Franz Rogowski

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Franz Rogowski 2015 auf der Berlinale

Franz Rogowski (* 1986 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Kinderarztes und einer Hausfrau wuchs in einem großbürgerlichen Umfeld in Tübingen auf. Mütterlicherseits ist Franz Rogowski Enkel des früheren BDI-Präsidenten Michael Rogowski. Er erhielt eine Schauspiel- und Tanzausbildung, nachdem er zuerst Fahrradkurier werden wollte.[1] Seit 2007 ist er in der freien Szene aktiv. Er trat an diversen Bühnen, darunter das Thalia Theater Hamburg, das Schauspielhaus Hannover oder die Schaubühne am Lehniner Platz, als Tänzer wie auch als Choreograf oder Schauspieler in Erscheinung.

Obwohl Rogowski von Geburt an eine Lippenspalte hat und beim Sprechen lispelt,[1] wurde er vom Berliner Regisseur Jakob Lass als Kinoschauspieler entdeckt. Lass setzte ihn 2011 in Frontalwatte und zwei Jahre später im preisgekrönten Love Steaks (2013) jeweils für die männliche Hauptrolle ein.[2] 2015 folgte die Mitwirkung am Berlinale-Wettbewerbsbeitrag Victoria unter der Regie von Sebastian Schipper. Mit der Spielzeit 2015/16 ist der schauspielerische Autodidakt, der nie eine Schauspielschule besuchte oder -lehrer engagierte,[1] festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.[3]

2017 war Rogowski als Sohn von Isabelle Huppert in Michael Hanekes Spielfilm Happy End zu sehen, der bei den 70. Internationalen Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt wurde. 2018 folgen Hauptrollen in den Kinoproduktionen Lux – Krieger des Lichts von Daniel Wild, In den Gängen von Thomas Stuber und Transit von Christian Petzold. Die beiden letztgenannten Filme erhielten Einladungen in den Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo Rogowski eine Ehrung als deutscher „Shooting Star“ zuteil wird.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Theater Zagreb, ,,Almoust', Choreografie Sanja Tropp (Gewinner des Wettbewerbs – International platform for young choreographers, Zagreb)
  • 2008: als Schauspieler & Choreograph in "Almoust you" in Zusammenarbeit mit der filmArche, Berlin
  • 2009: Schaubühne Berlin, ,,Megalopolis’’, R: Constanza Macras / Dorky Park
  • 2009: Hebbel am Ufer, ,,The spontaneous sculpture of the poo’’, R: Johannes Dullin
  • 2010: Hebbel am Ufer, ,,because of the situation’’, R: Kerstin Lenhard / Sabine Zahn
  • 2010: Hebbel am Ufer, ,,the pecision of the freedom’’, R: Johannes Dullin
  • 2011: Schaubühne, ,,protect me’’, R: FalkRichter
  • 2011: auf Tour mit Banality Dreams, Constanza Macras / Dorky Park, Falk Richter / Anouk van Dijk
  • 2011: Theatre National Brüssel, ,,PlayLoud’’, R: Falk Richter
  • 2011: Thaliatheater Hamburg / Salzburger Festspiele, Faust, R: Nicolas Stemann
  • 2012: Ballhaus Ost, ,,Rambo’’, R: Florian Loyke / Das Helmi
  • 2012: Tanzfabrik Berlin, Uferstudios / Thalia Theater Hamburg, ,,Friktion’’, R: Franz Rogowski
  • 2012: Theater Oberhausen ,,Magnet der Affen’’, Regie: Florian Loyke / Das Helmi
  • 2012: Auf Tour und am Haus mit Nicolas Stemann am Thaliatheater und Falk Richter / Anouk van Dijk
  • 2013: Radialsystem Berlin & Schauspielhaus Basel, Votre Faust / Henry Pousseur, R:George Delnon /Alienor Dauchez
  • 2013: Thalia Theater Hamburg, Schaubühne Berlin und freie Produktionen auf Tour in Europa
  • 2013: Tanzfabrik Berlin / Uferstudios, B27, R: Franz Rogowski
  • 2013: Kampnagel-Hamburg, schwarz/weiss, R: MeineDamenundHerren
  • 2013: Schauspielhaus Hannover , ,,Terminator2’’, Regie: Florian Loycke / Das Helmi
  • 2013: Maxim Gorki Theater Berlin, n.n., R: Falk Richter
  • 2014-15: Schaubühne Berlin, for the disconnected child, R: Falk Richter
  • 2015: Kammerspiele München, Rocco und seine Brüder, R: Simon Stone[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Franz Rogowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Moritz von Uslar: Ein Mann mit Katzenaugen. In: Die Zeit, 4. Januar 2018, Nr. 2, S. 40. (Online-Version)
  2. http://www.tagblatt.de/Home/kino/filmregion_artikel,-Der-Tuebinger-Franz-Rogowski-raeumt-mit-Love-Steaks-Filmpreise-ab-_arid,253109.html
  3. http://www.muenchner-kammerspiele.de/profil/franz-rogowski
  4. http://www.agenturhobrig.de/index.php?s_nr=167
  5. orf.at: Franz Rogowski wird Shootingstar der 68. Berlinale. Artikel vom 19. Dezember 2017, abgerufen am 19. Dezember 2017.
  6. european shooting stars 2018. Abgerufen am 19. Dezember 2017.