Brendan Fraser

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Brendan Fraser (2009)

Brendan James Fraser (* 3. Dezember 1968 in Indianapolis, Indiana) ist ein US-amerikanisch-kanadischer Filmschauspieler.[1]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frasers Vater arbeitete in Kanada in der Tourismus- und Reisebranche. So kam Brendan als Kind viel herum. Mit seinen drei älteren Brüdern verbrachte er längere Zeit in den Niederlanden, der Schweiz, in Rom, in London und auch in verschiedenen Städten in den USA. Auch später verlor er seine Reiselust nicht und bereiste viele fernöstliche Länder.

Schon im Alter von zwölf Jahren trat Fraser in Londoner Theatern auf. Später, im Jahre 2001, spielte er erneut eine Theaterrolle in London in dem West-End-Hit Die Katze auf dem heißen Blechdach (Cat on a Hot Tin Roof) von Tennessee Williams.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte Schauspiel am Upper Canada College in Toronto und machte den Abschluss am Actor’s Conservatory Cornish College of the Arts in Seattle.

Ab dem Jahr 1991 nahm er erste Filmrollen an, zu Beginn nur in Komödien wie Airheads (1994). Er wurde bekannt durch die Verkörperung der Titelfigur in der Tarzan-Parodie George – Der aus dem Dschungel kam sowie durch die Rolle des Richard „Rick“ O’Connell, neben Rachel Weisz und John Hannah, in dem Abenteuerfilm Die Mumie (1999). 1997 bewies er an der Seite von Ian McKellen in dem Film Gods and Monsters, einer Film-Biografie über den Horrorfilm-Regisseur James Whale, auch ernste Rollen erfolgreich umsetzen zu können. 2002 spielte er neben Michael Caine in der Neuverfilmung des Graham-Greene-Romans The Quiet American die zweite Hauptrolle und wandte sich in der Folge vorwiegend ernsteren Filmstoffen zu.

In der Krankenhaus-Serie Scrubs – Die Anfänger trat er dreimal in der Nebenrolle des Ben Sullivan auf, des besten Freunds und (Ex-)Schwagers von Dr. Cox, wobei er als leukämiekranker Bruder von Jordan und Hobby-Fotograf, passend zu Frasers Liebe zur Fotografie, für Chaos sorgte.

In der Verfilmung des Cornelia-Funke-Romans Tintenherz war er als Mo Folchart im Kino zu sehen. Die Autorin der Romanvorlage hatte im Vorfeld des Öfteren verlauten lassen, Fan von Fraser zu sein und sich ihn bei einer filmischen Umsetzung ihrer Tintenwelt-Bücher in der männlichen Hauptrolle zu wünschen. Sie widmete Fraser den zweiten Band der Reihe, Tintenblut.

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Fraser in den frühen 2000ern, nach einer Reihe von Flops war es stiller um ihn geworden. Fraser sagte dazu, sich bewusst aus Hollywood zurückgezogen zu haben, nachdem er sexuell belästigt worden war. Außerdem sei sein Körper nach den zahlreichen selbst absolvierten Stunts in Actionfilmen zerschunden gewesen.[2][3]

Seitdem ist er häufiger in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen.

Deutscher Synchronsprecher von Fraser ist Torsten Münchow.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraser war ab September 1998 mit seiner langjährigen Freundin, der Schauspielkollegin Afton Smith, verheiratet und hat mit ihr drei Söhne. Im Dezember 2007 gab das Paar die Trennung bekannt.[4] Nach der Scheidung wurde Fraser zu verschiedenen Unterhaltszahlungen von monatlich insgesamt 75.000 US-Dollar über einen Zeitraum von 10 Jahren verpflichtet.[5] Anfang 2013 beantragte Fraser bei den Gerichten eine Kürzung seiner Unterhalts- und Kindergeldzahlungen und gab an, er sei nicht in der Lage, die jährliche Verpflichtung von 900.000 US-Dollar zu erfüllen[6]; Smith beschuldigte Fraser, ihr Vermögenswerte vorzuenthalten.[7]

Im Jahr 2018 gab Fraser an, im Sommer 2003 von Philip Berk, dem Präsidenten der Hollywood Foreign Press Association, sexuell genötigt worden zu sein. Die sexuelle Nötigung, seine Scheidung, der finanzielle Ruin und der Tod seiner Mutter führten Fraser eigenen Angaben zufolge in eine Depression.[8][9]

Wegen der Stunts, die Fraser in seinen Action-Rollen durchführte, unterzog sich Fraser über einen Zeitraum von sieben Jahren mehreren Operationen, darunter einem teilweisen Knieersatz, einer Laminektomie und einer Operation am Stimmband.[3]

Fraser besitzt sowohl die US-amerikanische als auch die kanadische Staatsbürgerschaft und spricht fließend Französisch.[10]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Brendan Fraser – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Brendan Fraser
  2. Brendan Fraser enthüllt die tragischen Gründe für seinen Absturz. In: Kino.de. Abgerufen am 29. November 2020 (dt).
  3. a b Julie Mazziotta: Brendan Fraser Says He Destroyed His Body Doing Movie Stunts: 'I Was Probably Trying too Hard' (en). In: PEOPLE.com, 22. Februar 2018. Abgerufen im 19. Oktober 2018. 
  4. Brendan Fraser and Wife to Divorce. The Insider. 27. Dezember 2007. Archiviert vom Original am 1. März 2008. Abgerufen am 27. Dezember 2007.
  5. FindLaw's Superior Court of Connecticut case and opinions. (en-US) In: Findlaw. Abgerufen am 5. August 2021.
  6. Brendan Fraser Broke, Can't Afford $900,000 Child Support Payment To Ex-Wife. In: The Huffington Post, 15. Februar 2013. 
  7. Brendan Fraser Tries To Reduce Child Support Payment. 15. Februar 2013, abgerufen am 11. August 2021 (englisch).
  8. Condé Nast: Brendan Fraser on His Comeback, Disappearance, and the Experience that Nearly Ended His Career. 22. Februar 2018, abgerufen am 11. August 2021 (amerikanisches Englisch).
  9. Jim Vojtech, Lesley Messer: Brendan Fraser says he has his own #MeToo story. In: ABC News. 22. Februar 2018. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  10. BBC – Films – Brendan Fraser. BBC. Abgerufen am 27. Februar 2008.