Dyson

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Dyson Limited
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Rechtsform Limited Liability Company
Gründung 1993
Sitz Malmesbury, Vereinigtes Königreich
Leitung Max Conze
Mitarbeiter 7000
Branche Haushaltsgeräte
Website www.dyson.de

Dyson ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Malmesbury (Vereinigtes Königreich). Seine Hauptprodukte sind Staubsauger, die auf dem Prinzip eines Fliehkraftabscheiders basieren. Das Unternehmen wurde 1993 von James Dyson gegründet und beschäftigt etwa 4.400 Mitarbeiter in über 60 Ländern. Dyson hat neben dem beutellosen Staubsauger auch den Airblade-Händetrockner und den Air-Multiplier-Ventilator entwickelt.

Seit seiner Gründung hat Dyson weltweit mehr als 28 Millionen Staubsauger verkauft.[1] Derzeit ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 17,5 Prozent die Nummer drei auf dem deutschen Staubsaugermarkt. Im Premium-Segment mit Produkten über 300 Euro ist Dyson seit 2000 Marktführer. Dort liegt der Marktanteil bei 82 Prozent.[2]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 meldete der Brite James Dyson sein erstes Patent an.[3] Nach Entwicklung von 5127 Prototypen baute er 1983 das erste beutellose Staubsaugermodell mit dem Namen G-Force. Es erschien noch im selben Jahr auf der Titelseite des Design Magazine. 1991 wurde der G-Force in Japan mit dem International Design Fair Prize ausgezeichnet. In der Folge galt er als Statussymbol und eine japanische Firma vertrieb das Modell für 2000 US-Dollar. Mit Hilfe der Lizenzeinnahmen gründete Dyson im Juni 1993 das Unternehmen Dyson mit Entwicklungsabteilung und Produktion in Malmesbury.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 produzierte Dyson die erste Produktversion des DC01, eines Staubsaugers, der die „Dual-Zyklon-Technologie“ nutzte. Er kostete rund 200 Britische Pfund und avancierte innerhalb von 18 Monaten zum meistverkauften Staubsauger Großbritanniens. In den Folgejahren meldete Dyson weitere Neuentwicklungen zum Patent an, darunter den Händetrockner Airblade und den Ventilator Air Multiplier.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dyson hat seinen Hauptsitz in Malmesbury (Großbritannien). Von dort werden die Verwaltung und Entwicklung des Unternehmens gesteuert. Mehr als 500 Mitarbeiter sind in Malmesbury in der Abteilung Research, Design & Development (RDD) tätig. Die Produktfertigung wurde 2002 aus Kosten- und Expansionsgründen nach Malaysia verlagert. Verwaltung und Entwicklung blieben am alten Standort. Der deutsche Sitz des Unternehmens ist in Köln.

Forschung und Innovationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Fast jeder dritte Dyson-Mitarbeiter arbeitet in der Abteilung Research, Design & Development (RDD). Dyson hält mehr als 3.000 Patente für über 500 Erfindungen.

Hausgeräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staubsauger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein älteres Modell des Dyson-Staubsaugers

Ende der 1970er Jahre beobachtete Dyson, dass die damals erhältlichen Staubsaugermodelle verstopften und zunehmend an Saugkraft verloren. In einer Sägemühle sah er einen Fliehkraftabscheider und machte sich dieses Prinzip für die Entwicklung neuartiger Staubsauger zunutze. Dabei wird die Luft in eine Drehbewegung mit hoher Geschwindigkeit versetzt. Die Schmutzpartikel, die sich durch Zentrifugalkraft nach außen bewegen, werden in einem separaten Behälter aufgefangen. Dadurch brauchen die Dyson-Modelle keine Beutel und können insofern auch nicht verstopfen.

Auf dieser Basis entwickelte Dyson die Dual-Zyklon-Technologie. Die Staubsauger haben nun zwei Zyklonkammern. Der äußere Zyklon wirbelt groben Schmutz aus der Luft und der innere Zyklon beschleunigt die Luft noch stärker, damit auch feinere Staubpartikel aus der Luft geschleudert werden. Jedoch entfernt diese Technik keinen Feinstaub aus der Luft.

Händetrockner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dyson Airblade
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Dyson entwickelte einen Händetrockner, der 2006 unter dem Namen Airblade auf den Markt kam. Dieser Trockner zeichnet sich dadurch aus, dass er keine warme Luft verströmt, sondern gereinigte umgebungswarme Luft durch zwei feine Luftschlitze presst. Man hält wenige Sekunden lang beide Hände nach unten in das seitlich offene an der Wand montierte Gerät und zieht die Hände nach oben heraus. Wasserreste an den Händen werden dabei durch den harten Luftstrom abgeblasen. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Dyson wirbt bei dem Gerät mit einer hohen Energieersparnis im Vergleich zu konventionellen Warmluft-Händetrocknern, da die elektrische Erwärmung des Luftstroms entfällt. Der Airblade wird mit einem digitalen Reluktanzmotor betrieben, der im Vergleich zu gewöhnlichen Warmluft-Händetrocknern bis zu 80 Prozent weniger Energie verbrauche. Die Motorleistung liege bei 1600 Watt, der Verbrauch im Standby-Modus bei weniger als einem Watt.

Hygiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine HEPA-Filtrierung des Airblade soll nach Darstellung von Dyson mehr als 99,9 Prozent der Bakterien aus der Luft entfernen, bevor diese auf die Hände trifft. Das britische Royal Institute of Public Health bezeichnete demnach den Dyson Airblade Händetrockner deshalb als Fortschritt.[4] Neuere Untersuchungen kommen zu gegensätzlichen Ergebnissen: demnach beträgt die Keimzahl in der Umgebungsluft eines jet-air-Trockners das 4,7-fache von der eines konventionellen Wärmetrockners und das 27-fache der beim Gebrauch von Papierhandtüchern.[5][6]

Ventilator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tischventilator „Dyson Cool“

Seit Herbst 2009 ist das Produkt Dyson Cool auf dem Markt. Der Ventilator funktioniert ohne sichtbare Rotorflügel. Die Luft wird vom innenliegenden Rotor im Fuß des Gerätes durch die unteren Löcher angesaugt und in den Hohlraum des oberen Rings gepresst (Dyson nennt diese Technologie Air Multiplier). Die Luft tritt durch einen schmalen Schlitz auf der Innenseite des Rings aus. So baut sich ein ringförmiger Luftstrahl auf. Dieser wird über eine Schräge geführt, die wie eine Tragfläche geformt ist, um die Richtung des Luftstroms zu kanalisieren. Zusätzlich wird die umgebende Luft als Nebenstrom angesaugt und dadurch der Luftdurchsatz des Ventilators verstärkt. Der flügellose Ventilator ist lauter als ein vergleichbarer konventioneller Ventilator.[7] Mit dem „AM04“ und „AM06“ existieren entsprechende Nachfolgermodelle des Air Multipliers.[8]

Heizlüfter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 folgte ein Heizlüfter, dieser kann wie der Dyson Cool kalte Luft, zusätzlich aber auch warme Luft blasen.[9]

Luftbefeuchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 stellte Dyson einen Luftbefeuchter vor. Dieser soll durch eine UV-Lampe 99,9 % aller Bakterien abtöten.

Automobile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2017 kündigte James Dyson in einer Mail an alle Mitarbeiter an, dass das Unternehmen im Jahr 2020 Elektroautos auf den Markt bringen möchte. Dazu seien Investitionen von rund 2 Milliarden Pfund geplant.[10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • iF Product Design Award (2010, 2009, 2007, 2002)
  • Catering Star Award (2009)
  • PLUS X Award (2009, 2008, 2005, 2004)
  • Red Dot product design award (2009, 2007, 2002)
  • Internationaler Designpreis Baden-Württemberg (2009, 1999)
  • Gastro-Innovations-Preis, Intergastra (2008)
  • James Dyson Lifetime Achievement Award, PLUS X Panel (2007)

Dyson-Produkte sind weltweit in Museen ausgestellt. Dazu gehören zum Beispiel das Museum für Angewandte Kunst in Köln, die Neue Sammlung Pinakothek der Moderne in München, das Metropolitan Museum of Art in New York, das Victoria & Albert Museum in London, das San Francisco Museum of Modern Art, das Zürich Design Museum, das Design Museum in Lissabon und das Powerhouse Museum, Sydney.

Award, Foundation nach James Dyson[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Forschung und das Innovationspotenzial zu fördern, engagiert sich James Dyson in der Nachwuchsförderung. Die James Dyson Foundation, James Dysons Stiftung für gemeinnützige Zwecke, verleiht den James Dyson Award, dotiert mit 10,000 £. Dieser ist eine Auszeichnung für Nachwuchsingenieure und -produktdesigner und findet seit 2004 jährlich statt. Die Bewerber sind aufgefordert, Filmmaterial, Bilder und Zeichnungen ihrer Ideen zusammen mit einer persönlichen Schilderung des Design-Prozesses auf der Internetseite einzustellen.

James Dyson: „Junge Designer und Ingenieure stecken voller kreativer Ideen, mit denen sie die Welt verändern möchten. Es ist diese Fähigkeit, anders zu denken, die unser Award feiert. Wir müssen die Produktdesigner und Ingenieure der Zukunft unterstützen und ermutigen.“

Für den James Dyson Award können sich Studenten der Fächer Produktdesign, Industriedesign und Ingenieurwissenschaften beziehungsweise Absolventen dieser Fächer, die ihr Studium vor höchstens vier Jahren abgeschlossen haben, anmelden. Zugelassen sind Bewerber von Universitäten aus folgenden Ländern: Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Singapur, Spanien, und USA.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dyson – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Energiesparende Produktentwicklung von Dyson: Weniger ist mehr. Dyson GmbH. Abgerufen am 25. März 2010.
  2. Dyson jetzt Nummer 3 bei Staubsaugern in Deutschland. Presseportal. Abgerufen am 25. März 2010.
  3. Patent EP0018197: Vacuum cleaning appliances. Veröffentlicht am 29. Oktober 1980, Anmelder: James Dyson, Erfinder: James Dyson.
  4. Dyson Pressemitteilung: Händetrocknen im Deutschen Museum mit 640 Kilometer pro Stunde. Website des Dyson Airblade. Abgerufen am 25. März 2010.
  5. Best EL, Microbiological comparison of hand-drying methods: the potential for contamination of the environment, user and bystander. J Hosp Infect. 2014 Dec;88(4): 199–206. doi:10.1016/j.jhin.2014.08.002
  6. Ben Schwan: Händetrockner verbreiten Bakterien, Technology Review vom 5. Januar 2015, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  7. Ventilator Dyson Air Multiplier im Test, heimwerker.de, abgerufen am 5. Juli 2014, 00.15 Uhr
  8. Ventilatoren Dyson AM04 und AM06 im Test, ventilator.org, abgerufen am 5. Juli 2014, 00.15 Uhr
  9. Macht schnell warm, faz.net, abgerufen am 2. Oktober 2012
  10. Die Zeit: Dyson entwickelt Elektroauto. In: Zeit-Online. (zeit.de [abgerufen am 27. September 2017]).