Stadtbezirk 6 (Düsseldorf)

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Düsseldorf Stadtbezirk 6
Stadtwappen von Düsseldorf Lage des Stadtbezirks 6 innerhalb Düsseldorfs
Geographische Lage:

51° 16′ N, 6° 49′ OKoordinaten: 51° 16′ N, 6° 49′ O

Fläche: 19,49 km²
Einwohner: 59.018 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 3.028 Einwohner je km²
Bezirksvorsteher: Jürgen Buschhüter (CDU)
1. stv. Bezirksvorsteher: Schumacher (SPD)
2. stv. Bezirksvorsteher: Dietmar Schäfer (FDP)
Sitzverteilung in der Bezirksvertretung
19 Sitze:
CDU: 9
SPD: 5
Bü 90 / Grüne: 2
FDP: 2
Die Linke: 1
Website: www.duesseldorf.de/bv/06

Der Stadtbezirk 6 ist einer von zehn Stadtbezirken der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Er umfasst die nordöstlichen Stadtteile Lichtenbroich, Unterrath, Rath und Mörsenbroich. Die Form der Stadtbezirke zur Gliederung der Stadt Düsseldorf wurde 1975 eingeführt. Der Sitz der Bezirksverwaltung befindet sich auf der Münsterstraße in Rath.

Im Gegensatz zu anderen nordrhein-westfälischen Großstädten wie zum Beispiel Köln oder Duisburg verfügen die Stadtbezirke in Düsseldorf nicht über Eigennamen sondern werden lediglich mit einer Ziffer bezeichnet.

Beschreibung des Stadtbezirks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk 6 wird im Norden vom Düsseldorfer Flughafen sowie der Stadtgrenze zu Ratingen und im Osten vom Aaper Wald begrenzt. Nach Süden und Westen sind die Bezirksgrenzen nur an Straßenschildern erkennbar, da die Bebauung an die der benachbarten Stadtbezirke 1, 2, 5 und 7 anschließt.

Prägend für den Stadtbezirk war die Industrie, insbesondere das Mannesmannröhren-Werk in Rath, das heute unter dem Namen Vallourec firmiert. Mit der Verlagerung von Standorten und Produktionseinstellungen sind auf anderen alten Industriegeländen moderne Gewerbe- und Büroparks entstanden, nicht zuletzt aufgrund der Verkehrsanbindung an die A 44 und A 52 und der Nähe zum Flughafen.

Der Stadtbezirk 6 ist dicht besiedelt, wobei die Bebauungsstrukturen innerhalb der einzelnen Stadtteile sehr heterogen ausfallen. So befinden sich moderne Luxusvillen neben Siedlungsreihenhäusern der Nachkriegszeit, Genossenschaftswohnungen aus den 1920er Jahren oder Hochhäusern der 1970er Jahre. Entsprechend unterschiedlich fällt die Sozialstruktur des Bezirks aus. Näheres findet sich in den Artikeln zu den einzelnen Stadtteilen.

Geschichte des Stadtbezirks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Josef-Kirche

Das Gebiet des heutigen Stadtbezirks 6 liegt am Rande der rheinischen Hochterrasse, dem Übergang vom Niederrhein zum Bergischen Land. Hier steigt das Gelände rasch von 40 m ü. NN auf gut 100 m ü. NN an. Am Rande dieses Übergangs hatten sich sumpfige Flächen gebildet, der größte Teil des Gebietes war bewaldet. Die ältesten Spuren menschlicher Ansiedlungen, die bisher gefunden wurden, stammen aus der Jungsteinzeit. Ausgrabungen legen nahe, dass es in Rath bereits um 500 herum eine feste Siedlung gab.

1140 wurde der Aaper Wald erstmals urkundlich erwähnt. Aape (oder Aype) war die damalige Bezeichnung für einen wasserreichen Wald. Die ersten Siedler hier waren Rodebauern, die ihre Bau- und Ackerflächen mühsam dem dichten Wald abringen mussten. 1375 wird die Honschaft „Roede under dem Aype“ erwähnt, der Ursprung der späteren Siedlung Rath.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann die eigentliche Entwicklung des Gebietes, die in den folgenden Jahrzehnten umso stürmischer verlief. 1872 wurde die Ruhrtalbahn eröffnet, 1891 erhielt Rath einen Bahnhof, 1897 siedelte sich Mannesmann in Rath an. 1909 wurden die vier Stadtteile, die heute den Stadtbezirk 6 bilden, auf eigenen Wunsch nach Düsseldorf eingemeindet.

Ergebnisse der Kommunalwahlen 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirksvertreterwahl 2009
Wahlbeteiligung: 43,24 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,11 %
25,64 %
10,75 %
8,77 %
5,21 %
2,34 %
1,46 %
0,71 %

Bei der letzten Kommunalwahl 2009 wählte die sich an der Wahl beteiligende Bevölkerung des Stadtbezirks zu 45,1 % CDU (9 Sitze), zu 25,6 % SPD (5 Sitze), zu 10,7 % Grüne (2 Sitze), zu 8,8 % FDP (2 Sitze), zu 5,2 % LINKE (1 Sitz) und 4,5 % entfielen auf die übrigen Parteien.