Gräveneck

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Gräveneck
Gemeinde Weinbach
Koordinaten: 50° 26′ 53″ N, 8° 15′ 26″ O
Höhe: 198 (134–222) m ü. NHN
Fläche: 7,15 km²[1]
Einwohner: 816 (31. Dez. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 35796
Vorwahl: 06471
Gräveneck von Osten
Gräveneck von Osten

Gräveneck ist ein Ortsteil der Gemeinde Weinbach im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gräveneck liegt im Weilburger Lahntalgebiet, wobei sich der Östliche Hintertaunus etwas südöstlich anschließt. Im Nordwesten des Naturparks Taunus befindet es sich rund 2,8 km nordwestlich des Hauptortes. Westlich des Dorfs fließt die Lahn. Hindurch führt die Landesstraße 3452.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1352 wurde die Burg Neu-Elkerhausen errichtet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1395.

Von der Steuerburg (zerstört 1382) und der Burg Gräveneck sind nur noch Reste erhalten.

Bis zur Eingemeindung nach Weinbach, die am 1. Dezember 1970 in Kraft trat, gehörte die Gemeinde zum Oberlahnkreis.[3]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Gräveneck lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gräveneck: Einwohnerzahlen von 1540 bis 1970
Jahr  Einwohner
1540
  
305
1834
  
301
1840
  
305
1846
  
324
1852
  
346
1858
  
364
1864
  
405
1871
  
451
1875
  
386
1885
  
408
1895
  
411
1905
  
395
1910
  
398
1925
  
460
1939
  
475
1946
  
722
1950
  
819
1956
  
860
1961
  
882
1967
  
870
1970
  
859
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 393 evangelische (= 96,32 %), 15 katholische (= 3,68 %) Einwohner
• 1961: 643 evangelische (= 72,90 %), 229 katholische (= 25,96 %) Einwohner

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es folgende Vereine:

  • TuS Gräveneck 1907 e.V.
  • Tennis-Club Gräveneck 1981 e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr Gräveneck, gegründet 1934 (seit 1. August 1994 mit Jugendfeuerwehr)
  • MGV Eintracht Gräveneck 1864 e.V.
  • Frauenchor Gräveneck
  • Naturschutzbundgruppe Gräveneck
  • VdK Gräveneck

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1934 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Gräveneck (ab 1. August 1994 mit Jugendfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort. Es bestehen ein Dorfgemeinschaftshaus in der Taunusstraße, ein Sportplatz, der Kindergarten „Rappelkiste“, ein Kinderspielplatz sowie eine evangelische und eine katholische Kirche.

Bahnhof

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Lahntalbahn führt am Ort vorbei und hat einen Bahnhof an der Strecke. Hier gibt es einen der letzten mechanischen beschrankten Bahnübergang in Hessen.[5]
  • An der Lahn gibt es einen Campingplatz.
  • Es bestehen Wanderwege.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gräveneck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Gräveneck, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zahlen, Daten - Fakten auf der Gemeindeseite, abgerufen im Februar 2017
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Artikel über Bahnübergang in Gräveneck in der Frankfurter Allgemeinen vom 1. Februar 2013.