Berthold Huber (Manager)

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Berthold Huber (2018)

Berthold Huber (* 9. Oktober 1963[1] in Heidelberg[2]) ist ein deutscher Manager. Er war von 2010 bis 2015 Vorstandsvorsitzender von DB Fernverkehr.[3] Seit 2015 ist er Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huber ist der Sohn des Rechtswissenschaftlers Ulrich Huber[4]. Er studierte Politikwissenschaften und arbeitete anschließend als Unternehmensberater für Ernst & Young. 1997 wechselte er zur Deutschen Bahn. Er leitete beim Personenverkehr zunächst die Organisationseinheiten Borddienste und Regio-Services. 2001 übernahm er das Personalressort von DB Regio Bayern.[3][5] Neben dem Personalressort war er auch für den Regionalverkehr Südbayern verantwortlich. Im Mai 2003 übernahm Huber den Vorsitz von DB Regio Bayern; parallel war er als Geschäftsführer des Regionalverkehrs Oberbayern tätig.[6] 2008 wurde er Vorstand für Personal bei der DB Netz AG.[3][5]

Am 12. November 2010 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden von DB Fernverkehr ernannt.[3] Zum 1. August 2015 wurde er zum Vorstand für Personenverkehr der Deutschen Bahn AG ernannt. Damit verantwortet er den Regional- und Fernverkehr, also den größten Teil der deutschen Eisenbahn.[7] Bis 26. August 2016 nahm er diese Funktion auch für die (mittlerweile aufgelöste) DB Mobility Logistics AG wahr. Hubers Nachfolgerin als Vorstand von DB Fernverkehr wurde Birgit Bohle.

Mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 22. März 2017 erhielt er einen neuen Fünf-Jahres-Vertrag.[8] Zum 1. Januar 2020 gibt er den Bereich Fahrzeuginstandhaltung an Sabina Jeschke ab.[9][10]

Huber unterschrieb in seiner Funktion als Konzernvorstand, nach Einschätzung des Rechtsausschusses der DB, pflichtwidrig einen Beratervertrag mit seinem Vorgänger Homburg, in dessen Rahmen 171.000 Euro ausgezahlt wurden.[11] Der Aufsichtsrat beschloss daraufhin Mitte Dezember 2019, dass Huber einen Teil seiner Tantiemen für das laufende Jahr abgeben müsse.[12]

Huber ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Sein Onkel ist der evangelische Theologe Wolfgang Huber. Sein Großvater war der Jurist Ernst Rudolf Huber, sein Vater Ulrich Huber lehrte als Rechtswissenschaftler an der Universität Bonn.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtsgericht Frankfurt am Main: Handelsregister Registernummer HRB 83173, Veränderungsmitteilung vom 7. August 2015.
  2. Deutsche Bahn: Unkonventionelle Lösungen finden. In: Handelsblatt, Nr. 13, 2011, S. 31
  3. a b c d Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Berthold Huber neuer Vorstandsvorsitzender. Presseinformation vom 12. November 2010.
  4. Claudia Keller und Ursula Ott: Einer klüger als der andere. Anstrengend! In: Chrismon. Nr. 7, 2020, S. 30 (evangelisch.de).
  5. a b Meldung: Huber ist neuer Fernverkehrschef. In: DB Welt, Ausgabe Dezember 2010, S. 1.
  6. Meldung Neuer DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/2003, ISSN 1421-2811, S. 291.
  7. Einer muss für das Desaster büßen. Manager Magazin, 20. September 2018.
  8. Dr. Richard Lutz neuer Vorstandsvorsitzender. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 22. März 2017, archiviert vom Original am 23. März 2017; abgerufen am 24. März 2017.
  9. Dieter Fockenbrock: Chefin von 7 500 Eisenbahnern. In: Handelsblatt. 25. November 2019, ISSN 0017-7296, S. 46 (handelsblatt.com).
  10. Jeschke übernimmt Bereich Fahrzeuginstandhaltung. In: Rail Business. Nr. 50, Dezember 2019, ISSN 1867-2728, ZDB-ID 2559332-8, S. 2.
  11. Dieter Fockenbrock, Martin Greive: Staatskonzern: Neues Gutachten legt dubiose Geschäfte der Deutschen Bahn mit Ex-Managern offen. Handelsblatt GmbH, 10. Oktober 2019, abgerufen am 23. Juli 2020.
  12. Gerald Traufetter: Totes Gleis. In: Der Spiegel. Nr. 52, 2019, S. 60–64 (online).
  13. Ursula Ott, Claudia Keller: Bahnvorstand Berthold Huber und der frühere EKD-Chef Wolfgang Huber im Interview. In: chrismon.de. Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik gGmbH, 24. Juni 2020, abgerufen am 23. Juli 2020.