Berg-Flockenblume

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Berg-Flockenblume
Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Berg-Flockenblume (Centaurea montana)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Berg-Flockenblume
Wissenschaftlicher Name
Centaurea montana
L.

Die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) ist eine Pflanzenart der Gattung Flockenblumen (Centaurea) in der Unterfamilie der Carduoideae aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Blütenkopf von oben

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimeter und hat meist einköpfige Stängel. Die lanzettlich bis ovalen Blätter sind meist ganzrandig und sitzend, am Stängel herablaufend. Die dunkelgrüne Blattoberseite abstehend kurzhaarig und etwas rau. Junge Laubblätter sind zusätzlich oft mit spärlicher spinnwebiger Behaarung versehen.

Die grünen Hüllblätter haben schwarze Anhängsel und sind beiderseits schwarzfransig. Die Innenblüten sind rot mit blauen, strahligen Randblüten.

Blütezeit ist von Mai bis August.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 44.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Berg-Flockenblume ist in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas zwischen einer Höhe von 500 und 2200 Metern anzutreffen. Sie findet sich sehr selten in Norddeutschland und Ostbayern, im übrigen Deutschland ist sie mäßig bis weit verbreitet. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Südfuß des Widdersteins im Kleinen Waalsertal bis zu 2100 m Meereshöhe auf.[2]

In Österreich häufig in der obermontanen bis subalpinen Höhenstufe in den Bundesländern, Ober-, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Als Standort werden Hochstaudenfluren, Fettwiesen und frische, lichte Wälder bevorzugt.

Systematik[Bearbeiten]

Die Berg-Flockenblume wird zusammen mit der Kornblume (Centaurea cyanus) und der Filz-Flockenblume (Centaurea triumfettii) neuerdings der Gattung Cyanus zugeordnet.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Berg-Flockenblume bestehen bzw bestanden, zum Teil auch nur regional, auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Bismachütz (St. Gallen bei Obertoggenburg), Trommaschligel (St. Gallen bei Toggenburg), Waldhühnlein und Waldkornblume.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • M. A. Fischer, W. Adler, K. Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1
  3. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 87. (online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Berg-Flockenblume – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien