Christine Mielitz

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Christine Mielitz porträtiert von Oliver Mark, Berlin 2015

Christine Mielitz (* 23. November 1949 in Chemnitz) ist eine deutsche Intendantin und Regisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christine Mielitz wurde als Tochter eines Chemnitzer Konzertmeisters geboren und kam aufgrund dessen schon früh mit dem Musiktheater in Berührung. Nach dem Schulabschluss studierte sie von 1968 bis 1972 Opernregie bei Götz Friedrich und Hans-Jochen Irmer an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Ost-Berlin.

Im Verlauf ihres Studiums absolvierte Mielitz ein Praktikum bei Harry Kupfer an der Staatsoper Dresden, welches zunächst ab 1973 in eine Tätigkeit als Assistentin Kupfers mündete und wo sie ab 1980 als Regisseurin tätig wurde. Im gleichen Jahr hatte mit Giuseppe Verdis Nabucco in Wuppertal ihre erste eigene Inszenierung Premiere. Ab 1982 agierte sie an der Dresdner Staatsoper als Oberspielleiterin.

1989 folgte ein Engagement als Regisseurin an der Komischen Oper Berlin, wo sie ab 1992 ebenfalls die Oberspielleitung übernahm. Von 1998 bis 2002 war sie Intendantin des Meininger Theaters. In Meiningen konnte sie mit der erstmaligen Aufführung des Ringes an vier aufeinander folgenden Tagen, wie von Wagner stets gewünscht, einen großen internationalen Erfolg verbuchen: "Überzeugend gelang die psychologische Zeichnung der Charaktere und die genaue Durchdringung ihrer Beziehungen. Siegmund und Sieglinde bejahen sich auf allen Ebenen menschlicher Kommunikation denkbar glaubhaft […], Siegfrieds in der Tötung des Drachens gipfelnder Reifungsprozeß wird durch das Abstreifen seiner Kinderkleider […] und zuvor durch das Vernichten seines Kinderbettes als Nahrung für das Schmiedefeuer des Schwertes Nothung versinnbildlicht".[1]

Von 2002 bis 2010 war Mielitz Opernintendantin des Dortmunder Opernhauses. Seitdem arbeitet sie als Gastregisseurin vor allem an der Wiener Staatsoper und an der Dresdner Staatsoper.[2]

Inszenierungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Kammertöns, Art. Mielitz, Christine, in: Elisabeth Schmierer (Hrsg.): Lexikon der Oper, Band 2, Laaber, Laaber 2002, ISBN 978-3-89007-524-2, S. 184–185, hier S. 184.
  2. Christine Mielitz bei Operabase (Inszenierungen) (Memento vom 30. Januar 2013 im Webarchiv archive.today).