Enzo Moavero Milanesi

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Enzo Moavero Milanesi (2013)

Enzo Moavero Milanesi (* 17. August 1954 in Rom) ist ein italienischer Jurist und parteiloser Politiker. Von November 2011 bis Februar 2014 war er Minister für Europapolitik, seit dem 1. Juni 2018 ist er Außenminister Italiens.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moavero Milanesi, dessen Familie ursprünglich aus der Lombardei stammt, schloss 1977 ein Jurastudium an der Universität La Sapienza in Rom ab. Von 1977 bis 1979 diente er in der Guardia di Finanza, zuletzt als Oberleutnant. Es folgten Studienaufenthalte am College of Europe in Brügge und an der University of Texas at Dallas. 1983 trat er in die Dienste der Europäischen Kommission. Von 1992 bis 1994 war er als italienischer Ministerialbeamter und dann Staatssekretär in den Regierungen Amato und Ciampi tätig, insbesondere im Bereich Europapolitik. 1995 ernannte ihn der neue EU-Kommissar Mario Monti zu seinem Kabinettschef. 2002 wurde Moavero Milanesi stellvertretender Generalsekretär der Kommission, 2006 dann Richter am Gericht der Europäischen Union in Luxemburg. Am 16. November 2011 erhielt er als Minister ohne Geschäftsbereich der Regierung Monti die Zuständigkeit für die Europapolitik. Am 28. April 2013 wurde er in diesem Amt als Teil des Kabinetts Letta bestätigt. Bei den Parlamentswahlen in Italien 2013 trat er für Mario Montis Bürgerliste Scelta Civica an, schaffte aber den Einzug ins Parlament nicht. Am 1. Juni 2018 wurde Moavero Milanesi Außenminister in der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte.

Enzo Moavero Milanesi ist seit 1993 auch Hochschullehrer für Europarecht an Universitäten in Rom und Mailand. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Angelino AlfanoItalienischer Außenminister
1. Juni 2018-
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