Gruppenbild mit Dame (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelGruppenbild mit Dame
ProduktionslandDeutschland, Frankreich
Erscheinungsjahr1977
Länge103 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieAleksandar Petrović
DrehbuchAleksandar Petrović,
Jürgen Kolbe
ProduktionHans Pflüger
MusikWolfgang A. Mozart,
Franz Schubert
KameraPierre-William Glenn
SchnittAleksandar Petrović,
Agape v. Dorstewitz,
Marika von Radvanyi
Besetzung

Gruppenbild mit Dame ist ein deutsch-französisches Filmdrama von Aleksandar Petrović aus dem Jahr 1977. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll, der anfangs auch am Drehbuch mitwirkte. In den Hauptrollen spielen Romy Schneider als Leni Gruyten und Brad Dourif als Boris Koltowski. Zum Ensemble gehörten ferner Vadim Glowna, Richard Münch, Witta Pohl, Kurt Raab, Rüdiger Vogler und Bettina Kenter. Die Uraufführung fand am 26. Mai 1977 bei den Filmfestspielen in Cannes statt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leni Gruyten ist eine selbstbewusste Bauunternehmertochter. Durch den Krieg muss sie ihr Leben neu sortieren. Sie arbeitet in einer Friedhofsgärtnerei und zeigt sich loyal gegenüber ihrer jüdischen Freundin ebenso wie dem russischen Kriegsgefangenen Boris Koltowski. Sie verliebt sich in ihn.

Als der Krieg vorbei ist, hat sie beide verloren, zudem ihren gesamten Besitz. Sie lebt zurückgezogen und bescheiden und tut, was sie für richtig hält: Sie heiratet allen äußeren Widerständen zum Trotz den Türken Mehmed, von dem sie ein Kind erwartet.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritik war überwiegend negativ. Beispielhaft dafür steht die fundierte Besprechung von Ruprecht Skasa-Weiß, der die Mängel unter dem Titel „Kopf-Salat statt Gruppenbild“ deutlich benannte.[1] Hellmuth Karasek schrieb im Spiegel, es müsse „schwer gewesen sein“, aus der Geschichte eine „nostalgische Schnulze von verbotener Liebe inmitten von Bombenhagel und Heimatfront-Elend“ zu machen, die „statt einer Handlung nur cineastischen Anstrengungsschweiß“ absondere. Petrović habe eine „Schnulze gedreht, deren slawische Seele er nach ‚Briederchen‘-Manier à la Ivan Rebroff“ habe ins „unfreiwillig Groteske“ wenden lassen, „teils aus Scham, teils aus ambitioniertem Unvermögen“.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Deutschen Filmpreis 1977 erhielt der Film das Filmband in Silber in der Kategorie „Weitere programmfüllende Spielfilme“ sowie das Filmband in Gold für die beste darstellerische Leistung (an Romy Schneider).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kopf-Salat statt Gruppenbild. Heinrich Bölls Roman – jetzt als Film, in: Stuttgarter Zeitung, Nr. 123, 31. Mai 1977.
  2. Film: Im Rasierspiegel, Der Spiegel, 6. Juni 1977.