Gräbergesetz

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Basisdaten
Titel: Gesetz über die Erhaltung
der Gräber der Opfer von
Krieg und Gewaltherrschaft
Kurztitel: Gräbergesetz
Früherer Titel: Gesetz über die Sorge
für die Kriegsgräber
(Kriegsgräbergesetz)
Abkürzung: GräbG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Verwaltungsrecht
Fundstellennachweis: 2184-1
Ursprüngliche Fassung vom: 27. Mai 1952
(BGBl. I S. 320)
Inkrafttreten am: 1. April 1951
Neubekanntmachung vom: 16. Januar 2012
(BGBl. I S. 98)
Letzte Neufassung vom: 1. Juli 1965
(BGBl. I S. 589)
Inkrafttreten der
Neufassung am:
9. Juli 1965
Letzte Änderung durch: Art. 3 G vom 4. Dezember 2018
(BGBl. I S. 2257, 2260)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
Bek. folgt
(Art. 4 G vom 4. Dezember 2018)
GESTA: O003
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das deutsche Gräbergesetz (GräbG), im Langtitel „Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“, regelt das Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in besonderer Weise. Es soll zukünftigen Generationen die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft aufrechterhalten.

Diese Gräber bleiben dauernd bestehen. Sie werden von den Bundesländern, in denen sie liegen, unterhalten; die finanziellen Mittel trägt letztlich der Bund. Für das Haushaltsjahr 2012 sind Ausgaben in Höhe von 34 Mio. EUR veranschlagt.[1]

Personenkreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere Beachtung verdienen dabei laut § 1 GräbG die Gräber von:

  • Personen nach § 5 des „Gesetzes über die Erhaltung der Kriegergräber aus dem Weltkrieg“ vom 29. Dezember 1922 (RGBl. 1923 I S. 25),
  • Personen, die in der Zeit vom 26. August 1939 bis 31. März 1952 während ihres militärischen oder militärähnlichen Dienstes gefallen oder tödlich verunglückt oder in der Kriegsgefangenschaft oder an den Folgen von erlittenen Gesundheitsschädigungen gestorben sind,
  • Zivilpersonen, die in der Zeit vom 1. September 1939 bis 31. März 1952 durch unmittelbare Kriegseinwirkungen zu Tode gekommen oder an den Gesundheitsschädigungen dadurch gestorben sind,
  • Personen, die als Opfer nationalsozialistischer Gewaltmaßnahmen seit dem 30. Januar 1933 ums Leben gekommen oder an deren Folgen bis 31. März 1952 gestorben sind,
  • Personen, die aufgrund rechtsstaatswidriger Maßnahmen als Opfer des kommunistischen Regimes ums Leben gekommen oder an den Folgen von aufgrund derartiger Maßnahmen erlittener Gesundheitsschädigungen innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Maßnahme verstorben sind,
  • Vertriebenen nach § 1 des Bundesvertriebenengesetzes, die in der Zeit seit 1. September 1939 während der Umsiedlung bis 8. Mai 1945 oder während der Vertreibung oder Flucht bis 31. März 1952 gestorben sind,
  • Deutschen, die in der Zeit seit 1. September 1939 verschleppt wurden und während der Verschleppung oder innerhalb eines Jahres nach deren Beendigung an den Folgen von Gesundheitsschädigungen gestorben sind,
  • Personen, die in der Zeit vom 1. September 1939 bis 8. Mai 1945 in Internierungslagern unter deutscher Verwaltung gestorben sind,
  • Zwangsarbeitern,
  • Ausländern, die in Sammellagern von einer anerkannten internationalen Flüchtlingsorganisation betreut wurden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus dem Bundeshaushaltsplan 2012. Abgerufen am 25. September 2012. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundesfinanzministerium.de (PDF; 119 kB)
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