Weinbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Weinbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weinbach
Weinbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weinbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 26′ N, 8° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Limburg-Weilburg
Höhe: 268 m ü. NHN
Fläche: 37,65 km²
Einwohner: 4429 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35796
Vorwahlen: 06471, 06474
Kfz-Kennzeichen: LM, WEL
Gemeindeschlüssel: 06 5 33 019
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Elkerhäuser Straße 17
35796 Weinbach
Webpräsenz: www.gemeinde-weinbach.de
Bürgermeister: Jörg Lösing (parteilos)
Lage der Gemeinde Weinbach im Landkreis Limburg-Weilburg
Rheinland-Pfalz Hochtaunuskreis Rheingau-Taunus-Kreis Lahn-Dill-Kreis Bad Camberg Beselich Brechen (Hessen) Dornburg (Hessen) Elbtal (Hessen) Elz (Westerwald) Hadamar Hünfelden Limburg an der Lahn Limburg an der Lahn Löhnberg Mengerskirchen Merenberg Runkel Selters (Taunus) Villmar Waldbrunn (Westerwald) Weilburg Weilmünster WeinbachKarte
Über dieses Bild

Weinbach ist eine Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach liegt an der Lahn und an der Weil zwischen Wetzlar und Limburg an der Lahn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach grenzt im Norden an die Stadt Weilburg, im Osten und Süden an die Gemeinde Weilmünster, sowie im Westen an die Gemeinde Villmar und die Stadt Runkel (alle im Landkreis Limburg-Weilburg).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach besteht aus dem Kernort Weinbach sowie den Ortsteilen Blessenbach, Edelsberg, Elkerhausen, Freienfels, Fürfurt und Gräveneck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster Ortsteil wurde Fürfurt in einer Urkunde erwähnt, die zwischen 1148 und 1154 entstand. Die Ersterwähnung von Elkerhausen datiert auf 1191. Das dort ansässige Rittergeschlecht lag im 14. Jahrhundert in einer schweren Fehde mit dem Landesherren, dem Erzbischof von Trier. Die Burg Elkerhausen wurde 1352 zerstört. Um 1500 entstand zunächst ein Festes Haus, aus dem sich eine neue Burg entwickelte.

1246 wurde Edelsberg, 1267 Blessenbach und 1344 Weinbach erstmals erwähnt. Die Burg Freienfels wurde um 1300, vermutlich von der Diezer Seitenlinie Weilnau, errichtet. 1327 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg Gräveneck wurde 1395 von einem Ritterbund unter der Führung des Hauses Nassau gegen Ritter von Elkerhausen erbaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Großgemeinde Weinbach beginnt am 1. Dezember 1970, als sich im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bis dahin selbständigen Gemeinden Weinbach, Blessenbach, Freienfels und Gräveneck zusammenschlossen. Am 1. Juli 1974 wurden die Gemeinden Edelsberg und Elkerhausen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis:[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 34,9 5 36,5 5 43,7 7 48,8 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,9 4 30,9 5 29,5 4 27,5 6
FWG Freie Wählergemeinschaft Weinbach 26,9 4 18,4 3 21,3 3 20,1 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,2 1 11,2 2 5,5 1 3,6 1
DIE LINKE Die Linke 3,1 1 3,0 0
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 55,7 52,3 52,4 60,3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entworfen wurde das Gemeindewappen von dem Kunstmaler Hermann Krupp aus Elkerhausen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach unterhält seit 1992 partnerschaftliche Beziehungen zu der polnischen Gemeinde Debrzno in der Woiwodschaft Pommern. Seit 2005 besteht auch eine Partnerschaft mit der Gemeinde Blatno in der Tschechischen Republik.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach – Evangelische Kirche

Die heutige evangelische Kirche in Weinbach entstand 1728, der frühgotische Chor der Vorgängerkirche wurde integriert.

Burgruine Freienfels

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbach ist über die Bundesstraße 456 an das Fernstraßennetz angebunden. Für die Lahntalbahn gibt es Bahnhöfe in den Ortsteilen Gräveneck und Fürfurt.

Bis 1969 hatte auch der heutige Ortsteil Freienfels über die heute stillgelegte Weiltalbahn Anschluss an das Schienennetz.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weinbach besteht eine Grundschule (Karl-Schapper-Schule).

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Weinbach, gegründet 1932 (seit 5. Dezember 1992 mit Jugendfeuerwehr und seit 18. März 2006 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Blessenbach, gegründet 1932 (seit 1. Dezember 1985 mit Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Edelsberg, gegründet 1934 (seit 25. Juli 1997 Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Elkerhausen, gegründet 1934 (seit 2. August 1975 mit Jugendfeuerwehr und seit 11. März 2011 mit Kinderfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Freienfels, gegründet 1934 (seit 12. März 1993 Jugendfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Gräveneck, gegründet 1934 (seit 1. August 1994 Jugendfeuerwehr)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere mit Weinbach verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margit Bach (* 25. März 1951 in Frankfurt-Höchst), Journalistin und ehemalige Sportlerin, lebt seit 1989 auf einem Bauernhof im Weinbacher Ortsteil Elkerhausen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 372 und 373.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Lebenslauf auf margit-bach.com abgerufen am 3. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weinbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Weinbach – Reiseführer