Gouvernement Sidi Bouzid

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سيدي بوزيد
Sidi Bouzid
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Basisdaten
Staat Tunesien
Hauptstadt Sidi Bouzid (Tunesien)
Fläche 6994 km²
Einwohner 430.000 (2014)
Dichte 61 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 TN-43

Koordinaten: 35° 2′ N, 9° 29′ O

Das Gouvernement Sidi Bouzid (arabisch سيدي بوزيد, DMG Sīdī Bū-Zaid) ist eines der 24 Gouvernements in Tunesien. Es befindet sich im Zentrum des Landes im Bereich des zentraltunesischen Steppenlands und umfasst eine Fläche von knapp 7000 km² (4,5 % der Gesamtfläche Tunesiens). Die Bevölkerungszahl beträgt 415.900; ein Großteil der Menschen lebt im ländlichen Raum. Die Hauptstadt der Region ist die gleichnamige Stadt Sidi Bouzid.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gouvernement in seiner heutigen Ausdehnung wurde im Jahr 1973 gegründet. Die Region war im Dezember 2010 Ausgangspunkt der tunesischen Revolution, nach dem sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi in der Hauptstadt des Gouvernements selbst verbrannte. Die darauf folgenden Unruhen in Sidi Bouzid breiteten sich schnell über das ganze Land aus und waren Wegbereiter des Arabischen Frühlings.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olivenbaum bei Sidi Bouzid nach heftigen Regenfällen

Das Gouvernement Sidi Bouzid ist in zwölf Delegationen unterteilt:[1]

Delegation Einwohner
2004
Einwohner
2014
Bir El Hafey 33.979 38.288
Cebbala Ouled Asker 18.618 20.382
Jilma 36.861 40.239
Meknassy 22.617 23.789
Menzel Bouzaiane 23.668 25.321
Mezzouna 22.839 24.766
Ouled Haffouz 19.910 19.579
Regueb 58.776 64.998
Sidi Ali Ben Aoun 24.896 28.214
Sidi Bouzid Est 48 371 49.450
Sidi Bouzid Ouest 65.761 73.226
Souk Jedid 19.210 21.660
Summe 395.506 429.912

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die langjährigen Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 5 und 15 °C im Winter und zwischen 20 und 35 °C im Sommer. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 200 und 250 Millimetern.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft ist der dominante Wirtschaftssektor der Region: Obstbau (Oliven, Mandeln) und der Anbau von Gemüse (Spargel) spielen die wichtigste Rolle; daneben wird auch in nicht unbedeutendem Umfang Viehzucht betrieben.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist weitgehend vom Menschen kultiviert. Zwei Naturschutzgebiete befinden sich in den Randzonen – im Nordwesten der Nationalpark Djebel Mghilla mit dem höchsten Berg des Gouvernements (1378 m) und im Süden der maximal 814 m hoch gelegene Bou-Hedma-Nationalpark.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Kleinfunde deuten darauf hin, dass die Region um Sidi Bouzid bereits in römischer Zeit eine wichtige Rolle spielte.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik 2004 + 2014
  2. Klimadiagramme Sidi Bouzid
  3. archäologische Fundstätten im Gouvernorat Sidi Bouzid in der französischen Wikipedia