Die letzte Nacht der Titanic

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Filmdaten
Deutscher Titel Die letzte Nacht der Titanic
Originaltitel A Night To Remember
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Roy Ward Baker
Drehbuch Eric Ambler
Produktion William MacQuitty
Musik William Alwyn
Kamera Geoffrey Unsworth
Schnitt Sidney Hayers
Besetzung

Die letzte Nacht der Titanic (Originaltitel A Night To Remember) ist ein britischer Film des Regisseurs Roy Ward Baker aus dem Jahr 1958. Er behandelt den Untergang des Luxusdampfers RMS Titanic nach der Kollision mit einem Eisberg im Jahr 1912. Als Vorlage diente das Sachbuch Die Titanic-Katastrophe. Der dramatische Untergang des Luxusdampfers. (A Night to Remember) von Walter Lord.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung setzt kurz vor der Kollision der RMS Titanic mit dem Eisberg am 14. April 1912 an und erzählt den Schiffsuntergang, unter anderem aus der Sicht des 2. Offiziers Charles Lightoller.

Hintergrund[Bearbeiten]

Als Berater fungierten 64 damals noch lebende Überlebende des Titanic-Unglücks, deren Schicksale im Film verarbeitet werden; der Autor der Buchvorlage Walter Lord war jedoch trotz der Namensähnlichkeit kein Verwandter des Kapitän des in den Untergang der Titanic verwickelten Schiffes Californian, Stanley Lord.

Der in England und Schottland gedrehte Schwarz-Weiß-Film war ein Vorbild für James Camerons spätere Verfilmung des Schiffsunterganges, Titanic. Der Schauspieler Bernard Fox, der in diesem Film den Ausguck Frederick Fleet verkörperte, wirkte auch in Camerons Film mit und spielte dort den 1st-Class-Passagier Col. Archibald Gracie.

Als Kulisse für die Szenen auf dem Bootsdeck diente der kurz vor der Abwrackung stehende ehemalige Ozeandampfer Asturias. Während auf der Steuerbordseite die Arbeiter bereits mit der Demontage beschäftigt waren, wurden auf der Backbordseite die Einstellungen mit den Rettungsbooten gedreht.

In den Film wurden mehrere Aufnahmen des 1943 entstandenen NS-Propagandafilms Titanic eingeschnitten, was auf die genaue Rekonstruktion des Schiffs in dieser Verfilmung zurückzuführen ist.[1]

Kritiken[Bearbeiten]

„Unter Berufung auf Augenzeugenberichte werden die drei Stunden zwischen Kollision und Versinken detailreich geschildert - wobei man die Schuldfrage auffallend zurückhaltend behandelt und überhaupt wenig Wert auf die menschliche Problematik der Situation legt. Deutlich profilloser als Negulescos "Untergang der Titanic".“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Kein sonderlich bemerkenswerter, gleichwohl ordentlich gemachter spannender Unterhaltungsfilm.“

Evangelischer Filmbeobachter[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt 1959 einen Golden Globe als Bestes Filmdrama.

Medien[Bearbeiten]

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Die letzte Nacht der Titanic. Euro Video 2005

Filmmusik[Bearbeiten]

  • William Alwyn: A Night to Remember. Main Title. Auf: The Film Music of William Alwyn, Vol. 2. Chandos, Colchester 2001, Tonträger-Nr. CHAN 9959 – digitale Neueinspielung von Auszügen der Filmmusik durch das BBC Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Rumon Gamba

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Lord: Die Titanic-Katastrophe. Der dramatische Untergang des Luxusdampfers. (OT: A Night to Remember). Heyne Verlag, München 2002, ISBN 3-453-05909-3
  • Walter Lord: Die letzte Nacht der Titanic. Augenzeugen erzählen. Deutsche Neuauflage von A Night to Remember. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-596-19269-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reclams Filmführer, 2.A. 1973, ISBN 3-15-010205-7
  2. Die letzte Nacht der Titanic im Lexikon des Internationalen Films
  3. Ev. Presseverband München, Kritik Nr. 163/1959