Brüxgen

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Brüxgen
Gemeinde Gangelt
Koordinaten: 51° 1′ 24″ N, 6° 0′ 11″ O
Höhe: [1] 57 (55–60) m
Einwohner: 500 (31. Dez. 2015)
Postleitzahl: 52538
Vorwahl: 02454
Karte
Lage von Brüxgen in Gangelt
Ehemalige Schule in Brüxgen
Ehemalige Schule in Brüxgen
Wegekreuz in Brüxgen
Kindergarten in Brüxgen
Gehöft am Ortsrand
Feuchtwiesen
Wegekreuz in Brüxgen
Der Saeffeler Bach bei Brüxgen
Brüxgen auf der Neuaufnahme von 1912
Brüxgen auf der Urkatasterkarte von 1846
Brüxgen auf der Tranchotkarte 1803–1820

Brüxgen ist ein Ortsteil der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brüxgen liegt ca. 4 km nördlich von Gangelt an der Kreisstraße 17. In der Nähe des Ortes, am Saeffeler Bach, befindet sich das Naturschutzgebiet Höngener- und Saeffeler Bruch.[2]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Starkregen und bei Schneeschmelze fließt das Oberflächenwasser aus den Bereich Brüxgen in den Saeffelbach (GEWKZ 2818222)[3] und dann weiter über den Rodebach in die Maas. Der Saeffelbach hat eine Länge von 12,747 km bei einem Gesamteinzugsgebiet von 47,479 km².[4]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breberen Nachbarheid Braunsrath
Buscherheide Nachbargemeinden Langbroich
Hastenrath Schümm Vinteln

Siedlungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brüxgen ist ein locker bebautes Straßendorf im Tal des Saeffelbachs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1520 Broekelken
  • 1502 Brockßgen
  • 1820 Brügsgen
  • 1846 Brügschen
  • 1912 Brüxgen

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brüxgen gehörte früher zum Jülicher Amt Millen. Das Gericht und die katholische Pfarre waren in Gangelt angesiedelt. Aus Familiengeschichten ist bekannt, dass während des 18. und 19. Jahrhunderts in Brüxgen die Leinenweberei und die (Blau-)Färberei eine wichtige Rolle spielten. Über die ältere Ortsgeschichte ist nichts bekannt.

Brüxgen hatte 1828 insgesamt 209 Einwohner, 1852 waren es 242 Einwohner. Brüxgen bildete nach dem Zweiten Weltkrieg mit den Orten Breberen, Broichhoven, Buscherheide, Nachbarheid und Schümm die Gemeinde Breberen-Schümm. Bis dahin war Brüxgen Teil der Gemeinde "Schümmerquartier" (Schümm). Mit dem Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg vom 24. Juni 1969[5] wurde die Gemeinde Breberen-Schümm zum 1. Juli 1969 in die Gemeinde Gangelt eingegliedert. Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Gangelt.

Kirchengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarre St. Maternus Breberen umfasst heute die Orte Breberen, Broichhoven, Buscherheide, Nachbarheid und seit dem 19. Jahrhundert auch Brüxgen und Schümm. Die Bevölkerung im Pfarrgebiet besteht zum größten Teil aus Katholiken.

Die Pfarre wird urkundlich 1079 erwähnt. Die Herren von Millen waren die Grundherren. 1282 wurde die Grundherrschaft an die Herren von Heinsberg verkauft. Damit war auch das Patronat der Kirche verbunden. 1492 wurde die Kirche dem Heinsberger Gangolfusstift, -das auch den Zehnt besaß- inkorporiert. Nach der Zugehörigkeit zum Bistum Lüttich, dem Erzbistum Köln und heute dem Bistum Aachen gehört Breberen seit 1925 zum Dekanat Gangelt. Die heutige Kirche wurde um 1830 erbaut und am 18. Oktober 1944 im Zweiten Weltkrieg gesprengt. 1954 wurde die Kirche mit einer neuen Fassade und einem Westturm neu aufgebaut.

Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die ehemals eigenständige katholische Pfarrgemeinde St. Maternus Breberen in die Weggemeinschaft der kath. Pfarrgemeinden Gangelt eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß § 3 (1) c) der Hauptsatzung der Gemeinde Gangelt bilden die Orte Breberen, Broichhoven, Brüxgen, Buscherheide, Nachbarheid und Schümm einen Gemeindebezirk. Der wird durch einen Ortsvorsteher im Gemeinderat der Gemeinde Gangelt vertreten.[7] Ortsvorsteher des Gemeindebezirks ist Günther Dammers. Stand 2014

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 31. Dezember 2014 lebten in Brüxgen 496 Personen.

Schulwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Volksschule Brüxgen, 1925: 2 Klassen, 2 Stufen, 1 Lehrer, 1 Lehrerin, 84 Kinder
  • Volksschule Breberen-Schümm 1965: 5 Klassen, 5 Lehrerstellen, 178 Kinder

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Maternus in Breberen als Denkmal Nr. 29
  • Buntverglasung in der katholischen Pfarrkirche[8]
  • Windmühle Breberen als Denkmal Nr. 30
  • Haus Altenburg in Breberen als Denkmal Nr. 31
  • Wasserpumpe an der Römerstraße als Denkmal Nr. 33
  • Ehemaliges Schulgebäude in Brüxgen, als Denkmal Nr. 32
  • Wegekreuz am ehemaligen Schulgebäude in Brüxgen als Denkmal Nr. 34

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Gangelt, Löscheinheit Breberen zuständig auch für Brüxgen
  • Vereinte Schützen e.V. Breberen-Brüxgen e.V.
  • Trommler- und Pfeifercorps Breberen e.V.
  • Instrumentalverein St. Josef Breberen-Schümm e.V.
  • Sportverein 1920 SV Breberen e.V.
  • Reit- und Fahrverein Breberen e.V.
  • Breberener Karnevalsverein 84 e.V.
  • Frauengemeinschaft Breberen e.V.
  • Kirchenchor St. Cäcilia Breberen e.V.
  • Jugendgruppe Breberen
  • Sozialverband VdK - Ortsverband Breberen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vogelschuss der Bruderschaft
  • Patronatsfest und Kirmes in Breberen
  • St. Martin-Umzug in Brüxgen

Straßennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Damm, Hochstraße, Heidweg, Josefsstraße, Maternusstraße, Schützenstraße

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dritte Ausgabe 1994: Handbuch des Bistums Aachen, ISBN 3-87448-172-7, S. 679f.
  • Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg. S. 95
  • Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brüxgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/HS_011
  3. http://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lanuv.nrw.de
  5. https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?print=1&anw_nr=2&gld_nr=%202&ugl_nr=2020&val=4036&ver=0&sg=0&menu=1&aufgehoben=N&keyword=&bes_id=4036
  6. http://www.weggemeinschaft-gangelt.de
  7. http://www.gangelt.de/images/stories/PDF/Ortsrecht/1.1%20Hauptsatzung.pdf
  8. http://www.glasmalerei-ev.net/pages/b2624/b2624.shtml