Essigsäurebenzylester

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Strukturformel
Strukturformel von Essigsäurebenzylester
Allgemeines
Name Essigsäurebenzylester
Andere Namen

Benzylacetat

Summenformel C9H10O2
CAS-Nummer 140-11-4
PubChem 8455
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 150,18 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,06 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−51 °C[1]

Siedepunkt

214 °C[1]

Dampfdruck

0,19 mbar (25 °C)[1]

Löslichkeit
  • sehr schwer in Wasser (<1 g·l−1 bei 23 °C)[1]
  • löslich in Ethanol und Ether[2]
Brechungsindex

1,5232 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: 412
P: 273 [1]
Toxikologische Daten

2490 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Essigsäurebenzylester ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäurebenzylester kommt natürlich in vielen Früchten, Pilzen und vor allem Blumen und deren Ölen (zum Beispiel Jasminöl und Ylang-Ylang-Öl) vor.[4]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäurebenzylester kann durch Reaktion von Benzylalkohol mit Essigsäure und Natriumacetat oder Benzylchlorid mit Alkaliacetaten gewonnen werden.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäurebenzylester wird aufgrund seines blumigen Geruchs vor allem als Riechstoff und aber auch als Lösungsmittel (zum Beispiel für Zelluloseacetate und -nitrate, Öle, Lacke, Polituren und Tinten) verwendet und ist in Druckfarben, Lacken und Verlaufmitteln in Beschichtungsstoffen enthalten.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dämpfe von Essigsäurebenzylester können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 102 °C, Zündtemperatur 460 °C) bilden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Eintrag zu Benzylacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt Essigsäurebenzylester (PDF) bei Merck, abgerufen am 23. Februar 2010.
  3. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-42.
  4. International Agency for Research on Cancer (IARC): Benzyl Acetate.
  5. Eintrag zu Benzylacetat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juni 2014.

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]