Christian Spuck

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Christian Spuck (* 28. September 1969 in Marburg) ist ein deutscher Choreograph und Regisseur.

Künstlerischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Spuck absolvierte die Ausbildung zum klassischen und modernen Tänzer an der John Cranko-Schule in Stuttgart. Nach seinem Abschluss im Jahr 1993 war er Tänzer bei der Needcompany (Brüssel) unter Jan Lauwers und beim Ensemble Rosas unter Anne Teresa De Keersmaeker. 1995 wurde er als Tänzer an das Stuttgarter Ballett engagiert.

Seine erste Choreographie präsentierte Christian Spuck 1996 in der Reihe „Junge Choreographen“ der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft. 1998 erhielt er den Auftrag, eine Uraufführung für das Stuttgarter Ballett zu choreographieren. Es folgten weitere Ballette für diese und bald auch für andere Ballettcompagnien, mit denen Christian Spuck rasch das Interesse von Publikum und Fachkritik auf sich zog. Sein 1999 uraufgeführtes Ballett dos amores machte ihn auf einer USA-Tournee des Stuttgarter Balletts im Jahr 2000 auch dem amerikanischen Publikum bekannt.

2001 wurde Christian Spuck zum Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts ernannt. 2003 schuf er für das Stuttgarter Ballett sein erstes abendfüllendes Handlungsballett Lulu. Eine Monstretragödie nach Frank Wedekind. Es folgten weitere abendfüllende Werke für das Stuttgarter Ballett (Der Sandmann nach E.T.A. Hoffmann), das Aalto Ballett Theater Essen (Die Kinder nach Edward Bond; Leonce und Lena nach Georg Büchner), das Königliche Ballett von Flandern (The Return of Ulysses) und das Theaterhaus Stuttgart (Don Q. mit Egon Madsen und Eric Gauthier).

Folgende Ballettensembles haben Werke von Christian Spuck im Repertoire, darunter überwiegend Ballette, die als Uraufführungen beim jeweiligen Ensemble gezeigt wurden: Stuttgarter Ballett, Staatsballett Berlin, Aalto Ballett Theater (Essen), Ballett des Staatstheaters Karlsruhe, Ballett des Staatstheaters Saarbrücken, Gauthier Dance (Theaterhaus Stuttgart), Königliches Ballett von Flandern (Antwerpen), Königlich Schwedisches Ballett (Königlich Schwedische Nationaloper, Stockholm), Israel Ballett (Tel Aviv), Aterballetto (Reggio Emilia, Italien), Finnisches Nationalballett (Helsinki), Ballett Riga (Lettland), American Ballet Theater (New York City), Hubbard Street Dance 2 (Chicago, USA).

Christian Spuck inszenierte 2005 die Oper Berenice (Komponist: Johannes Maria Staud) am Theater der Stadt Heidelberg und 2010 Verdis Falstaff am Staatstheater Wiesbaden. 2009 inszenierte Christian Spuck (Regie und Choreographie) die Oper Orphée et Euridice am Staatstheater Stuttgart. 2011 schuf Christian Spuck für das Ballett der Norwegischen Oper in Oslo eine abendfüllende Tanzproduktion nach Georg Büchners Woyzeck.

Mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 trat Christian Spuck die Nachfolge von Heinz Spoerli als Direktor des Zürcher Balletts am Opernhaus Zürich (Intendant: Andreas Homoki) an. Unter anderen waren am Opernhaus bisher folgende seiner Choreografien zu sehen: Romeo und Julia, Leonce und Lena, Woyzeck, Solitude, Sonett und Anna Karenina. Spuck arbeitet regelmäßig mit der britischen Bühnen- und Kostümbildnerin Emma Ryott zusammen. Im Sommer 2014 wurde sein ursprünglich bis zur Spielzeit 2016/2017 laufender Vertrag bis 2021/2022Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren verlängert.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 Duo/Towards the Night, Noverre-Gesellschaft
  • 1997 Songs from a Secret Garden, Noverre-Gesellschaft
  • 1998 Passacaglia, Stuttgarter Ballett
  • 1998 Amores I, Regional Arts Festival of Europe
  • 1999 Dos Amores, Stuttgarter Ballett
  • 1999 Morphing Games, Aterballetto
  • 1999 Le Grand Pas de deux, Stuttgarter Ballett
  • 2000 Das Siebte Blau, Stuttgarter Ballett
  • 2000 Endless Waltz, Aalto Ballett Theater Essen
  • 2000 Adagio für 6 Tänzer, New York City Ballet
  • 2001 Carlotta’s Portrait, Stuttgarter Ballett
  • 2001 Songs, Stuttgarter Ballett
  • 2001 Chaconne, Ballett des Staatstheaters Karlsruhe
  • 2002 Nocturne, Stuttgarter Ballett
  • 2002 Cupid and Death, Stuttgarter Ballett/Junge Oper Stuttgart
  • 2003 This-, Ballett der Staatsoper Berlin
  • 2003 Lulu. Eine Monstretragödie, Stuttgarter Ballett
  • 2004 Die Kinder, Aalto Ballett Theater Essen
  • 2004 Shifting Portraits, Ballett des Staatstheaters Saarbrücken
  • 2004 Cupid’s Garden, Stuttgarter Ballett
  • 2004 Pieces From a Lost Paradise, Stuttgarter Ballett
  • 2005 Penelope, Filmproduktion für ZDF und arte mit Márcia Haydée und Robert Tewsley
  • 2005 ..., la peau blanche,..., Stuttgarter Ballett
  • 2005 The Restless, Hubbard Street Dance 2
  • 2005 Berenice, Opernproduktion, Theater und Philharmonisches Orchester Heidelberg
  • 2006 Der Sandmann, Stuttgarter Ballett
  • 2006 The Return of Ulysses, Königliches Ballett von Flandern
  • 2007 Sleepers Chamber, Stuttgarter Ballett
  • 2007 Don Q., Theaterhaus Stuttgart
  • 2007 Le tableau perdu, Königlich Schwedisches Ballett
  • 2007 Leonce und Lena, Aalto Ballett Theater Essen
  • 2009 Orphée et Euridice, Stuttgarter Ballett und Staatsoper Stuttgart
  • 2010 Poppea//Poppea - Ein Tanzstück, Gauthier Dance Theaterhaus Stuttgart
  • 2012 Das Fräulein von S., Stuttgarter Ballett
  • 2012 Romeo und Julia, Ballett Zürich
  • 2013 Woyzeck, Ballett Zürich
  • 2014 Anna Karenina, Ballett Zürich

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Tanzpreis „Zukunft“ 2006
  • Leonce und Lena nominiert für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2008
  • Die Kinder nominiert für den „Prix Benois de la Danse“ 2005
  • Deutscher Theaterpreis „Der Faust“ 2011 für Poppea//Poppea

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erfolgreiches Team wird bleiben. tanznetz.de, 18. Juni 2014; abgerufen am 30. November 2015.