war. Nun opferten die Leute nach dem Losverfahren Menschen, um den Drachen zu befriedigen. Als das Los jedoch auf die Königstochter fiel, kam der heilige Sankt Georg (Sint Joris) und tötete den Drachen.[5]

Es ist nicht bekannt, wie alt die Legende ist und wann sie als ritualisierter Drachenstich (nl. Draaksteken) Eingang in die Kirchenfeste fand. Der früheste Beleg verweist auf das Jahr 1736. Seitdem findet das Festspiel regelmäßig statt. Das alte Beeseler Sankt Georgslied, das um 1699 entstanden sein soll, wird während der Aufführung gesungen.

Vor der französischen Besatzung (1795–1813) fand der Drachenstich jährlich und danach nur noch mit einem Zwischenraum von einigen – zumeist sieben – Jahren statt. 1853 führt das weithin bekannte Spektakel zur Aufnahme des Drachens ins Gemeindewappen. In der Folgezeit wird das Festspiel hin zu einem umfangreicheren Volksschauspiel umgestaltet und ausgeweitet. Es gibt jetzt fünf Darsteller mit Textrollen (u. a. Sankt Georg, die Prinzessin, der König), die Bezwingung des Drachens an der Maas, einen Siegeszug durch das Dorf und die Drachentötung auf dem Marktplatz.

Aus finanziellen Gründen wird 1967 beschlossen, den Drachenstich nur noch an einem Ort (bei der Burg Nieuwenbroeck) aufzuführen. Das Freilichtfestspiel ist seither ein fester Bestandteil der dreitägigen Drachenfeste.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Beesel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nieuwe burgemeester in Beesel. In: rijksoverheid.nl. Rijksoverheid, 12. Dezember 2019, abgerufen am 30. Januar 2020 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2022 (niederländisch).
  3. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022, abgerufen am 28. Mai 2022 (niederländisch)
  4. Leden van het college (Memento des Originals vom 26. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.beesel.nl Gemeente Beesel, abgerufen am 26. Juli 2018 (niederländisch)
  5. Frans G. J. Geerlings: Het draaksteken - van de Georgiuslegende tot het unieke openluchtspel te Beesel, Maasbree, De Lijster 1981, ISBN 90-6486-021-1.
  6. Draaksteken Besel: Kleine Chronik des Beeseler Drachenstichs auf draaksteken.nl, abgerufen am 29. Mai 2022.