Colton Sceviour

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KanadaKanada Colton Sceviour Eishockeyspieler
Colton Sceviour
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 20. April 1989
Geburtsort Red Deer, Alberta, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 88 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Schusshand Rechts
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2007, 4. Runde, 112. Position
Dallas Stars
Spielerkarriere
2005–2007 Portland Winterhawks
2007–2009 Lethbridge Hurricanes
2009–2014 Texas Stars
2011–2016 Dallas Stars
seit 2016 Florida Panthers

Colton Sceviour (* 20. April 1989 in Red Deer, Alberta) ist ein kanadischer Eishockeyspieler, der seit Juli 2016 bei den Florida Panthers in der National Hockey League unter Vertrag steht. Sein Vater Darin Sceviour war ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Colton Sceviour wurde in seiner Jugend von seinem Vater Darin trainiert und spielte später für die Red Deer Chiefs in seiner Heimatstadt.[1] 2004 wählten ihn die Portland Winterhawks an Position 10 im Bantam Draft der Western Hockey League (WHL) aus, für die der Center zum Ende der Saison 2004/05 erste Einsätze absolvierte. Nach einer relativ schwachen ersten kompletten Saison in Portland gelang ihm mit der Spielzeit 2006/07 der Durchbruch, so erzielte er in 49 Spielen 38 Scorerpunkte. Im anschließenden NHL Entry Draft 2007 wählten ihn die Dallas Stars an 112. Stelle aus.

Vorerst blieb Sceviour jedoch bei den Winterhawks, die sportlich eine sehr schwache Periode durchlebten und die Saison 2006/07 mit mehr als 20 Punkten Rückstand auf das zweitschlechteste Team beendeten. Insofern profitierte der Kanadier davon, dass er nach nur 17 Spielen der Spielzeit 2007/08 an die Lethbridge Hurricanes abgegeben wurde, die sich zu dieser Zeit deutlich im Aufschwung befanden.[2] Zudem kehrte er damit in die Stadt zurück, in der sein Vater bereits für die Broncos gespielt hatte. Der Center steigerte seine persönliche Statistik in der Folge deutlich bis auf 80 Scorerpunkte aus 69 Spielen in der Saison 2008/09.

Dallas Stars[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Beginn der Saison 2009/10 trat Sceviour in die Organisation der Dallas Stars ein, die ihn vorerst an die Texas Stars, ihr Farmteam aus der American Hockey League (AHL), abgaben. Dort etablierte sich der Kanadier auf Anhieb, absolvierte insgesamt 104 Spiele und stieß mit der Mannschaft bis ins Playoff-Finale um den Calder Cup vor, unterlag dort allerdings den Hershey Bears. In den folgenden drei Jahren entwickelte sich Sceviour zu einem zuverlässigen Offensivspieler der Texas Stars, der keine Saison mit einem Punkteschnitt von unter 0,5 pro Spiel beendete. Im Februar 2011 gab er zudem sein Debüt in der National Hockey League (NHL) für die Dallas Stars, dem ein einziger Einsatz in der Saison 2012/13 folgte.

Erst in der Saison 2013/14 erhielt Sceviour mit 25 Einsätzen deutlich mehr Eiszeit in der NHL, während er die Texas Stars in der AHL als Assistenzkapitän anführte und erstmals im Durchschnitt über einen Scorerpunkt pro Spiel erzielte (63 in 54). Mit diesen Leistungen wurde er sowohl zum AHL All-Star Classic 2014 eingeladen als auch ins AHL First All-Star Team gewählt. Mit Beginn der Saison 2014/15 etablierte sich der Center endgültig in der NHL und absolvierte 71 Saisonspiele für die Dallas Stars, in denen er 26 Scorerpunkte beisteuerte. Darüber hinaus verließ er die Texas Stars mit Ende der Saison 2013/14 als deren zu diesem Zeitpunkt bester Torschütze ihrer Historie (99 Treffer; gemeinsam mit Travis Morin).[3]

Florida Panthers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Saison 2015/16 erhielt Sceviour keinen neuen Vertrag in Dallas, sodass er sich im Juli 2016 als Free Agent den Florida Panthers anschloss. Bei den Panthers unterzeichnete der Angreifer einen Zweijahresvertrag.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2016/17

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga GP G A Pts +/- PIM GP G A Pts +/- PIM
2004/05 Portland Winterhawks WHL 6 1 0 1 +2 6 4 0 0 0 ±0 0
2005/06 Portland Winterhawks WHL 58 3 6 9 –19 25 12 0 1 1 –8 4
2006/07 Portland Winterhawks WHL 49 12 26 38 –17 38
2007/08 Portland Winterhawks WHL 17 2 8 10 –8 9
Lethbridge Hurricanes WHL 52 31 23 54 +28 36 19 3 10 13 +8 15
2008/09 Lethbridge Hurricanes WHL 69 29 51 80 +5 48 11 4 3 7 +5 12
2009/10 Texas Stars AHL 80 9 22 31 +11 19 24 1 7 8 +2 12
2010/11 Texas Stars AHL 77 16 25 41 +4 17 6 1 0 1 –3 0
2010/11 Dallas Stars NHL 1 0 0 0 –1 0
2011/12 Texas Stars AHL 75 21 32 53 –8 25
2012/13 Texas Stars AHL 62 21 31 52 +21 20 9 1 3 4 +1 4
2012/13 Dallas Stars NHL 1 0 1 1 –1 0
2013/14 Texas Stars AHL 54 32 31 63 +11 31
2013/14 Dallas Stars NHL 26 8 4 12 –3 4 6 1 2 3 +2 0
2014/15 Dallas Stars NHL 71 9 17 26 +1 13
2015/16 Dallas Stars NHL 71 11 12 23 +6 21 11 2 3 5 +1 0
2016/17 Florida Panthers NHL 80 9 15 24 –16 25
WHL gesamt 251 78 114 192 –9 162 46 7 14 21 +5 31
AHL gesamt 348 99 141 240 +39 112 39 3 10 13 ±0 16
NHL gesamt 250 37 49 86 –14 63 17 3 5 8 +3 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Coltons Sceviours Vater, Darin Sceviour, absolvierte ein NHL-Spiel für die Chicago Blackhawks und stand fünfmal für die kanadische Nationalmannschaft auf dem Eis. Er ließ seine Karriere in der 2. Eishockey-Bundesliga ausklingen, in der er für den Duisburger SV, den Neusser SC und den EHC Essen-West auflief.

Auch Colton Sceviours Bruder, Logan Sceviour, ist Eishockeyspieler, kam allerdings bisher nicht über das College-Niveau hinaus.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Colton Sceviour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Heika: How fathers helped Dallas Stars live their dreams. The Dallas Morning News, 25. Dezember 2013, abgerufen am 12. Mai 2015 (englisch).
  2. Guy Flaming: Colton Sceviour benefits from change of scenery. hockeysfuture.com, 7. Dezember 2007, abgerufen am 12. Mai 2015 (englisch).
  3. AHL Guide and Record Book 2014–2015. American Hockey League, Springfield, 2014, S. 147.