Else Bongers

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Else Bongers (* 1900/1901 in Dessau; † 26. März 1993 in Biersdorf am See)[1][2] war eine deutsche Schauspiellehrerin, Schauspielerin und Tänzerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Else Bongers, Tochter eines Holzhändlers, war die jüngere Schwester von Hans M. Bongers (1898–1981), der nach dem Zweiten Weltkrieg die Lufthansa neu gründete.

In ihrer Heimatstadt Dessau lernte sie ihren späteren Ehemann, den bekannten Architekten Richard Paulick (1903–1979) kennen. Sie folgte ihm nach Dresden, wo Bongers modernen Ausdruckstanz studierte. Das Paar heiratete im Jahr 1928. 1933 emigrierte Paulick nach China, wohin ihm seine Frau nicht folgen konnte. Ende der 1930er Jahre erfolgte die Fernscheidung.[3]

In den 1940er und 1950er Jahren war sie Besetzungschefin der UFA und leitete das UFA-Nachwuchsstudio in Berlin, später betrieb sie eine private Schauspielschule. Zu ihren bekanntesten Schülerinnen und Schülern gehörten unter anderem Hildegard Knef, Günter Lamprecht, René Kollo, Götz George, Anita Kupsch, Gaby Dohm, Sabine Sinjen, Ulrich Matthes, Jobst Langhans, Michael Schwarzmaier, Stefan Behrens, Hartmut Becker, Christiane Krüger, Hugo Egon Balder[4] und Markus Majowski.

Else Bongers lebte zuletzt in einem Altenheim in Biersdorf in der Eifel. Sie starb im Alter von 92 Jahren und ihre Asche wurde im Meer verstreut.[2][1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hildegard-Knef-Film Hilde von 2009 wurde Bongers von Monica Bleibtreu verkörpert.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Spielzeit 1993/94. Verl. d. Bühnenschriften-Vertriebs-Ges., Hamburg 1993, S. 740.
  2. a b Torsten Körner: Götz George - Mit dem Leben gespielt. Scherz Verlag, Bern 2008, S. 334.
  3. Jens Ebert: Richard Paulick: Architekt und Städtebauer zwischen Bauhausideal und realem Sozialismus. Funk Verlag Bernhard Hein, Dessau 2004, S. 66.
  4. Seltsam hoch begabt. In: Der Spiegel. Nr. 33, 2004 (online).
  5. Ein deutsches Drama in: Berliner Zeitung, 14. Februar 2009