Giuseppe Bertello

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Giuseppe Kardinal Bertello (* 1. Oktober 1942 in Foglizzo, Provinz Turin, Italien) ist ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Wappen von Giuseppe Kardinal Bertello

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bertello empfing am 29. Juni 1966 von Bischof Albino Mensa die Priesterweihe. Danach trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Am 17. Oktober 1987 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Urbs Salvia und entsandte ihn als Apostolischen Nuntius nach Westafrika (Togo, Ghana und Benin). Seine Bischofsweihe erfolgte am 28. November 1987 durch den damaligen Kardinalstaatssekretär Agostino Casaroli. Von 1991 bis 1995 vertrat er den Heiligen Stuhl im vom Bürgerkrieg erschütterten Ruanda. Nach einer kurzen Tätigkeit im vatikanischen Staatssekretariat wurde er Ständiger Vatikan-Beobachter bei den UNO-Behörden in Genf und Welthandelsorganisation. Von 2000 bis 2007 vertrat er den Heiligen Stuhl in Mexiko.[1] Im Jahr 2007 entsandte ihn Benedikt XVI. als Nuntius nach Italien und San Marino.[2]

Am 3. September 2011 berief Papst Benedikt XVI. Bertello als Nachfolger von Kardinal Giovanni Lajolo zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für den Staat Vatikanstadt und des Governatorats der Vatikanstadt.[3] Er trat beide Posten am 1. Oktober 2011 an.

Im feierlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinaldiakon mit der Titeldiakonie Santi Vito, Modesto e Crescenzia in das Kardinalskollegium auf.[4]

Mit der Aufgabe, den Papst bei der Leitung der Weltkirche zu unterstützen und Änderungen der die Organisation der Kurie regelnden Apostolischen Konstitution Pastor Bonus vorzubereiten, hat Papst Franziskus ihn im April 2013 zum Mitglied des Kardinalsrats, einer Gruppe von acht Kardinälen, die den Papst im Hinblick auf die Reform der Kurie beraten sollen, bestimmt.[5][6]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kardinal Bertello ist Mitglied folgender Einheiten der Romischen Kurie:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag zu Giuseppe Bertello auf catholic-hierarchy.org, gesehen am 16. Dezember 2013 (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nomina del Nunzio Apostolico in Messico. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 27. Dezember 2000, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch).
  2. Nomina del Nunzio Apostolico in Italia e nella Repubblica di San Marino. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 11. Januar 2007, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch).
  3. Wechsel in der Regierung des Vatikan. Radio Vatikan, 3. September 2011, abgerufen am 7. Februar 2016.
  4. Concistoro Ordinario Pubblico per la Creazione di ventidue nuovi Cardinali e per il voto vu alcune Cause di Canonizzazione (Continuazione). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 18. Februar 2012, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch).
  5. Communicato della Segretaria di Stato. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhl, 13. April 2013, abgerufen am 13. April 2013 (italienisch, mit englischer Übersetzung).
  6. Kardinalsgruppe wird Papst für Kurienreform beraten. Radio Vatikan, 13. April 2013, abgerufen am 13. April 2013.
  7. a b c Nomina di Cardinali Membri dei Dicasteri e degli Organismi della Curia Romana. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 21. April 2012, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch).
  8. Conferma del Prefetto della Congregazione per i Vescovi e Nomine e Conferme di Membri e Consultori nel medesimo Dicastero. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 16. Dezember 2013, abgerufen am 7. Februar 2016 (italienisch).
Vorgänger Amt Nachfolger
Giovanni Kardinal Lajolo Präsident des Governatorates der Vatikanstadt
seit dem 1. Oktober 2011