Crazy (Film)

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Film
Originaltitel Crazy
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Hans-Christian Schmid
Drehbuch Michael Gutmann
Produktion Jakob Claussen
Thomas Wöbke
Musik Christoph M. Kaiser
Kamera Sonja Rom
Schnitt Hansjörg Weißbrich
Besetzung

Crazy ist ein 2000 veröffentlichter deutscher Spielfilm, der auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman Crazy von Benjamin Lebert basiert. Mit etwa 1,5 Millionen Kinobesuchern gehörte Crazy zu den erfolgreichsten deutschen Filmen des Jahres 2000.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 16-jährige Benjamin, von allen Benni genannt, wird von seinen Eltern für die letzten vier Monate des Schuljahres auf das Internat Schloss Neuseelen geschickt. Für den halbseitig gelähmten Jungen ist es nicht der erste Schulwechsel, insbesondere wegen seiner schlechten Zensuren in Mathematik. Aufgrund der Behinderung war Benni auf seinen vorherigen Schulen stets Außenseiter, der keine Freunde fand und noch nie eine Freundin hatte.

Auf Schloss Neuseelen teilt er sich ein Zimmer mit Janosch, der sich mehr für Mädchen und Spaß als für die Schule interessiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freundet sich Benni mit Janosch und der Clique bestehend aus Felix, Kugli, Florian und Troy an und verbringt mit ihnen regelmäßig seine Freizeit, spielt Fußball, geht im See schwimmen und besucht sogar einen Stripclub. Seine schlechten Zensuren verbessern sich indes nicht, und trotz zusätzlicher privater Nachhilfe seines Lehrers hat er weiterhin Probleme in Mathematik. Währenddessen zerbricht die Ehe von Bennis Eltern, als sein Vater ein Verhältnis mit einer Praktikantin beginnt.

Im Laufe der Zeit verliebt Benni sich in seine Mitschülerin Malen, merkt jedoch, dass auch Janosch um sie buhlt. Malen wiederum hat aufgrund ihrer verschiedenen Charaktere Sympathien für beide Jungen. Auf einer Party in einem Zimmer des Internats wollen beide Malen für sich gewinnen. Nachdem es scheint, als hätte Janosch Erfolg bei Malen, kommt es zu einem Streit zwischen den beiden Jungen, wobei Janosch meint, Malen würde sich nur aus Mitleid aufgrund seiner Behinderung für ihn interessieren, aber nicht aus Liebe. Benni verlässt das Zimmer und trifft auf dem leeren Flur auf Malens Freundin Marie, die wiederum von ihrem Freund verlassen wurde. In einem der Badezimmer erlebt er mit Marie sein erstes Mal.

Am nächsten Morgen läuft Benni am Ufer des Sees entlang und trifft dabei auf Janosch. Benni entschuldigt sich für sein Verhalten auf der Party, und auch Janosch sieht sich als Schuldigen, wonach sich beide versöhnen.

Am Ende des Schuljahres findet ein Sommerfest statt, auf dem Benni und Janosch erfahren, dass Malen bereits in einer Beziehung mit einem Studenten ist. Zugleich wird bekannt, dass Benni Schloss Neuseelen verlässt, da er das Klassenziel wieder nicht erreichen konnte. Mit seinen Internatsfreunden sitzt er während der Abschlussfeier des Schuljahres in der Küche, als Malen, Marie und eine weitere Freundin zu ihnen kommen. Alle zusammen singen ihm das Lied „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der offiziellen Filmmusik gibt es eine Reihe weiterer Lieder, die auf dem Soundtrack des Films zu hören sind. Dies sind unter anderem:

sowie zwei Stücke der Band, an der einige der Figuren des Films beteiligt sind: Crazy und Wild Girls. Wild Girls wurde unter anderem von dem Hauptdarsteller Robert Stadlober und Joseph Bolz geschrieben. Crazy stammt ebenfalls von Joseph Bolz, der die Lieder im Film auch singt.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ursprünglichen Planung war vorgesehen, dass Lebert sich selbst spielen sollte. Nachdem er sich diese Rolle jedoch nicht zutraute, wurde die Rolle mit Robert Stadlober besetzt. Für einige der Darsteller stellte der Film den Beginn größerer Karrieren dar. So trat Karoline Herfurth in ihrem ersten Kinofilm in einer kleineren Rolle auf.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der Film hält sich eng an die literarische Vorlage und wiederholt ihre Schwächen wie Stärken: einerseits lebendiges Sittenbild mit vielen plastischen Momenten, die über das bloße Protokoll des Heranwachsens hinausreichen, andererseits nicht frei von Beliebigkeit und Leerlauf. Trotz dieser Ambivalenz entwirft der Film eine außergewöhnliche Perspektive auf den gegenwärtigen emotionalen Zustand von 14- bis 16-Jährigen.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmhitliste: Jahresliste (deutsch) 2000 (Memento des Originals vom 26. April 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ffa.de, Filmförderungsanstalt, abgerufen am 30. Oktober 2010
  2. Crazy. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 4. Juni 2021.
  3. Crazy bei der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)