Christoph Kammertöns

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Christoph Kammertöns, Tagung Universität Mozarteum Salzburg
Christoph Kammertöns, Tagung „Über András Schiff und die Goldbergvariationen“, 22. November 2018, Universität Mozarteum Salzburg[1]

Christoph Kammertöns (* 1966 in Bochum) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Pädagoge.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Kammertöns studierte Instrumentalpädagogik (Klavier) an der Folkwang Hochschule Essen sowie Musikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Philosophie und Geschichte[2] ebendort, an der Universität Essen und an der FernUniversität in Hagen. Mit einer Dissertation über Henri Herz im Spiegel der französischen Musikkritik seiner Zeit wurde er 1999 zum Dr. phil. promoviert.

Sein musikwissenschaftliches Interesse richtet sich auf das Klavier und dessen Musik, den Distinktionscharakter des Klaviers als „Herrschaftsinstrument“[3] und generell auf instrumentelle und symbolische Funktionen bürgerlicher Musikkultur. Zudem beschäftigen ihn musikalisch-philosophische Fragestellungen u. a. zu Offenheit und Unabgeschlossenheit, Leiblichkeit und Performativität.[4] Kammertöns ist außerdem als Lehrer für Musik, Erziehungswissenschaft und Philosophie tätig.[5] Zuvor arbeitete er unter anderem als Dramaturg für Tanz[6] am Luzerner Theater[7] sowie als Ballettrepetitor[8].

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Wiecks „Clavier und Gesang“ und andere musikpädagogische Schriften. Kommentiert hrsg. mit Tomi Mäkelä. Von Bockel Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-932696-02-6.
  • Chronique Scandaleuse. Henri Herz – ein Enfant terrible in der französischen Musikkritik des 19. Jahrhunderts (= Folkwang-Texte.[9] Band 15). Die blaue Eule, Essen 2000, ISBN 3-89206-999-9 (323 S.; zugl. Dr.-phil.-Diss., Folkwang Hochschule Essen, 1999[10]).
  • Lexikon des Klaviers. Baugeschichte, Spielpraxis, Komponisten und ihre Werke, Interpreten. Hrsg. mit Siegfried Mauser, mit einem Geleitwort von Daniel Barenboim. Laaber-Verlag, Laaber 2006, ISBN 3-89007-543-6.
  • Das Klavier. Instrument und Musik (= Beck’sche Reihe. 2752; C.H.Beck Wissen). C.H.Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-63719-3.
  • Friedrich Wieck – Gesammelte Schriften über Musik und Musiker. Aufsätze und Aphorismen über Geschmack, Lebenswelt, Virtuosität, Musikerziehung und Stimmbildung, mit Kommentaren und mit einer historischen Einführung (= Interdisziplinäre Studien zur Musik. Band 10). Hrsg. mit Tomi Mäkelä und Lena Esther Ptasczynski. Peter Lang, Berlin 2019, ISBN 978-3-631-76747-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Kammertöns: András Schiff – ein autoritativer Pianist. In: Über András Schiff und die »Goldberg-Variationen«. Rombach Wissenschaft, 2020, ISBN 978-3-96821-012-4, S. 73–88, doi:10.5771/9783968210131-73 (nomos-elibrary.de [abgerufen am 1. Oktober 2020]).
  2. Christoph Kammertöns: Pseudohistorische Narrationsmuster bei Thomas Hobbes? Der »remarkable amount of history« im Leviathan zwischen Realgeschichte und legitimationsstiftender Mythisierung. 2020, doi:10.18445/20200328-113611-0 (Masterarbeit, Historisches Institut, fernuni-hagen.de [abgerufen am 1. Mai 2020]).
  3. Corinne Holtz: „Herrschaftsinstrument Klavier“, Gespräch mit Christoph Kammertöns. Schweizer Radio und Fernsehen SRF, 13. Dezember 2013, abgerufen am 15. Oktober 2020 (Schweizer Hochdeutsch).
  4. Christoph Kammertöns. Personen – Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. In: rsh-duesseldorf.de. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  5. Christoph Kammertöns | Autorenprofil und Werke | beck-shop.de. Abgerufen am 1. Oktober 2020.
  6. Interview mit Christoph Kammertöns: „Im Dienst der Kunst“ – dansesuisse.ch. Abgerufen am 30. September 2020.
  7. Luzerner Theater -> Menschen -> Team. 21. Juni 2006, abgerufen am 30. September 2020.
  8. Vgl. etwa Dozentenverzeichnis der Folkwang Hochschule Essen. 29. April 2002, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  9. Folkwang Texte. In: folkwang-uni.de. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  10. Doctoral Dissertations in Musicology. In: ams-net.org. American Musicological Society, abgerufen am 20. Februar 2019 (DDM index no. 6639).