Elmar Goerden

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Elmar Goerden (* 29. März 1963 in Viersen) ist ein deutscher Theater- und Opern-Regisseur. Er war von 2001 bis 2005 Oberspielleiter des Münchener Residenztheaters und von der Saison 2005/2006 bis 2009/2010 Intendant des Bochumer Schauspielhauses.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elmar Goerden ist der Sohn eines technischen Zeichners und einer Sekretärin. Er wuchs in Viersen auf und spielte bis zu seinem 16. Lebensjahr in den Jugendteams des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Mit 15 Jahren trampte er nach eigener Aussage [1] nach Bochum, sah dort Claus Peymanns Inszenierung der Hermannsschlacht und beschloss, selbst zum Theater zu gehen.

Sein Studium der Kunstgeschichte, Anglistik und Theaterwissenschaften an der Universität Köln, in Edinburgh (Schottland), in Birmingham (England), und Rochester, New York in den USA schloss er 1988 mit dem Master of Arts ab.

In dieser Zeit gründete er zusammen mit Karin Beier eine Shakespearetruppe.

Regiearbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goerden begann als Regieassistent an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Er assistierte u. a. Robert Wilson, Peter Stein und Luc Bondy. „Beglückende Jahre“[2] habe er dort verbracht, sagt Goerden rückblickend. 1994 übernahm er dort mit Liebestoll von Sam Shepard auch seine erste eigene Inszenierung.

Ein Jahr später holte ihn der Stuttgarter Intendant Friedrich Schirmer als Gastregisseur an das Schauspielhaus. Goerdens Inszenierung von Karl Philipp MoritzBlunt oder Der Gast erregte überregionales Aufsehen und wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Ab der Spielzeit 1996/1997 war Goerden der dritte feste Hausregisseur in Stuttgart. Seine Inszenierung von Anton P. Tschechows Ivanov wurde erneut zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen. Für seine Regiearbeit des Monologs Einfach kompliziert von Thomas Bernhard attestierte ihm die Süddeutsche Zeitung, er habe dem „kleinen Schauspiel eine wundersam poetische Komödiengröße verpasst“ [3]. Die Stuttgarter Zeitung stellte fest, dass Schirmer mit Goerden „einen der analytisch genauesten und feinfühligsten Theaterregisseure unter Vertrag hat.“ [4]

Nachdem er im Wintersemester 1998/1999 zwischenzeitlich am Mozarteum in Salzburg als Gastprofessor gelehrt hatte, wechselte Goerden 2001 als Oberspielleiter und Regisseur an das Residenztheater in München. Einer seiner größten Erfolge dort ist die werktreue Inszenierung des Klassikers Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing.

Von 2005 bis 2010 war Goerden Intendant am Schauspielhaus Bochum und arbeitet seither als freier Regisseur. 2010 inszenierte er in Basel mit Mozarts Le nozze di Figaro seine erste Oper. Seine Inszenierung von Ibsens John Gabriel Borkman am Wiener Theater in der Josefstadt wurde 2012 in der Kategorie 'Beste Regie' für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert.

Neben seiner Theaterarbeit arbeitet Elmar Goerden seit vielen Jahren als bildender Künstler, war Malerei-Stipendiat der Akademie Schloss Solitude sowie Gast der Villa Massimo in Rom.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Inszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Intendanten Elmar Goerden in Bochum, 9. Dezember 2003.
  2. Stuttgarter Zeitung, 22. März 1996.
  3. Süddeutsche Zeitung, 11. April 1997.
  4. Stuttgarter Zeitung, 8. April 1997.
  5. derStandard.at: Nestroy-Preise: Meyerhoff und Jonasson beste Schauspieler. Artikel vom 13. November 2017, abgerufen am 13. November 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]