Deutschland, deine Künstler

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Seriendaten
OriginaltitelDeutschland, deine Künstler
ProduktionslandDeutschland
Jahr(e)seit 2008
Länge45 Minuten
Episoden40
Ausstrahlungs-
turnus
mittwochs und donnerstags
GenreDokumentation
Erstausstrahlung2. Juli 2008 auf Das Erste

Deutschland, deine Künstler ist eine Dokumentationsreihe von Das Erste. Darin werden deutsche Künstler aus den Bereichen Musik, Literatur, Theater, Film und Bildende Kunst porträtiert. Die erste Episode über Armin Mueller-Stahl wurde am 2. Juli 2008 ausgestrahlt. Bisher wurden fünf Staffeln produziert.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland, deine Künstler stellt ein gemeinsames Projekt der Kulturredaktionen aller ARD-Sender dar. Die Idee zur Reihe ging dabei vom Südwestrundfunk aus. Bernhard Nellessen, Fernsehdirektor des SWR, erklärte, dass die Reihe die Biografie der Künstler sowie den Prozess der Entstehung von Kunstprojekten darstellen wolle. Bei der Auswahl der porträtierten Künstler seien Personen bedacht worden, die sich durch „ihre künstlerische Qualität, ihre Unverwechselbarkeit und de[n] Facettenreichtum ihres kreativen Schaffens sowie ihr[en] besondere[n] künstlerische[n] Lebenslauf“ auszeichnen. Der ARD-Chefredakteur Thomas Baumann äußerte, dass sich die Dokumentationen nicht nur an Kunstkenner richten, sondern auch Personen, die sich weniger mit Kunst beschäftigen, Kunst und Kultur näher bringen sollen.[1]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffel Episode Künstler Film von Erstausstrahlung
1 1 Armin Mueller-Stahl Inga Wolfram 2. Juli 2008
2 Herbert Grönemeyer Ulrich Stein 3. Juli 2008
3 Cornelia Funke Andreas Ammer 9. Juli 2008
4 Thomas Quasthoff Reinhold Jaretzky 10. Juli 2008
5 Reinhard Mey Dagmar Wittmers 16. Juli 2008
6 Jonathan Meese Julia Benkert 17. Juli 2008
2 7 Loriot Claudia Müller 1. Juli 2009
8 Anne-Sophie Mutter Angelika Kellhammer 2. Juli 2009
9 Iris Berben Andreas Lueg 8. Juli 2009
10 Christoph Schlingensief Sibylle Dahrendorf 9. Juli 2009
11 Kurt Masur Reinhold Jaretzky 15. Juli 2009
12 Campino Cordula Kablitz-Post 16. Juli 2009
3 13 Peter Maffay Vanessa Nöcker 14. Juli 2010
14 Doris Dörrie Alice Agneskirchner 14. Juli 2010
15 Ulrich Tukur Stefanie Appel 21. Juli 2010
16 Katharina Thalbach Lutz Pehnert 21. Juli 2010
17 Helge Schneider Sabine Carbon 28. Juli 2010
4 18 Senta Berger Michael Wulffes 27. Juli 2011
19 Günter Grass Dagmar Wittmers 3. August 2011
20 David Garrett Silvia Palmigiano 17. August 2011
21 Jan Josef Liefers Kathrin Pitterling 24. August 2011
5 22 Hannelore Elsner Inga Wolfram 18. Juli 2012
23 Matthias Brandt Inga Wolfram 25. Juli 2012
24 Till Brönner Michael Wulfes 1. August 2012
25 Christian Thielemann Mathias Siebert 15. August 2012
26 Markus Lüpertz Cordula Kablitz-Post 22. August 2012
6 27 Herta Müller Angelika Kellhammer 6. Oktober 2013
28 Klaus Maria Brandauer Johanna Schickentanz 13. Oktober 2013
29 Xavier Naidoo Harold Woetzel 20. Oktober 2013
30 Wolfgang Joop Cordula Kablitz-Post 3. November 2013
7 31 Karl Lagerfeld Gero von Boehm 2. November 2014
32 Axel Milberg Tom Ockers 9. November 2014
33 Nina Hagen Cordula Kablitz-Post 16. November 2014
34 Der Graf Lothar Schröder 30. November 2014
8 35 Dieter Hallervorden Hilka Sinning 25. Oktober 2015
36 Moritz Bleibtreu Ulrike Bremer 8. November 2015
37 Annette Dasch Mathias Siebert 15. November 2015
38 Peter Lindbergh Gero von Boehm 29. November 2015
9 39 Herbert Grönemeyer Ulrich Stein 10. April 2016
40 Klaus Doldinger Anje Harries 8. Mai 2016

Zuschauerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Staffel der Reihe wurde von durchschnittlich 1,08 Millionen Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von 8,4 % entsprach. Das Porträt über Herbert Grönemeyer erzielte mit 1,67 Millionen Zuschauern und 11,4 % Marktanteil die beste Quote der Reihe.[2] In der zweiten Staffel wurde die Ausgabe zu Christoph Schlingensief von 750.000 Zuschauern gesehen. Der Marktanteil belief sich dabei auf unterdurchschnittliche 4,8 %. In der werberelevanten Zielgruppe wurde ein Marktanteil von 2,3 % gemessen.[3]

Die dritte Staffel im Jahr 2010 startete schwach. 2,00 Millionen Zuschauer verfolgten das Porträt über Peter Maffay. Dies entspricht einem Marktanteil von 8,4 %. In der Zielgruppe wurden 0,49 Millionen Zuschauer und 4,9 % Marktanteil gemessen. Die im Anschluss ausgestrahlte Episode über Doris Dörrie wurde von 0,72 Millionen gesehen, was zu einem Marktanteil von unterdurchschnittlichen 5,5 % führte. Unter den 14- bis 49-jährigen sahen 0,19 Millionen Zuschauer (3,1 %) zu.[4]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Bericht des Magazins Stern wurde die Episode über das Leben der Autorin Cornelia Funke als „sehr intimes Porträt“ gelobt. Der Redakteur David Denk bemerkte, dass der Zuschauer vom „Vertrauensverhältnis“ zwischen der Autorin und dem Leiter des Films Andreas Ammer profitiere. So könne der Zuschauer mehr über Funke erfahren, als dies normalerweise in Fernsehdokumentationen der Fall sei.[5]

Armin Mueller-Stahl erklärte in einem Interview, dass er das Porträt ursprünglich nicht drehen wollte, da es bereits ein gutes über seine Person gebe, das von Gero von Boehm gedreht worden war. Kritik fand Mueller-Stahl vor allem an dem von der ARD festgelegten Sendeplatz: „Ob ein Sendetermin um halb zwölf in der Nacht nun eine Würdigung ist? Schön finde ich das nicht. Wenn man das schon mit sich machen lässt, sollte es auch einen entsprechenden Platz erhalten.[6]

Die Welt veröffentlichte einen Artikel, in dem gelobt wurde, dass in „den besten Momenten aller Porträts […] die Leidenschaft zu spüren [sei], die jede Entwicklung der zahlreichen Talente“ antreibe. Dies werde etwa in den Porträts über Herbert Grönemeyer und Jonathan Meese deutlich. Meese lasse große Nähe zu, sodass der Zuschauer einen Eindruck vom „Grenzgang zwischen Albernheit, Groteske und immenser Schaffenskraft“ erhalte.[7]

Zur dritten Staffel der Reihe schrieb Wilfried Geldner für den Weser Kurier, dass bei der Auswahl der Künstler die Popularität im Vordergrund stehe und die „Kunstszene“ („Maler, Bildhauer, Konzeptkünstler“) außen vor blieben. Wenn sich der Zuschauer jedoch „vom überkandidelten Titel erst mal frei gemacht“ habe, könne er die Porträts durchaus genießen.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DasErste.de: Hintergrund@1@2Vorlage:Toter Link/www.daserste.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Quotenmeter.de: ARD: Einheitlicher Platz für Künstler-Porträts
  3. Quotenmeter.de: Bio & Co.: Verkorkster Abend für Das Erste
  4. Quotenmeter.de: Niemand will Deutschlands Künstler sehen
  5. Stern: „Mäuschen spielen“ bei der Tintenherz-Funke
  6. FAZ: Für das Fernsehen lebe ich jedenfalls nicht
  7. Welt.de: Die ARD entdeckt Deutschlands Künstler
  8. Weser-Kurier: Die Porträtreihe „Deutschland, deine Künstler“ im Ersten