Annette Dasch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Annette Dasch, 2008.

Annette Dasch (* 24. März 1976 in Berlin) ist eine deutsche Opern-, Konzert- und Liedersängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annette Dasch kommt aus einer musikalischen Familie. Ihre Mutter Renate Dasch ist Gesangspädagogin und Sängerin, auch ihre drei Geschwister (Katrin, Johannes, Peter) sind Musiker. Annette sang bereits als Kind in Vokalensembles, verließ nach dem Abitur 1995 am Arndt-Gymnasium Dahlem ihre Heimatstadt Berlin. Zunächst wollte sie Klarinettistin werden, gab dieses Vorhaben dann jedoch für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in München bei Josef Loibl auf. 1998/99 besuchte sie zusätzlich die Klasse für musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und Meisterklassen bei Philip Schulze, Wolfram Rieger und Helmut Deutsch.

Ihre internationale Karriere begann im Jahr 2000 mit dem Sieg in drei wichtigen Gesangswettbewerben: dem Maria-Callas-Wettbewerb in Barcelona, dem Robert-Schumann-Liedwettbewerb in Zwickau (1. Preis und Goldmedaille im Fach Gesang, Damen) und dem Concours de Genève in Genf.

Es folgten Engagements beim MDR-Sinfonie-Orchester und der Akademie für Alte Musik Berlin, des Weiteren an Opernhäusern im In- und Ausland, u. a. Montpellier, Bonn, Antwerpen, Dresden, Berlin, Tokio, Stockholm, Brüssel, München, Paris und Mailand. Zu ihren gegenwärtig wichtigsten Partien zählen die Pamina (Die Zauberflöte), die Fiordiligi (Così fan tutte), die Liù (Turandot), die Antonia (Hoffmanns Erzählungen), die Gretel (Hänsel und Gretel), die Freia (Das Rheingold), die Gänsemagd (Königskinder), die Donna Elvira (Don Giovanni), die Elektra (Idomeneo), die Poppea (Die Krönung der Poppea). An der New Yorker Metropolitan Opera debütierte sie 2009 als Gräfin in Le nozze di Figaro.

Von 2006 bis 2009 war Annette Dasch Künstlerin in der Reihe „Junge Wilde“ des Konzerthaus Dortmund. Bei den Salzburger Festspielen sang sie 2006 in Mozarts Oper Il re pastore, 2007 in Armida von Joseph Haydn und 2008 Donna Anna in Mozarts Don Giovanni. Anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Cuvilliés-Theaters in München am 14. Juni 2008 sang sie an der Seite von Juliane Banse, John Mark Ainsley, Rainer Trost und Pavol Breslik die Elettra in der Idomeneo-Neuinszenierung von Dieter Dorn. Bei den Bayreuther Festspielen debütierte sie am 25. Juli 2010 als Elsa in Wagners Lohengrin in der Inszenierung von Hans Neuenfels, dirigiert von Andris Nelsons.

Annette Dasch ist auch als Lied-, Oratorien- und Konzertsängerin tätig.

Bisher arbeitete die Sopranistin mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Sir Simon Rattle, Marek Janowski, Seiji Ozawa, Nikolaus Harnoncourt oder Fabio Luisi zusammen. Sie ist als Exklusivkünstlerin bei Sony BMG unter Vertrag.

Seit 2008 moderiert sie ihre eigene Musik-Talkshow Annettes DaschSalon, die im ZDFtheaterkanal (jetzt ZDFkultur) sowie seit 2009 auf 3sat ausgestrahlt wird. Am 19. März 2010 war sie Gastmoderatorin bei 3 nach 9, der Talkshow von Radio Bremen.

Persönliches

Annette Dasch kommt aus der Pfadfinderbewegung und sang gerne deren romantische Lieder. Im Juli 2011 heiratete sie den österreichischen Bariton Daniel Schmutzhard. Das Ehepaar hat zwei Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Les nouveaux musiciens. Deutsche Barocklieder. Mit Mitgliedern der Akademie für Alte Musik Berlin, harmonia mundi HMN 911835, Juli 2004.
  • Armida: Gluck - Händel - Jomelli - Haydn. Sony BMG 88697100592, Juli 2007.
  • Mozart Arien. Sony BMG, Oktober 2008.
  • Elias.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]