Karl Lagerfeld

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Karl Lagerfeld, 2014

Karl Otto Lagerfeld (* 10. September 1933 in Hamburg) ist ein in Paris lebender deutscher Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner. Er begann seine Laufbahn in der französischen Modewelt Mitte der 1950er Jahre in Paris, wo er bei Balmain, Patou, Chloé und anderen Modefirmen beschäftigt war. Seit 1965 ist er als Damenmode-Designer bei Fendi in Rom unter Vertrag.[1] Mode unter seinem eigenen Namen kreiert Lagerfeld für Damen und Herren mit Unterbrechungen seit 1974.[2][3][4] Seit 1983 fungiert er als Kreativdirektor bei dem französischen Modehaus Chanel, dessen Revival in den 1980er Jahren und anschließender Aufstieg zu einem internationalen Milliardenkonzern zu großen Teilen Lagerfeld zugeschrieben wird.

Darüber hinaus ist er bekannt für zahlreiche Kooperationsprojekte in den Bereichen Mode, Werbung, Design, Fotografie und Kunst. Lagerfeld wird aufgrund seiner bereits über 60 Jahre fortdauernden Karriere und seines stilbildenden Einflusses auf die internationale Modewelt von der Presse bisweilen als „Kaiser Karl“[5][6][7] oder als „Modezar[8][9][10] bezeichnet. Seine persönlichen Kennzeichen sind ein weiß gepuderter Zopf, ein hochstehender Kentkragen und dunkle Sonnenbrillen, bis Anfang der 2000er Jahre gehörte auch ein Handfächer dazu.[11]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld wuchs als Sohn des Hamburger Kondensmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch GmbH) Otto Lagerfeld (1881–1967)[12] und dessen Frau Elisabeth (1897–1978),[13] geb. Bahlmann, in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Großvater war Karl Bahlmann. Lagerfeld hat eine ältere Schwester,[14][15] die seit 1957 in den USA lebt,[16] und eine verstorbene Halbschwester aus einer vorherigen Beziehung seines Vaters.[17]

Geburtsjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Geburtsjahr gab Lagerfeld öffentlich lange Zeit 1938 an, neuerdings 1935.[18][19] Die Bild am Sonntag veröffentlichte 2008 jedoch Auszüge des kirchlichen Taufregisters Hamburg sowie Kommentare seiner Lehrerin und eines Klassenkameraden,[20] die als sein Geburtsjahr 1933 angaben.[21] Am 10. September 2008 ließ sich Karl Lagerfeld gleichwohl zum „70. Geburtstag“ gratulieren. Entsprechendes geschah im Jahr 2003 zu seinem „65.“. Einige Medien richteten sich nach den Angaben des Modeschöpfers, andere nicht.

Gut Bissenmoor, 1908

Am 7. Juli 2013 meldete die Welt am Sonntag, das wahre Geburtsdatum von Lagerfeld sei der 10. September 1933. Die Information stützt sich auf ein Buch der Hobby-Historiker Maike und Ronald Holst aus dem Hamburger Stadtteil Blankenese. Sie fanden bei Recherchen zu ihrem Buch Blankeneser Frauen eine Karte mit einer Geburtsanzeige, in der „Otto Lagerfeld und Frau Elisabeth, geb. Bahlmann“ die Geburt ihres Sohnes bekanntgeben. An der Karte ist mit einem blauen Seidenschleifchen ein kleines Extra-Kärtchen befestigt. Auf dieser steht: „Karl Otto“ und darunter „Sonntag, 10. September 1933“.[22]

Lagerfeld in einem für ihn typischen Outfit der 2010er Jahre mit dem monegassischen Fürstenpaar, 2011

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfelds Patenonkel war Conrad Ramstedt.[23] Das Ehepaar Otto und Elisabeth Lagerfeld erwarb 1934 das fast 500 Hektar große Gut Bissenmoor bei Bad Bramstedt.[24] Die Familie siedelte dorthin um, kehrte jedoch 1939 nach Hamburg zurück. Als Hamburg während des Zweiten Weltkriegs 1944 durch Bombardierungen verwüstet wurde, ließen sich die Eheleute Lagerfeld mit ihren Kindern erneut in Bad Bramstedt nieder. Karl Lagerfeld besuchte dort mehrere Jahre die Jürgen-Fuhlendorf-Schule, bevor die Familie ihren Wohnsitz 1949 abermals nach Hamburg verlegte. Seinen Schulbesuch setzte Lagerfeld für zwei Jahre an der Bismarckschule fort. Gemeinsam mit seiner Mutter zog er 1953 nach Paris. Nachdem er zunächst an einer Privatschule und am Lycée Montaigne im Quartier Latin unterrichtet worden war, arbeitete er im Anschluss als Illustrator im Modebereich. Lagerfeld erreichte im Alter von 16 Jahren beim Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats in Paris für den Entwurf eines Mantels den ersten Platz und absolvierte ab 1954 eine Lehre als Schneider bei Pierre Balmain. Das Haus Balmain verließ Lagerfeld nach dreieinhalb Jahren, um Anfang 1958 zu Jean Patou zu wechseln.

Wohnort und Vorlieben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld lebt und arbeitet in Paris. Außerdem unterhält er Wohnungen und Häuser in Monte Carlo, Biarritz, Rom, Vermont und New York City. Seine Villa im Hamburger Stadtteil Blankenese, die er 1991 erworben hatte, verkaufte er 1998.[25][26] Das Schloss in der Bretagne, Château de Penhoët, das Lagerfeld seiner Mutter, die dort auch begraben liegt,[27] nach dem Tod des Vaters 1967 gekauft hatte, veräußerte er im Jahr 2000.[28][29][30] Seit dem Tode seines 1983 an AIDS erkrankten Partners Jacques de Bascher im Jahr 1989 lebt Lagerfeld nach eigenen Angaben bevorzugt allein.[31][32][33][34] Er gilt als äußerst disziplinierter Workaholic mit einer hohen Allgemeinbildung.[35] Seine Privatbibliothek soll ihm zufolge ca. 300.000 Bücher umfassen.[36] 1999 eröffnete Lagerfeld in Paris seinen bis heute existenten Buchladen 7L (benannt nach dessen Adresse in der 7, rue de Lille). Im Jahr 2000 rief er zusammen mit Gerhard Steidl, mit dem er seit 1993 unter anderem für Chanel zusammenarbeitet, den Imprint-Verlag Edition 7L ins Leben. 2010 gründete Lagerfeld zusammen mit Steidl den LSD-Verlag (Lagerfeld, Steidl, Druckerei Verlag) für überwiegend deutschsprachige Bücher, dessen Programmchef Lagerfeld ist.[37][38]

Persönlicher Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfelds Markenzeichen, neben seinem weiß gepuderten Haarzopf (ein ungeflochtener Pferdeschwanz), den er seit 1976 trägt, ist eine dunkle Sonnenbrille, die einen Sehfehler korrigiert.[39][40] Bis Anfang der 2000er Jahre und vor allem während der 1980er und 1990er Jahre war der Designer bei öffentlichen Auftritten zudem mit einem Handfächer zu sehen.[41][42] Nach eigener Aussage diente der Fächer hauptsächlich als Abwehrmittel gegen Zigarettenrauch und als Schutz gegen Paparazzi.[43] Seine eigene Kleidung besorgte sich Lagerfeld, der nach de Baschers Tod stetig an Gewicht zugenommen hatte,[44] damals vorwiegend bei japanischen Designern wie Matsuda, Comme des Garçons oder Yohji Yamamoto.[45][46] Seit 1. November 2000 hat Lagerfeld durch die von einem französischen Arzt erdachte 3D-Diät (Designer, Doktor, Diät) innerhalb von 13 Monaten ca. 42 kg an Gewicht verloren. Anlass seien die schmal geschnittenen Dior-Homme-Anzüge des Designer-Kollegen Hedi Slimane gewesen, die er gerne tragen wollte. Auch heute noch gibt Lagerfeld Eitelkeit als Motiv für seine Ernährungsgewohnheiten an: „Ich trage enge Anzüge, damit ich nicht zunehmen kann. Mein einziger Ehrgeiz ist es, weiterhin bei Dior Größe 48/46 tragen zu können.[47] Zudem präsentiert sich Lagerfeld seit Mitte der 2000er Jahre gerne in halboffenen Autofahrer-Handschuhen, engen Vatermörder-Hemdkragen, Silberschmuck der Marke Chrome Hearts und engen Hosen und Jeans.[48][49][50]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1954 gewann Lagerfeld den noch heute existierenden International Woolmark Prize[51] des Internationalen Wollsekretariats IWS (1997 in The Woolmark Company umbenannt) in der Kategorie „Mantel“.[52] Der damals für das Haus Dior arbeitende Yves Saint Laurent gewann im selben Wettbewerb den Preis in der Kategorie „Abendkleid“.[53] Lagerfeld bekam daraufhin eine Stelle als Assistent bei Pierre Balmain, der auch Juror des Wettbewerbs gewesen war. Während seiner Zeit bei Balmain absolvierte Lagerfeld eine Schneiderlehre,[54][55] und der Entwurf seines preisgekrönten Wollmantels ging bei Balmain in Produktion. 1958 wechselte Lagerfeld zu Jean Patou und war dort von 1958 bis 1963 Künstlerischer Direktor. Seine erste Kollektion präsentierte er im Juli 1958 unter dem Namen Roland Karl. Nach Ablauf seines Exklusivvertrags bei Patou war Lagerfeld freiberuflich für Modefirmen wie Mario Valentino, Krizia und die Discounter-Kette Monoprix[56] tätig. 1964 begann er ein Kunststudium in Paris, das er nach drei Jahren aufgab. Aus der anfänglichen Freundschaft zwischen Lagerfeld und Saint Laurent entwickelte sich über die Jahre Rivalität.[57][58]

1960/70er: Chloé, Fendi etc.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1963 wechselte Lagerfeld als künstlerischer Direktor zu 'Chloé, entwickelte dort bis 1978[59] Kollektionen und verließ das Unternehmen nach Unstimmigkeiten mit den Eigentümern. In den 1960er Jahren experimentierte Lagerfeld in seiner Mode mit Elementen des Art Déco.[60] Auch privat war er Anhänger des Art Déco; er häufte über die Jahre eine immense Sammlung an Einrichtungsgegenständen dieser Epoche an.[61][62] Weltweite Anerkennung brachte ihm bei Chloé 1972 die Deco-Kollektion ein, die aus Schwarz-Weiß-Drucken mit geschicktem, asymmetrischem Schnitt bestand.[63] Seit 1965 entwirft Lagerfeld für das italienische Pelz- und Modeunternehmen Fendi, das heute vollständig zum Luxusgüterhersteller LVMH gehört. Parallel dazu nahm er weiterhin Design-Aufträge für andere Unternehmen an, wie etwa für die damals von dem texanischen Milliardär Evan Richards von Rom aus auf den amerikanischen Markt gebrachte Modemarke Tiziano Roma.[64] Aus diesen Zeiten rührt die Freundschaft Lagerfelds mit Modeschöpfer-Kollege Valentino Garavani.[65]

1974 gründete Lagerfeld in Deutschland unter dem Namen Karl Lagerfeld Impression sein erstes eigenes Unternehmen.[66] In den Jahren 1978–1983 war er selbständig für verschiedene Unternehmen tätig, auch wieder für das Haus Chloé, wo ihm 1983 Guy Paulin nachfolgte; sein Vertrag mit Chloé lief jedoch weiter.[67]

1980er: Chanel und Professur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Chanel#Karl_Lagerfeld

Im Januar 1983 wechselte Lagerfeld als künstlerischer Direktor zu Chanel, wo er zunächst die Haute Couture Kollektionen verantwortete und 1984 auch Chefdesigner der Kollektion und insbesondere der Prêt-à-Porter-Sparte wurde. Er verhalf der damals etwas angestaubten Modemarke für ältere Damen durch moderne, bisweilen unkonventionelle Interpretationen des Erbes von Coco Chanel wieder zu ihrem alten Glanz und trug durch den Ausbau der Kollektionen maßgeblich dazu bei, dass Chanel heute auch bei jungen Frauen zu den tonangebenden Top-Marken in der hochpreisigen Damenmode zählt. Kritiker bemängeln bisweilen, dass Lagerfeld – wenngleich mit immensem finanziellen Erfolg für das Haus Chanel – lediglich die Ideen von Coco Chanel zeitgemäß umsetzt, statt die Marke mit etwas Eigenem zu bereichern.[68] Von 1992 bis 1997 war Lagerfeld auch wieder für Chloé als Chefdesigner tätig, bis er von Stella McCartney abgelöst wurde.

Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld als erster Modeschöpfer in einer bis heute fortgeführten Reihe Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kunst Wien; seine Nachfolgerin war Jil Sander.

1990er: eigene Modemarke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984 hatte Lagerfeld mit dem französischen Textilhersteller Bidermann sein eigenes Label Karl Lagerfeld gegründet, das für extravagante Strickmode bekannt wurde, allerdings nicht profitabel war. 1987 kaufte der französische Luxusgüterkonzern Cora-Revillon die Rechte der Marke, der 1992 seinerseits von Dunhill aufgekauft wurde und nach einer Fusion mit Cartier in der Vendome-Gruppe (dem späteren Richemont-Konzern) aufging. Vendome liquidierte die Marke Lagerfeld nach schlechten Umsätzen sowie hohen Verlusten und gab die Markenrechte 1997 an Lagerfeld zurück. Dieser startete 1998 unter dem Namen Lagerfeld Gallery und zunächst einer kleinen, selbst kreierten Damenkollektion neu. Es wurden mit Hilfe von Andrée Putman in Paris (40, Rue de Seine) und Monaco Lagerfeld-Gallery-Boutiquen eröffnet, in denen Lagerfelds exklusive Mode neben ausgewählten Artikeln von Fendi sowie Bücher und Fotografien verkauft wurden. Die Damenkollektionen wurden ab 1999 bei den Modenschauen in Paris präsentiert. Für Damen gab es ab 2002 unter dem Namen Lagerfeld Gallery by Diesel zudem eine Kooperation mit dem italienischen Jeans-Hersteller Diesel.[69] Bis Mitte der 2000er Jahre existierte von der Marke Lagerfeld Gallery auch Männermode,[70] die ebenso in Paris vorgeführt wurde.

Bereits 1988 war die Zweitlinie KL by Karl Lagerfeld zusammen mit der Steilmann-Gruppe lanciert worden, welche die Zusammenarbeit allerdings 1995 einstellte. 1996 begann Lagerfeld eine Kooperation mit Quelle und bot die Damenkollektion KL by Karl Lagerfeld bis 1999 im Quelle-Katalog an. 1999 ging die Lizenz für die Lagerfeld-Damenkollektion an die Miltenberger FD Fashion Design, die bereits seit 1989 die weltweite Lizenz (außer für Japan und die USA) für die Herrenkollektion hielt.

Lagerfeld mit seinem Bodyguard Sébastien Jondeau, der bisweilen auch als Model fungiert, 2008

Entdeckung von Topmodels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld gilt als der Entdecker des ehemaligen Top-Models Claudia Schiffer, seiner zeitweiligen Muse, die 1993 in einem von Lagerfeld mit Koranversen bestickten Mieder auf einer Modenschau einen Skandal provozierte. Davor war Inès de la Fressange seine Muse gewesen, doch die Liaison zerbrach 1989. Zu Lagerfelds zahlreichen anderen Musen gehören die männlichen Models Brad Kroenig[71] und Baptiste Giabiconi[72] sowie die weiblichen Models Toni Garrn,[73] Freja Beha Erichsen,[74] Lara Stone[75] und Daria Werbowy. Die Sängerinnen Beth Ditto und Florence Welch[76] zählen ebenfalls zu Lagerfelds Musen.

Zusammenarbeit mit H&M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2004 erregte Lagerfeld Aufsehen durch seine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Discount-Modefilialisten Hennes & Mauritz (H&M), für den er eine kostengünstige Mode-Kollektion mit 20 Artikeln für Damen und zehn für Herren sowie ein Parfüm namens Liquid Karl entwarf.[77][78][79][80][81] Lagerfeld war H&Ms erster Design-Kooperationspartner, ihm folgten unter anderem Stella McCartney (2005), Viktor & Rolf (2006), Roberto Cavalli (2007), Comme des Garçons (2008), Matthew Williamson (2009), Jimmy Choo (2009), Lanvin (2010), Versace (2011), Marni (2012).

Eine Lagerfeld-Filiale in München, 2014
Filiale in der Friedrichstraße in Berlin, 2017

Tommy Hilfiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 kaufte der US-Modekonzern Tommy Hilfiger die Marke Lagerfeld inklusive aller Lizenzen für 27,5 Mio. $. Die hochpreisige Pariser Kollektion Lagerfeld Gallery für Damen wurde umbenannt in Lagerfeld Collection und ab 2006 durch zwei jüngere, preiswertere Labels – Karl Lagerfeld für Damen sowie KL Lagerfeld für Herren – komplementiert, die sich am Stil der New Yorker Modeszene orientieren. Die Lagerfeld-Gallery-Mode für Herren wurde eingestellt. Lagerfeld Collection wurde von Lagerfeld selbst in Paris designt; um die Marke Karl Lagerfeld kümmerte sich ein Hilfiger-Designteam in New York. Die Kollektionen wurden auf den Modenschauen in New York gezeigt. Mitte 2006 beschloss die Tommy Hilfiger Corp., selbst erst Ende 2005 vom britischen Finanzinvestor Apax Partners aufgekauft,[82] die Lagerfeld-Kollektionen in den USA nicht mehr zu vertreiben und die Zweitlinie Karl Lagerfeld für Damen einzustellen.[83][84] Die Lagerfeld-Gallery-Boutiquen in Paris und Monaco wurden geschlossen. Die Hauptkollektion Lagerfeld Collection wurde schließlich umbenannt in Karl Lagerfeld und bei den Modenschauen in Paris gezeigt. 2007 wurde die Fertigung der Hauptkollektion Karl Lagerfeld an das italienische Unternehmen Vaprio Stile vergeben. Im selben Jahr lancierte Tommy Hilfiger die Brückenkollektion K Karl Lagerfeld für Damen und Herren für den europäischen Markt und Kanada, die mit Beschluss von 2009 zum Frühjahr 2010 wieder eingestellt wurde.[85] Die Lizenz-Herrenkollektion, immer noch von FD Fashion Design gefertigt, hieß seither schlicht LAGERFELD.

Im März 2010 wurde die Marke Tommy Hilfiger von Apax Partners an Phillips-Van Heusen (PVH), einen amerikanischen Bekleidungshersteller, zu dem u. a. die Marke Calvin Klein gehört, verkauft. Die Marke Karl Lagerfeld war nicht Teil dieses Verkaufs und blieb im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Apax Partners.[86]

Karl Lagerfeld B.V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 sagte Lagerfeld die für den 3. Oktober während der Pariser Schauen geplante Modenschau seines Labels Karl Lagerfeld ab.[87][88] Die Damen-Modenschau im März 2010 in Paris (Saison Herbst/Winter 2010/11) war damit die vorerst letzte des Lagerfeld-Labels. Er wolle die Zeit stattdessen nutzen, um sich auf die Entwicklung einer neuen – vorwiegend, aber nicht ausschließlich für Damen konzipierten – Marke namens Karl zu konzentrieren, die im niedrigpreisigeren 'Masstige'-Segment (Kunstwort aus 'Masse' und 'Prestige', quasi 'Prestige für die Massen') angesiedelt sein werde.[89][90] Dazu wurde in Amsterdam unter der Regie von Apax Partners die Karl Lagerfeld B.V. gegründet. Die Karl-Damenmode, ursprünglich für Herbst/Winter 2011 geplant, wurde ab Ende Januar 2012 zunächst nur online, dann auch im Einzelhandel verkauft.[91] Der Launch der Herrenmode des Labels Karl begann mit der Herbst-Kollektion 2012 und ergänzt die weiterhin von FD Fashion Design entworfene LAGERFELD-Herrenlinie.[92] In London und Saint Tropez wurden im Sommer 2012 Pop-up-Ladengeschäfte der Marke Karl eröffnet. Zudem kam in Lizenz-Zusammenarbeit mit Ittierre ab Herbst/Winter 2012 eine höherpreisige Hauptkollektion namens Karl Lagerfeld Paris für Damen und Herren auf den Markt, die nicht nur online, sondern auch in Ladengeschäften verkauft wurde.[93] Die Zusammenarbeit mit Ittierre endete Mitte 2013. Folglich wurde das Portfolio auf die Marken Karl Lagerfeld (Damen und Herren) sowie Lagerfeld (Herren) beschränkt. Im Februar 2013 eröffnete das erste Karl-Ladengeschäft in Paris.

Im April 2014 kaufte PVH von Apax Partners eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen Karl Lagerfeld.[94] 2014 und 2015 brachte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Interparfums drei neue Düfte jeweils für Damen und Herren auf den Markt: Karl Lagerfeld, Paradise Bay und Private Klub. Ende 2015 existierten in Europa ca. ein Dutzend eigene und drei von Partnern betriebene Lagerfeld-Ladengeschäfte, darunter Standorte in Paris, London, Berlin (3x), Düsseldorf, München (2x), Amsterdam, Antwerpen und Kopenhagen. Darüber hinaus gibt es Verkaufsflächen in größeren Kaufhäusern wie Printemps oder Galeries Lafayette. Weitere Boutiquen stehen in Russland, Saudi-Arabien, Katar und China. Mitte 2015 wurde ein Joint Venture mit der US-amerikanischen G-III Apparel Group zur Erschließung des nordamerikanischen Marktes vereinbart. Ein eigener Onlineshop mit Damenmode und -Accessoires wird seit 2015 in Zusammenarbeit mit der Yoox Net-a-Porter Group unterhalten. Seit 2011 ist Pier Paolo Righi, ein ehemaliger Reusch-Manager und Nike-Europachef, CEO und Präsident der Karl Lagerfeld B.V. mit Sitz in Amsterdam. Der Umsatz des Unternehmens wurde für das Jahr 2014 auf über 100 Millionen Euro geschätzt.

2015 wurde eine Kinderkollektion unter dem Namen Karl Lagerfeld Kids aufgelegt.[95] Im Herbst 2016 vergab Lagerfeld für 2017 eine Schuhlizenz an den britischen Schuhhersteller Overland Shoes Ltd.[96] Im Frühjahr 2017 entwarf der Musiker und Künstler Steven Wilson eine Mode- und Accessoires-Kollektion für Karl Lagerfeld.[97] Im Mai 2017 lancierte Lagerfeld in Zusammenarbeit mit Swarovski eine Schmuckkollektion für Damen.[98] Mitte 2017 leitete das Unternehmen Karl Lagerfeld B.V. die Expansion auf dem deutschsprachigen Markt ein.[99]

Kollektionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld, 2007

Von Karl Lagerfeld jährlich kreierte Mode-Kollektionen (Stand 2017):

Karl Lagerfeld (vier Kollektionen pro Jahr) Chanel (acht Kollektionen) Fendi (zwei Kollektionen)
  • Karl Lagerfeld
    (Damen-Konfektion, Frühling/Sommer und Herbst/Winter)
  • Karl Lagerfeld
    (Herren-Konfektion, F/S und H/W)
  • Karl Lagerfeld Kids
    (Kinder-Konfektion durch Lizenzpartner, F/S und H/W)
  • LAGERFELD
    (Herren-Konfektion durch Lizenzpartner, F/S und H/W)
  • Haute Couture
    (Damen-Maßkollektion im obersten Preissegment, F/S und H/W)
  • Prêt-à-porter
    (Damen-Konfektion, F/S und H/W – je Saison Vor- und Hauptkollektion)
  • Cruise/Resort (Croisière)
    (Damen-Saisonkonfektion mit Frühlingsmode zur Winterzeit)
  • Métiers d'art
    (Damen-Saisonkonfektion mit Herbstmode zur Sommerzeit)[100]
  • Prêt-à-porter
    (Damen-Konfektion, F/S und H/W, Co-Design mit Silvia Fendi)

Die wichtigsten Modefirmen, für die Karl Lagerfeld als Designer tätig war oder noch ist:

  • 1955–1958: Pierre Balmain
  • 1958–1963: Jean Patou
  • 1963–1978 (1983), 1992–1997: Chloé
  • 1965–heute: Fendi
  • 1974–heute: Karl Lagerfeld (Karl Lagerfeld Impression, KL by Karl Lagerfeld, Lagerfeld Gallery, Lagerfeld, Karl Lagerfeld etc.)
  • 1983–heute: Chanel
  • 2004: Hennes & Mauritz (H&M)

Kollaborationen und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld mit einer Kuckucksuhr des Street-Art-Künstlers Stefan Strumbel, 2008

Für Madonna entwarf Lagerfeld die Bühnenoutfits ihrer Re-Invention World Tour im Jahr 2004. 2005/2006 war Lagerfeld für Kylie Minogue tätig.[101]

2008 kreierte Lagerfeld einen Steiff-Teddybären im typischen Lagerfeld-Outfit, der in den USA für 1500 $ verkauft wurde.[102] Im Anfang 2008 vorgestellten Videospiel Grand Theft Auto IV ist Lagerfelds Stimme als Radiomoderator des fiktiven Senders K109 zu hören.[103][104] Ab Mitte 2008 war Lagerfeld in das Design einer ganzen Insel namens Isla Moda samt Wohnungen, Hotels und Geschäften vor der Küste Dubais nahe The World involviert.[105][106] Das Projekt war bis Ende 2010 nicht verwirklicht worden, und Lagerfeld zog sich als Designer zurück.[107]

Der italienisch-amerikanische Spielzeughersteller tokidoki produzierte Ende 2009 eine Lagerfeld nachempfundene, 25 cm große Spielzeug-Figur in einer Stückzahl von 1000 Exemplaren, die für je € 129 verkauft wurde.[108][109][110]

Ende 2009 kollaborierte Lagerfeld mit dem französischen Helm-Hersteller Les Ateliers Ruby und entwarf einige Motorradhelm-Modelle und einen Seiden-Schal.[111][112]

Für Coca-Cola entwarf Lagerfeld Anfang 2010 eine Flasche der Sorte Coca-Cola Light, die in limitierter Stückzahl für 3,50 Euro erhältlich war.[113][114] Im Juni 2010 betätigte sich Karl Lagerfeld im Eulenspiegel-Satiremagazin als Karikaturist.[115] Mitte 2010 nahm Lagerfeld für einen Tag die Position des Chefredakteurs der französischen Tageszeitung Libération ein und gestaltete dafür einige Karikaturen.[116][117] In Deutschland gestaltete Karl Lagerfeld die Ausgabe der Wochenzeitung Welt am Sonntag vom 1. Dezember 2013 mit eigenen Fotos, Texten und Farbillustrationen.

Für die Herbst-/Winter-Saison 2010 präsentierte der Schmuckhersteller Swarovski von Karl Lagerfeld für Atelier Swarovski entworfene Armreife, Halsketten und Broschen.[118][119]

Der italienische Schuhhersteller Hogan, der zur Tod’s-Gruppe um Diego della Valle gehört, präsentierte im Oktober 2010 eine einmalige Design-Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld über sechs Entwürfe in den Bereichen Schuhe, Kleidung und Accessoires für Damen für die Saison Frühjahr 2011.[120][121][122] 2011 wurde die Zusammenarbeit mit Lagerfeld für eine Herbst/Winter Kollektion bei Hogan erneuert.[123]

Ab 31. August 2011 wurde in den USA im Rahmen einer Kooperation mit der amerikanischen Kaufhaus-Kette Macy’s für deren IMPULSE-Designerkollektionen einmalig von Karl Lagerfeld als limitierte 'capsule collection' entworfene Damenmode im niedrigen Preissegment angeboten.[124][125][126]

2015 entwarf Lagerfeld unter dem Namen Karl Lagerfeld Sport City eine 18-teilige Damen-Kollektion für den deutschen Online-Händler Zalando.[127] Im Frühjahr 2017 arbeitete Lagerfeld mit dem französischen Textilhersteller Vilebrequin zusammen und präsentierte eine Bademodenkollektion.[128] 2017 wurde bekannt, dass Lagerfeld mit dem australischen Kosmetikhersteller ModelCo kollaboriert und 2018 eine limitierte Beauty-Serie herausbringen wird.[129]

Parfüm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975 kreierte Lagerfeld zusammen mit Chloé das Parfüm Chloé for Woman, das für seinen blumigen Duft bekannt ist. In Zusammenarbeit mit Fabergé, ab 1989 Unilever und ab 2005 Coty, entwickelte Karl Lagerfeld im Laufe der Zeit verschiedene weitere Düfte unter seinem eigenen Namen: 1978 brachte er den Herrenduft Lagerfeld auf den Markt, 1982 folgte KL (Damen) und 1986 KL Homme (eingestellt). 1990 kam der Herrenduft Lagerfeld Photo heraus, 1994 der Damenduft Sun Moon Stars. Es folgten 1997 Jako (Herren) sowie Lagerfeld Femme (2000) und Lagerfeld Man (2002). 2004 entwarf er speziell für H&M das Parfüm Liquid Karl. 2008 wurde die Kapsule-Unisex-Kollektion lanciert (Woody, Light und Floriental). 2014 stellte Lagerfeld zwei neue Düfte vor, die schlicht die Namen Karl Lagerfeld (Damen) und Karl Lagerfeld Pour Homme (Herren) tragen. Mit diesen erfolgte ein neuer Versuch für Karl Lagerfeld, auf dem Markt der Parfüms wieder Fuß zu fassen, nachdem die letzten Produkte aufgrund geringer Verkaufszahlen nicht überzeugen konnten.[130] 2015 brachte das Unternehmen Karl Lagerfeld B.V. in Zusammenarbeit mit Interparfums, Inc. zwei weitere Düfte jeweils für Damen und Herren auf den Markt: Paradise Bay und Private Klub. 2016 wurde das Parfüm Ocean View, jeweils für Damen und Herren, von Karl Lagerfeld präsentiert.

Kostümbildnerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld war wiederholt als Kostümbildner für Theater und Oper tätig, etwa 1978 in Genua (Der grüne Kakadu/Komtesse Mizzi von Arthur Schnitzler, Regie Luca Ronconi); 1980 am Wiener Burgtheater (Komödie der Verführung von Arthur Schnitzler, Regie Horst Zankl, Bühnenbild Hans Hollein) sowie beim Maggio Musicale in Florenz (Les Contes d'Hoffmann von Jacques Offenbach, Regie Ronconi); 1982 an der Mailänder Scala (Les Troyens von Hector Berlioz, Regie Ronconi, Bühnenbild Ezio Frigerio); 1990 bei den Salzburger Festspielen (Der Schwierige von Hugo von Hofmannsthal, Regie Jürgen Flimm, Bühnenbild Erich Wonder; er übersiedelte später nach Wien ans Burgtheater).

Fotografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld mit Anna Wintour, 2014

Neben der Mode und der Kostümbildnerei entdeckte Lagerfeld 1987 die Fotografie als neues Betätigungsfeld. 1996 erhielt er für seine Arbeiten den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.[131] Vom 11. November 2006 bis 18. Februar 2007 wurden 350 Fotografien und Multimedia-Installationen Lagerfelds in der Berliner Galerie C/O Berlin ausgestellt. Unter dem Titel One Man Shown zeigten sie alle das US-amerikanische Fotomodell Brad Kroenig, das der Designer entdeckt und gefördert hatte. Die klassischen Schwarzweiß-Porträts, die in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren entstanden und sowohl Modeaufnahmen als auch Aktfotografien einschlossen, waren beim Publikum erfolgreich. Die Kritik reagierte verhalten und teilweise ablehnend auf die fotografischen Studien Lagerfelds. Während das Magazin Der Spiegel die Gleichförmigkeit der Bilder anprangerte und attestierte, dass der Modeschöpfer auch Langeweile perfekt verkaufen könne,[132] kritisierte der US-amerikanische Star-Fotograf David LaChapelle Lagerfeld als „Dilettanten“, welcher der Geschichte der Fotografie nichts Neues hinzuzufügen hätte.[133] Lagerfeld war u. a für die Werbekampagne der Champagnermarke Dom Pérignon verantwortlich und arbeitete dabei wieder mit Claudia Schiffer zusammen. Für den Volkswagen-Konzern inszenierte er die Werbung für das Phaeton-Modell und ist ebenfalls im Werbefilm für eine Sonderedition des Golf zu sehen. Für die Märzausgabe 2011 des deutschen Playboy fotografierte er Natalia Wörner. In einer modernisierten Fotostory des antiken Mythos von Daphne und Chloe nach dem griechischen Dichter Longus inszenierte er die beiden Models Baptiste Giabiconi und Bianca Balti vor der Naturkulisse Südfrankreichs. Der Bildband Moderne Mythologie aus dem Jahr 2013 zeigt Lagerfelds Vorstellung des idyllischen Lebens in monumentalen Schwarzweiß-Fotografien, angelehnt an die klassische Textquelle.

Umschlagvignette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Umschlagvignette für Valeska Gert: Die Bettlerbar von New York. arani-Verlagsgesellschaft, Berlin-Grunewald 1950 (2. Aufl. im Selbstverlag o.O.u.J., ca. 1958; 3. Auflage: L.S.D. im Steidl Verlag, Göttingen 2012, ISBN 978-3-86930-368-0)

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Lagerfeld, Apolda, 23. April 2005 – 12. Juni 2005
  • One Man Shown, C/O Berlin, 11. November 2006 – 18. Februar 2007
  • Konkret Abstrakt Gesehen, Langen Foundation, Neuss, 18. November 2007 – 4. Mai 2008
  • Versailles à l'ombre du soleil, Paris, 11. Juni – 7. September 2008
  • Feuerbachs Musen – Lagerfeld Models, Kunsthalle Hamburg, 21. Februar – 14. Juni 2014
  • Parallele Gegensätze. Fotografie-Buchkunst-Mode, Museum Folkwang Essen, 15. Februar – 11. Mai 2014[134]
  • Karl Lagerfeld. Modemethode. Bundeskunsthalle, Bonn, 28. März – 13. September 2015.

Privates und Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagerfeld, 2005
mit der bolivianischen Modedesignerin Monica Moss
  • Am 15. Januar 2007 scheiterte Lagerfeld vor einem Pariser Gericht mit seiner Klage gegen „The Beautiful Fall“,[135] ein Buch aus der Modewelt, geschrieben von der Autorin Alicia Drake. Der Vorsitzende Richter konnte im Unterschied zu Lagerfeld keinen Angriff auf dessen Privatsphäre feststellen, da das Buch in Frankreich nicht verlegt wurde. Danach habe Lagerfeld alle englischen Ausgaben in Paris aufkaufen lassen.[136]
  • Am 24. April 2008 wurde beim Donaufestival in Krems an der Donau (Österreich) als Auftragswerk das Musical „Lagerhouse“ uraufgeführt.[137]
  • Im Panoptikum Hamburg steht seit 2012 eine Wachsfigur von ihm.[138]
  • Seine Privatbibliothek umfasst laut eigenen Angaben ca. 300.000 Bücher.[139]
  • Mit einem Privatvermögen von etwa 350 Millionen Euro zählt Lagerfeld zu den 500 reichsten Deutschen.[140]
  • Lagerfeld ist seit vielen Jahren sehr eng mit Prinzessin Caroline von Monaco befreundet.[141]
  • Seine Hauskatze Choupette (* 2011) verfügt über einen von Lagerfeld autorisierten Twitter-Account und war im Juli 2013 zusammen mit Linda Evangelista auf dem Cover der deutschen Vogue zu sehen. Im Winter 2013 kam eine nach Choupette benannte Accessoire-Kollektion auf den Markt.[142]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lagerfeld gerät immer wieder in die Kritik, weil er sehr dünne bis dürre Models bevorzugt und für seine Kollektionen engagiert. Er spricht sich gegen ein Laufstegverbot für zu dünne Models aus.[143]
  • Ebenfalls für negative Schlagzeilen sorgte 2004 eine Bemerkung zu einer Kollektion für die Modekette H&M. Das Unternehmen bot die Kleidung auch in größeren Varianten an, worauf Lagerfeld sagte: „Was ich entworfen habe, ist eine Mode für schmale, schlanke Leute. Das war die ursprüngliche Idee.“[144]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017: Médaille Grand Vermeil der Stadt Paris[147][148]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Lagerfeld: Lebens-Skizzen. Porträt, Frankreich, 2012, 55 Min., Buch und Regie: Loïc Prigent, Produktion: arte France, Erstsendung: 2. März 2013 bei arte[149]
  • Fendi ... vor der Show. Dokumentarfilm, Frankreich, 2009, 52 Min., Buch und Regie: Loïc Prigent, Produktion: arte France, Sundance Channel, Deralf, Story Box Press, Erstsendung: 14. Januar 2010 bei arte[150]
  • Lagerfeld Confidential. Dokumentation, Frankreich, 2007, 88 Min., Buch und Regie: Rodolphe Marconi, Produktion: Grégory Bernard
  • Ein Kleid von Chanel. Reportage, Deutschland, 2006, 30 Min., Buch und Regie: Rita Knobel-Ulrich, Produktion: ZDF, Reihe: ZDF.reportage, Erstsendung: 12. Februar 2006[151]
  • Im Hause Chanel. (Originaltitel: Signé Chanel.) Doku-Soap in fünf Teilen, Frankreich, 2005, 130 Min., Regie: Loïc Prigent[152][153]
  • Karl Lagerfeld – Mode als Religion, VOX[154]
  • "John Wick: Kapitel 2" 2017 sitzt er als Besucher im Foyer des römischen Continental.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karl Lagerfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Lagerfeld. Modemethode, kultur-online.de, 7. September 2015
  2. Karl Lagerfeld hat Geburtstag: Wie gut kennen Sie seine Sprüche?, spiegel.de, 10. September 2015
  3. Karl Lagerfeld – Klotzen statt Kleckern, brigitte.de, 10. September 2008
  4. Modedesigner-Lexikon: Karl Lagerfeld, fuersie.de, abgerufen: 19. August 2016
  5. Kaiser Karl und sein Hofstaat, faz.net, 24. November 2011
  6. Der Ausverkauf des Kaiser Karl, welt.de, 6. September 2008
  7. Kaiser Karl: Behind the Mask, vanityfair.com, Februar 1992
  8. Modezar Karl Lagerfeld eröffnet eigene Ausstellung in Essen, focus.de, 15. Februar 2014
  9. Karl Lagerfeld – Modezar und Kunstfigur, swr.de, 27. März 2015
  10. Modezar Karl Lagerfeld lockt Stars nach Salzburg, krone.at, 26. November 2014
  11. Karl Lagerfeld – „Ich bin doch kein Inder“, zeit.de, 9. Dezember 2008
  12. Paul Sahner:  Karl, mvg verlag, München 2009, S. 15 (PDF-Datei, 122 kB)
  13. Tilmann Allert: Gruß aus der Küche: Soziologie der kleinen Dinge via Google Books, 2017
  14. "Mir wurde als Kind gesagt, ich wäre dumm" t-online.de, 7. September 2009
  15. Karl Lagerfeld: Seine originellsten Zitate gofeminin.de, abgerufen: 21. August 2017
  16. Lagerfelds vergessene Schwester: «Ich denke schon oft an ihn» ksta.de, 10. Juli 2013
  17. Dat weer Kalli faz.net, 4. September 2008
  18. Karl Lagerfeld sur rtl.fr
  19. Karl Lagerfeld révèle son âge pour la première fois, abgerufen am 25. Juli 2014
  20. „Der Modedesigner und seine Geburtstags-Mogelei: Der große Karl macht sich ein klein wenig jünger“, Bild.de, 10. September 2008
  21. „Karl Lagerfeld wohl fünf Jahre älter als angegeben“, ORF, 6. September 2008
  22. Der große Karl wird doch schon 80, Welt am Sonntag, 7. Juli 2013
  23. Westfälische Nachrichten: Weltberühmter Chirurg. Patenonkel von Karl Lagerfeld, 1. Februar 2017.
  24. Kaiser Karl: Behind the Mask, Vanity Fair, S. 4, Februar 1992
  25. Zehn Millionen Euro für Lagerfelds Elbblick manager-magazin.de, 26. Januar 2010
  26. Karl Lagerfeld gibt Alstervillen Glanz, abgerufen am 4. April 2011
  27. Der große Karl wird doch schon 80 welt.de, 7. Juli 2013
  28. Le cas DSK s'aggrave lexpress.fr, 26. Oktober 2000
  29. Profile in Style: Karl Lagerfeld nytimes.com, 4. Dezember 2008
  30. Ingeborg Harms: Der Sonnenkönig, den Deutschland nie hatte, FAZ, 10. September 2008
  31. DasErste.de:Interview mit Reinhold Beckmann (Memento vom 21. Februar 2006 im Internet Archive), 27. Juni 2005
  32. Karl Lagerfeld "Ich hasse Male Models", max.de, abgerufen: 8. September 2010
  33. Karl Lagerfeld wider die Enthüllung, Die Welt, 11. April 2007
  34. Karl Lagerfeld, Boy Prince of Fashion, nymag.com (engl.), 6. Februar 2006
  35. Paul Sahner: Karl Lagerfeld und die Angst vor dem Dahinsiechen, Die Welt, 17. August 2009, Interview
  36. Lagerfeld kreiert Buch-Parfum, n24.de, 15. April 2011
  37. Steidl und Lagerfeld rufen LSD-Verlag ins Leben, abgerufen am 25. Juli 2014
  38. Steidl, abgerufen am 25. Juli 2014
  39. Das Merkmal des Modezaren – Lagerfeld tönt seinen Zopf noch weißer, Rheinische Post, 11. August 2010
  40. Karl Lagerfeld: Der Zopf – sein Markenzeichen, Gala, 11. August 2010
  41. Karl Lagerfeld – Der Zopf soll ab, Der Spiegel, 15. Dezember 1999
  42. karl lagerfeld: Stress? Ich kenne nur Strass!, Freundin, September 2008
  43. International Man Of Mystery, chicagotribunecom, 23. Oktober 1998
  44. Karl Lagerfeld – „Ich bin doch kein Inder“, zeit.de, 9. Dezember 2008
  45. I lost weight to be a good clotheshorse, telegraph.co.uk, 25. Februar 2004
  46. Karl Lagerfeld, Boy Prince of Fashion, nymag.com, 6. Februar 2006
  47. @1@2Vorlage:Toter Link/www.welt.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven), Die Welt, 27. November 2006, Interview
  48. Der Sonnenkönig, den Deutschland nie hatte, FAZ, 10. September 2008
  49. Lagerfeld über den modernen Mann, Die Welt, 10. April 2007
  50. Designer-ABC: Lagerfeld, Karl, FAZ, abgerufen: 7. Juni 2012
  51. International Woolmark Prize, woolmarkprize.com, abgerufen: 19. August 2016
  52. International Woolmark Prize, woolmark.com, abgerufen: 19. August 2016
  53. International Woolmark Prize: History. woolmarkprize.com, abgerufen am 25. November 2015.
  54. Karl Lagerfeld, elle.de, abgerufen: 19. August 2016
  55. Karl Lagerfeld – Informationen und Hintergründe, welt.de, abgerufen: 19. August 2016
  56. Lagerfeld über Monoprix
  57. Lagerfeld züngelt gegen Joop, Gaultier und Saint-Laurent, Der Spiegel, 18. Mai 2001
  58. Rivalität der Schillernden, taz, 15. Januar 2007
  59. Chloe über Lagerfeld
  60. Stoffe machen neue Mode, zeit.de, 13. Juni 1969
  61. Personalien – Karl Lagerfeld, spiegel.de, 17. November 1975
  62. Lagerfeld versteigert Art-Déco-Sammlung (Memento vom 16. Januar 2005 im Internet Archive), netzeitung.de, 7. März 2003
  63. Karl Lagerfeld – Das Lebenswerk des Jahrhundertgenies im Überblick, brigitte.de, 26. Januar 2009
  64. Ein Amerikaner in Paris, in: Karl. Sahner, Paul. MVG-Verlag. 2008
  65. Valentino – Ciao Bello!, gq-magazin.de, abgerufen: 29. August 2012
  66. Karl Lagerfeld, Deluxe Label
  67. Redaktion: Chloé mit neuem Design sowie Und was macht Karl Lagerfeld?. In: Die Pelzwirtschaft 5-6, Berlin, 29. Juni 1984, S. 60.
  68. Is Chanel Designer Karl Lagerfeld Spread Too Thin?, Newsweek, 30. Januar 2012
  69. Fall 2002 Ready-to-Wear – Lagerfeld Gallery, style.com, 8. März 2002
  70. Lagerfeld soll Weltmarke werden, welt.de, 14. Dezember 2004
  71. Brad Kroenig.
  72. Baptiste Giabiconi, der Toyboy von Karl Lagerfeld.
  73. Toni Garrn – vom Fanfest auf den Otto-Titel.
  74. Karl Lagerfeld hat eine dänische Muse.
  75. Schön, Schöner, Baptiste!
  76. Florence Welch ist Lagerfelds neue Muse.
  77. Lagerfeld bei H&M: Catchen am Kleiderständer, Der Spiegel, 12. November 2004
  78. Massenhysterie um Designer-Schnäppchen, Stern, 12. November 2004
  79. «Liquid Karl»: Lagerfeld für H&M vorgestellt (Memento vom 20. September 2011 im Internet Archive), netzeitung.de, 20. September 2004
  80. Lagerfeld-Aktion von H&M, Der Spiegel, 14. November 2004
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  83. „US: Hilfiger to drop Karl Lagerfeld’s US line“, just-style.com (engl.), 12. Juni 2006
  84. Tommy Hilfiger stellt Karl Lagerfeld-Kollektion ein. In: Textilwirtschaft online. 15. Juni 2006, abgerufen am 14. Januar 2010.
  85. Tommy Hilfiger stellt K Karl Lagerfeld vorerst ein. In: Textilwirtschaft online. 22. Dezember 2009, abgerufen am 14. Januar 2010.
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  87. Karl Lagerfeld … hat die Show für sein Label bei der Prêt-à-porter Paris abgesagt, Deutsche Vogue, 8. September 2010
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  94. PVH Corp. Announces Minority Investment in Karl Lagerfeld, pvh.com, 8. April 2014
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  99. Expansion im großen Stil: Lagerfeld nimmt die Heimat ins Visier fashionunited.de, 29. Juni 2017
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  113. Karl Lagerfeld entwirft Coca Cola Light Flasche, lifestyle.excite.cde, 2. April 2010
  114. Lagerfeld Light, vogue.de, 6. April 2010
  115. „Karikatur aus Feder von Karl Lagerfeld erscheint im «Eulenspiegel»“, ddp, 9. Juni 2010.
  116. Lagerfeld übernimmt Libération, Der Spiegel, 22. Juni 2010
  117. So liebevoll nimmt Lagerfeld Merkel auf den Arm, BILD, 23. Juni 2010
  118. Karl Lagerfeld designt für Swarovski, mode.net, 27. Oktober 2010
  119. New Collection Atelier Swarovski, swarovski.com, Oktober 2010
  120. Karl Lagerfeld entwirft DOB für Hogan, Textilwirtschaft, 3. September 2010
  121. Lagerfeld to help Tod's with its Hogan brand, The New York Times (engl.), 18. März 2010
  122. Hogan by Karl Lagerfeld, vogue.de, 5. Oktober 2010
  123. Hogan by Karl Lagerfeld, abgerufen am 25. Juli 2014
  124. Coco Rocha schwärmt von 'Macy's'-Kollektion, nachrichten.ch, 18. August 2011
  125. Karl Lagerfeld: Macy’s kooperiert mit dem Stardesigner, mode.net, 1. Dezember 2010
  126. Karl Lagerfeld Doing Macy's Capsule Collection, wwd.com, 24. November 2010
  127. Ekclusive Kooperation: Karl Lagerfeld designt für Zalando elle.de, 8. Juni 2015
  128. Vilebrequin x Karl Lagerfeld vilebrequin.com, 23. Mai 2017
  129. http://www.grazia-magazin.de/beauty/beauty-news/neue-beauty-linie-karl-lagerfeld-kooperiert-mit-diesem-make-up-brand-23047.html
  130. Karl Lagerfeld: Bei Mundgeruch hört der Spaß auf auf gala.de
  131. „Kulturpreis der DGPh“, DGPh
  132. vgl. „Das Model und der Silberfuchs“, Spiegel online, 25. November 2006
  133. vgl. Hildebrandt, Hans Georg: Harte Kritik an Lagerfeld. In: SonntagsZeitung. 10. Dezember 2006, S. 95.
  134. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 23. September 2014.
  135. Isabelle Graw: „Rivalität der Schillernden“, taz, 15. Januar 2007, Besprechung von The Beautiful Fall.
  136. Anna-Maria Wallner: „Karl der Große regiert (in) Paris“, Die Presse, 8. Oktober 2007.
  137. „H.A.P.P.Y – Lagerhouse. Das schlechteste Musical der Welt – jetzt aber wirklich!“ (Memento vom 26. Mai 2008 im Internet Archive) Donaufestival, April 2008, archiviert von Internet Archive.
  138. Karl Lagerfeld als Wachsfigur im Hamburger Panoptikum (Memento vom 10. Juni 2012 im Internet Archive)
  139. Lagerfeld kreiert Buch-Parfum, n24.de, 15. April 2011
  140. Das sind die reichsten Deutschen 2013, abgerufen am 25. Juli 2014
  141. Karl Lagerfeld: "Caroline ist eine sehr, sehr gute Freundin", vip.de, Mai 2011
  142. Choupette-Kollektion von Karl Lagerfeld, Vogue.de, 28. Oktober 2013
  143. Karl bleibt stur: Chanel-Mode für spindeldürre Frauen. In: news.ch. 23. Januar 2007, abgerufen am 14. Januar 2010.
  144. Lagerfeld verärgert über H&M. In: netzeitung. 17. November 2004, archiviert vom Original am 18. November 2004, abgerufen am 15. Januar 2010.
  145. Französischer Verdienstorden für Karl Lagerfeld. In: Rheinische Post. 4. Juni 2010
  146. Karl Lagerfeld wins 2015 Outstanding Achievement Award britishfashioncouncil.co.uk, 3. November 2015
  147. Höchste Auszeichnung der Stadt: Paris ehrt Karl Lagerfeld mit der Médaille Grand Vermeil stuttgarter-nachrichten.de, 4. Juli 2017
  148. Chanel huldigt Paris - Paris huldigt Lagerfeld augsburger-allgemeine.de, 4. Juli 2017
  149. Inhaltsangabe, mit Video-Ausschnitten, arte
  150. Inhaltsangabe, Video-Ausschnitt, arte
  151. Inhaltsangabe, 3sat
  152. Im Hause Chanel. auf: arte. 22. März 2005
  153. Signé Chanel by Loïc Prigent. fashvids.com, 26. Mai 2007
  154. VOX, Reportage