Groß Ippener

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Groß Ippener
Groß Ippener
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Ippener hervorgehoben
Koordinaten: 52° 58′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Oldenburg
Samtgemeinde: Harpstedt
Höhe: 32 m ü. NHN
Fläche: 28,06 km2
Einwohner: 1016 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27243
Vorwahl: 04224
Kfz-Kennzeichen: OL
Gemeindeschlüssel: 03 4 58 006
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Amtsfreiheit 1
27243 Harpstedt
Webpräsenz: gross-ippener.de
Bürgermeister: Georg Drube (CDU)
Lage der Gemeinde Groß Ippener im Landkreis Oldenburg
Landkreis Oldenburg Niedersachsen Landkreis Vechta Landkreis Diepholz Delmenhorst Bremen Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Colnrade Winkelsett Wildeshausen Großenkneten Prinzhöfte Beckeln Dötlingen Wardenburg Hatten Harpstedt Hude Ganderkesee Dünsen Kirchseelte Groß IppenerKarte
Über dieses Bild
Gross Ippener.JPG

Groß Ippener ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Harpstedt im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Groß Ippener, Klein Ippener, Annen und Ortholz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Groß Ippener grenzt im Norden an die Stadt Delmenhorst, im Osten an die Gemeinde Stuhr, im Südosten an die Gemeinde Kirchseelte, im Süden an die Gemeinde Dünsen, im Südwesten an die Gemeinde Harpstedt und im Westen an die Gemeinde Prinzhöfte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alten Urkunden von 1211, 1231 und 1250 wird der Name Ippener als Personenname, Ortsname und Kirchspiel erstmals erwähnt. Im Jahr 1211 wird der Begriff Ippener erstmals in einer Urkunde des Stifts Bassum erwähnt, in der der Adelige Aldagus de Ippenerde als Zeuge aufgeführt ist. Der Sitz des Adelsgeschlechtes Ippener befand sich wahrscheinlich in Klein Ippener am Dünsener Bach. Im Jahr 1231 wird Ippener zum ersten Mal als Ortsname in einer Urkunde des Stifts Bassum genannt. Dort bestätigen die Bremer Kloster-Visitatoren dem Kloster Bassum „den Besitz des Zehnten zu Ippenerthe, den die Äbtissin Elisabeth dem Kloster geschenkt hat“. Um 1250 erscheint der Name Ippener als „Parrochia Yppenerthe“ in einer Urkunde zum Bau einer Brücke über die Weser bei Bremen, in der Ippener als „Kirchspiel Ippener“ zum Bau dieser Brücke Abgaben zu leisten hatte. Die Größe des Kirchspiels bestimmte die Abgabe, die damals genau der Größe der Abgabe des Nachbarortes Harpstedt entsprach. Das Kirchspiel Ippener hatte früher eine Kirche in der Ortsmitte von Groß Ippener gegenüber der heutigen Gaststätte Wülfers. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte die Kirche ab und wurde nicht wieder aufgebaut.[2][3]

Im Jahr 1859 wurden die selbständigen Gemeinden Groß Ippener, Klein Ippener, Annen und Ortholz zur Landgemeinde Groß Ippener zusammengefasst, die dem Amt Freudenberg angehörte. Die neu gebildete Landgemeinde Groß Ippener hatte insgesamt 64 Wohnungen mit 440 Einwohnern. 1932 kam die Gemeinde zum Landkreis Grafschaft Hoya.[3]

Im Zuge der Kreis- und Gebietsreform von 1974 wurde die Landgemeinde Groß Ippener aus dem Landkreis Grafschaft Hoya ausgegliedert und bildet seitdem mit acht anderen Mitgliedsgemeinden die Samtgemeinde Harpstedt im Landkreis Oldenburg.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Groß Ippener besteht aus neun Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1.000 Einwohnern.[4] Die neun Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[5]

Partei  Anteilige Stimmen  Anzahl Sitze
CDU 66,43 % 6
SPD 27,99 % 3
FDP 5,57 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 53,19 %[5] unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[6] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 50,81 %.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Georg Drube (CDU) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist gedrittelt. Das nichtheraldisch linke untere Drittel zeigt eine goldene Eichel auf rotem Grund. Im oberen Drittel findet sich ein goldenes Kreuz mit verbreitertem Fuß auf rotem Grund und im nichtheraldisch rechten unteren Drittel befindet sich ein goldener Bockskopf mit zwei gewendelten Hörnern.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Schützenverein Ippener“ ist der älteste Verein der Gemeinde. Er wurde am 22. Mai 1896 von 16 Ippener Bürgern gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Pflege des Schießsportes und der Dorfgemeinschaft. Der Turn- und Sportverein „TSV Ippener e.V.“ bietet die Sparten Fußball, Gymnastik, Tischtennis und Kinderturnen an. In der Gemeinde gibt es weiterhin den im Juni 1975 gegründeten „ITC Ippener Tennisclub e.V.“, der heute rund 100 Mitglieder hat.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die verkehrsgünstige Lage direkt an der Autobahn entstand in den letzten Jahren ein großes Gewerbegebiet. Hier sind überwiegend Nutzfahrzeughändler und Speditionen ansässig. Die so geschaffenen Arbeitsplätze sorgten dann auch für ein Neubaugebiet mit vielen jungen Familien.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Ippener liegt direkt an der A 1 zwischen Bremen und Osnabrück. Die Gemeinde hat einen Bahnanschluss an die zwischen Delmenhorst und Harpstedt verkehrende Museumsbahn „Jan Harpstedt“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groß Ippener – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. 800 Jahre Groß Ippener 1211–2011, abgerufen am 17. September 2014
  3. a b c Groß Ippener – Geschichte, abgerufen am 17. September 2014
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 21. Januar 2017
  5. a b c Ergebnis der Gemeinderatswahl Groß Ippener vom 11. September 2016, abgerufen am 21. Januar 2017
  6. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 21. Januar 2017.