Die Österreichische Methode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
Deutscher Titel Die Österreichische Methode
Originaltitel The Austrian Method
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Florian Mischa Böder, Peter Bösenberg, Gerrit Lucas, Erica von Moeller, Alexander Tavakoli
Produktion Tobby Holzinger
Thomas Wöbke
Jakob Claussen
Uli Putz
Musik Andreas Wodraschke
Kamera Matthias Schellenberg
Schnitt Andreas Menn
Besetzung

Die Österreichische Methode ist ein deutscher Episodenfilm aus dem Jahr 2006, der die Geschichte von fünf Frauen verbindet.

Der Film ist eine Tobby Holzinger Filmproduktion, entstand in Koproduktion mit der Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion GmbH und mit Unterstützung der Filmstiftung NRW.

Der von Tobby Holzinger initiierte Film wurde im Oktober 2006 auf den 40. Internationalen Hofer Filmtagen uraufgeführt, erhielt von der FBW das Prädikat „besonders wertvoll“ und wurde auf dem 36. Festival der Nationen in Österreich mit einem silbernen Bären ausgezeichnet.

Die Österreichische Methode startete im März 2008 im Vertrieb von Zorro Film in den deutschen Kinos.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Kollektivprojekt fünf junger Regisseure überschneiden sich die Geschichten fünf keineswegs schwacher Frauen... 24 Stunden später werden einige überlebt haben, andere nicht:

Julia (Maja Beckmann) entdeckt plötzlich die Sehnsucht, ihre eigenen Abgründe zu erforschen. Eine nächtliche Odyssee führt sie in eine Skihalle, in der sie „Die Österreichische Methode“ ergründen will.

Bei Psychologe Roman Fischer (Michael Abendroth) und seiner Frau Carmen (Susanne Lothar) sitzt ein unerwünschter Gast: Eva (Susanne Buchenberger), die zum Abendessen gekommen ist und nicht mehr gehen möchte.

Clara (Cathérine Seifert) kämpft mit der Diagnose Gehirntumor. Zwischen Verdrängung und dem Entschluss, sich selbst das Leben zu nehmen, schwankt sie verzweifelt hin und her.

Sängerin Maleen (Lilia Lehner) versucht die festgefahrenen Mechanismen ihrer Liebesbeziehung zu dem Pianisten Sascha (Arno Frisch) durch eine vergiftete Ecstasypille aufzusprengen.

Hans (Johann von Bülow) und die ans Bett gefesselte Mona (Julie Bräuning) leben eine Amour fou, in der Täter- und Opferrolle verwischen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden bezeichnete den Film „derart geschickt und spannungsvoll... dass man vor Drehbuch und Schnitt den Hut ziehen möchte. ...hervorragende Darstellerinnen und erstklassige Regiearbeit.“

Peter Gutting (kino-zeit.de)[1] urteilte, der Episodenfilm „ist nicht in erster Linie ein Film über Lebensmüde. Es geht viel eher darum, durch eine Grenzerfahrung ins Leben zurückzukehren oder vielleicht zum ersten Mal darin anzukommen. Es geht um das Gefühl, in einem falschen Leben zu stecken und das eigentlich Wichtige zu verpassen. So wie man bei der Diagnose einer schweren Krankheit plötzlich nicht mehr begreift, wie man sein Leben mit all diesen alltäglichen Sorgen und kleinlichen Verstrickungen vertun konnte. ...jede getrennt von der anderen, aber seelenverwandt und vereint durch Schnitt und Bildsprache.“

Thilo Wydra (Filmecho) sah in dem Film „dunkles, hoffnungsloses, schmerzliches und daher berührendes Kino.“

„Die Österreichische Methode … verwebt fünf Geschichten und Schicksale mosaikartig à la Short Cuts zu einem gut funktionierenden, unprätentiösen und unterhaltsamen Film. … ein inspirierendes Portrait der deutschen Gesellschaft.“

Filmfestivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prädikat „besonders wertvoll“ (Filmbewertungsstelle Wiesbaden)
  • Silberner Bär – 36. Festival der Nationen (Österreich)

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Score für den Film wurde von Andreas Wodraschke komponiert und aufgenommen. Zusätzlich steuerten Anton Berman, Molly Nyman & Harry Escott, sowie Theodor Pauß Kompositionen für den Film bei. Ergänzt wird die Filmmusik mit Songs von

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susanne Lothar und Arno Frisch hatten bereits gemeinsam in Funny Games von Michael Haneke gespielt. Es dauerte elf Jahre, bis die beiden erneut gemeinsam vor der Kamera standen.

Die Österreichische Methode kam 2008 in die deutschen Kinos und ist nicht auf DVD erhältlich. Der Film entstand ohne Senderbeteiligung und wurde bis heute nicht im deutschen Fernsehen gezeigt.

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 9. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kino-zeit.de
  2. FrankfurterRundschau.de: FRANKFURTER RUNDSCHAU – Erscheinungsdatum 31. Oktober 2006 vom 31. Oktober 2006 (nicht länger verfügbar/Archiv kostenpflichtig)
  3. www.ZorroFilm.de: SPIRIT Filmverleih zeigt: Die Österreichische Methode@1@2Vorlage:Toter Link/www.zorrofilm.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) vom 2. September 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]