Ela Angerer

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Ela Angerer (2016), fotografiert von Peter Rigaud

Ela Angerer (* 20. Oktober 1964 in Wien) ist eine österreichische Schriftstellerin und Fotografin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ela Angerer wurde 1964 in Wien geboren. 1966 übersiedelte sie mit ihren Eltern nach Vorarlberg, wo sie in Bregenz und in Dornbirn zur Schule ging. Kurz vor der Matura brach sie die Schule ab. Nach einem längeren Aufenthalt in Paris ging sie 1983 nach Wien. Jahrelang war sie als Journalistin für österreichische Tageszeitungen und Magazine tätig, darunter für Kurier, Der Standard, Format, Festspiele Magazin und News. Für News schrieb sie zwei Jahre lang unter dem Titel Stilfragen eine wöchentliche Kolumne über Mode und Trends.

Ela Angerer war mit dem Journalisten Lorenz Gallmetzer verheiratet. Aus einer früheren Beziehung hat sie einen erwachsenen Sohn. Sie lebt in Wien und in Málaga.

Karriere als Schriftstellerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ela Angerer ist seit 2010 Herausgeberin der Buchreihe Moderne Nerven, die im Czernin Verlag erscheint. Aus den Texten des dritten Bandes, Porno, verfasste sie das gleichnamige Theaterstück, das unter ihrer Regie im Herbst 2011 im Rabenhof Theater in Wien uraufgeführt wurde (Darsteller: Philipp Hochmair, Robert Palfrader, Manuel Rubey und Jaschka Lämmert). Das breite Medienecho, welches das Stück in Österreich hervorrief, kommentierte der Direktor des Rabenhof Theaters, Thomas Gratzer, gegenüber dem Nachrichtenmagazin profil mit der Aussage: „Eine originelle Underground-Pimperlveranstaltung wurde hier von den Medien zu einer Handke-Premiere im Burgtheater hochgefahren. Von mir aus auch ok.“[1] Angerer ließ diese Aussage während der Aufführung auf die Bühne projizieren, genauso wie einen Kommentar ihrer Mutter über ihr Aussehen und persönliche Zitate der Schauspieler.

2014 veröffentlichte Angerer im Deuticke Verlag ihren ersten Roman Bis ich 21 war. Obwohl Angerers Buch im Klappentext „autobiografische Züge“ zugeschrieben wurden, erklärte die Autorin in späteren Interviews, dass der Text nicht als Niederschrift ihrer eigenen Geschichte zu lesen sei. Es sei ihr darum gegangen, das Lebensgefühl einer an Konsum und Äußerlichkeiten orientierten bürgerlichen Gesellschaft im Österreich der 1960er- bis 1980er-Jahre auszuloten.

Angerers Romandebüt wurde vom Feuilleton durchwegs positiv aufgenommen: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bewertete den Roman in der Rubrik Die wichtigsten Debüts als „gutes Buch“.[2] Die Neue Zürcher Zeitung lobte Angerers „Kunststück, den kindlichen Blick zurechtzurücken, ohne ihn zu verraten.“[3] Die Salzburger Nachrichten attestierten der Autorin: „Mit diesem Roman hat sie ihren Platz in der österreichischen Literatur als Singulär gesichert.“[4]

Im Herbst 2016 erschien ihr Roman Und die Nacht prahlt mit Kometen im Aufbau-Verlag. Pressestimmen: „Jeder von uns ist schon einmal in eine Liebesbeziehung hineingeschlittert, die ihm nicht gut tut. Davon erzählt dieses Buch. Und es ist richtig gut.“ (Christine Westermann / WDR) — „Mit ihrem zweiten Roman hat sich Ela Angerer als Schriftstellerin etabliert.“ (Anton Thuswaldner / Salzburger Nachrichten) — „Auf poetische Weise zeigt Angerer auf, dass sich Gefühle nicht steuern lassen“ (ORF)

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthologien der Buchreihe Moderne Nerven, hrsg. von Ela Angerer

Romane und Kurzgeschichten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ela Angerer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kralicek: Halt einfach mal die Fresse, sonst fick ich dich durch. In: Falter Nr. 38/2011
  2. Ela Angerer: Bridge mit Omar Sharif. in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 9. September 2014.
  3. Gerhard Melzer: Lückensuchbilder. In: Neue Zürcher Zeitung. 23. Dezember 2014.
  4. Pressestimmen zum Buch Bis ich 21 war auf elaangerer.com.