Andreas Schmidt (Schauspieler)

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Andreas Schmidt, 2016

Andreas M. Schmidt (* 23. November 1963 in Finnentrop-Heggen; † 28. September 2017 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmidt wuchs im West-Berliner Ortsteil Märkisches Viertel auf. Als Jugendlicher war er Sänger der Rockband Lillies große Liebe. Er studierte zunächst Germanistik und Philosophie. Später belegte er diverse Schauspiel- und Regieseminare. Es folgten Bühnenengagements in Mannheim, Dortmund, Bonn und Berlin. Schmidt schrieb und inszenierte eigene Theaterstücke und spielte daneben zahlreiche kleinere Rollen in Filmen. Sein Kinodebüt hatte er 1987 in Peng! Du bist tot!. In drei Filmen des Regisseurs Eoin Moore erhielt er jeweils die Hauptrolle: plus minus null (1999) als Alex, Conamara (2000) als Axel und Pigs Will Fly (2002) als Laxe. Im Jahr 2003 wurde er für Pigs Will Fly für den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller nominiert.

Andreas Schmidt, 2012

Im November 2005[1] feierte Schmidts Regiearbeit Männerhort Premiere im Berliner Theater am Kurfürstendamm. Das Bühnenstück von Kristof Magnusson war in der Besetzung mit Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst, Michael Kessler und Jürgen Tonkel ein großer Erfolg.[2]

Schmidt spielte 2006 in Andreas Dresens Komödie Sommer vorm Balkon und wurde für den Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller nominiert. Im selben Jahr war er als Tagelöhner Rudi in dem deutschen Spielfilm Neandertal zu sehen. Er gehörte als Darsteller der Figur Zilinski zur Besetzung des KZ-Dramas Die Fälscher, das 2008 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. Für seinen Auftritt im Spielfilm Fleisch ist mein Gemüse erhielt er den Deutschen Filmpreis 2009 für die beste männliche Nebenrolle.[3]

Für den Fernsehfilm Ein guter Sommer wurde er 2012 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Sein Schaffen in Film und Fernsehen umfasst mehr als 140 Produktionen.

Schmidt lebte mit seiner Frau und seinem Sohn (* 2008) in Berlin, wo er im September 2017 nach längerer Krebserkrankung im Alter von 53 Jahren starb.[4][5] Er wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem (Grabstelle 007-332) beigesetzt.[6]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele und Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Schmidt als Hofmeister im Film Die zertanzten Schuhe, 2011
Andreas Schmidts Grab (ohne Grabstein) auf dem Waldfriedhof Dahlem

Hörspiele

Hörbücher

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Axel Schock: Die da unten. Vier Ehegatten am Verzweifeln: „Männerhort“. In: Berliner Zeitung, 24. November 2005, S. K01.
  2. Lampenfieber gehört dazu. In: Berliner Zeitung, 30. Oktober 2009, abgerufen am 7. Juni 2020.
  3. Die Preisträger Deutscher Filmpreis 2009 (Memento des Originals vom 3. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-filmakademie.de bei deutsche-filmakademie.de, abgerufen am 7. Juni 2020.
  4. Peter Zander: Zum Tod von Andreas Schmidt: Ein echtes Berliner Original. In: Berliner Morgenpost. 29. September 2017, abgerufen am 7. Juni 2020.
  5. Schauspieler Andreas Schmidt mit 53 Jahren gestorben. In: Focus Online. 29. September 2017, abgerufen am 7. Juni 2020.
  6. Das Grab von Andreas Schmidt. In: knerger.de. Klaus Nerger, abgerufen am 7. Juni 2020.