Cremo

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Cremo S.A.
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1927
Sitz Villars-sur-Glâne, Schweiz
Leitung

Paul-Albert Nobs
(CEO)
Alexis Gobet
(VR-Präsident)

Mitarbeiterzahl

649 (2011)[1]

Umsatz 546,8 Mio. CHF (2011)[1]
Branche Nahrungsmittel
Website www.cremo.ch

Die Cremo S.A. mit Sitz in Villars-sur-Glâne ist ein Schweizer Milchverarbeitungsunternehmen.

Es produziert und vermarktet unterschiedliche Milchprodukte, wie Butter, Molkereiprodukte (Milch, UHT-Rahm, Kaffeerahm in Portionen, Joghurts), harte und halbharte Käsesorten wie Le Gruyère AOC oder Vacherin Fribourgeois, aber auch Milchpulver und Proteinkonzentrate, welche in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie eingesetzt werden.

Das Unternehmen beschäftigt 604 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 473 Millionen Schweizer Franken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln der Cremo liegen in den 1917 auf Verordnung des Schweizer Bundesrates gegründeten landesweiten Butterzentralen. Die Butterzentrale in Freiburg wurde 1917 in Betrieb genommen und fand sich im Besitz des Milchverbands Waadt-Freiburg und des Milchverbands der Berggebiete. 1927 wurde diese von den beiden verantwortlichen Milchverbänden in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Cremo umgewandelt. Ihr Ziel war die Herstellung und Vermarktung sämtlicher Milchprodukte und Milch-Nebenprodukte, die im Einzugsgebiet der Verbände hergestellt wurden.

Bis Ende der 1960er Jahre stützte sich das Wachstum der Cremo vor allem auf die Erweiterung ihrer Produktepalette. Ab den 1970er Jahren erfolgten verschiedene Übernahmen, u. a. der Freiburger Zentralmolkerei (1972), der Aktivitäten der Butterzentralen von Vevey, Neuenburg und Lausanne (1973) sowie der Schokoladefabrik Chocolats et Cafés Villars SA, welche auf die Herstellung von Schokolade und auf das Rösten von Kaffee spezialisiert war, zehn Jahre später aber wieder verkauft wurde. 1987 beteiligte sich die Cremo an der Lacto Prospérité SA. 1991 ging Cremo mit den Laiteries Réunies de Genève (LRG) und mit der Intermilch in Bern Zusammenarbeitsverträge ein.

1998 unterzeichnete Cremo einen Zusammenarbeitsvertrag mit der Toni AG, welche 1997 die Intermilch integriert hatte. Im gleichen Jahr übernahm Cremo vom Werk Gossau SG der Toni-Gruppe, die Herstellung von Kaffeerahm in Portionen, nachdem einige Jahre zuvor bereits die von Dietikon übernommen wurde.

Ende 2002 unterzeichnete Cremo mit Unterstützung verschiedener Milchverbände und den entsprechenden Kantonen einen Übernahmevertrag für einen Teil der Aktivitäten der sich in Nachlassstundung befindenden Swiss Dairy Food. Dabei wurden die Produktionsstandorte Le Mont-sur-Lausanne (UHT-Abfüllung), Lucens (Käserei und Milchpulver) und Thun (Käserei und Milchpulver) in die Cremo integriert.

2014 wurden die Pläne für eine Bio-Molkerei bekannt, in Lyss einen Milchverarbeitungsbetrieb aufzubauen: Die Bio-Molkerei Seeland AG (BMS AG) wurde 2005 von der Cremo gegründet. Die Lysser Molkerei Wasserfallen und die Molkerei Zaugg AG mit Sitz in Biel wurden in der BMS AG zusammengelegt. Mit der Eröffnung der neuen Molkerei wird Wasserfallen die Produktion in Lyss einstellten.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen, Website der Cremo S.A. abgerufen 3. Januar 2013
  2. Lyss: Milch und Joghurt aus der Industriezone In: bernerzeitung.ch, 18. Dezember 2014, abgerufen am 8. Februar 2018.
  3. Cremo: Baustart für Bio-Molkerei In: schweizerbauer.ch, 8. Februar 2018, abgerufen am 2. April 2018.