Gueskérou

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Landgemeinde Gueskérou
Landgemeinde Gueskérou (Niger)
Landgemeinde Gueskérou
Landgemeinde Gueskérou
Koordinaten 13° 29′ N, 12° 51′ O13.48194444444412.843055555556Koordinaten: 13° 29′ N, 12° 51′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Diffa
Departement Diffa
Einwohner 37.836 (2012)

Gueskérou ist eine Landgemeinde im Departement Diffa in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Gueskérou liegt in der Sahelzone im Süden des Departements. Das Ortszentrum befindet sich direkt am Fluss Komadugu Yobe, der hier die Staatsgrenze zu Nigeria bildet. Unmittelbar südwestlich von Gueskérou liegt die Regionalhauptstadt Diffa. Die weiteren Nachbargemeinden in Niger sind Kabléwa im Norden, Toumour im Osten, Bosso im Südosten und Chétimari im Nordwesten. Bedingt durch die Lage am Fluss erstrecken sich rund um das Ortszentrum mehrere Gärten, bei einem sonst überwiegend trockenen Gemeindegebiet. Gueskérou besteht aus 61 traditionellen Dörfern, 59 administrativen Dörfern, zwei Lagern und 22 Wasserstellen.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Gueskérou, bestehend aus den administrativen Dörfern Gueskérou I und Gueskérou II.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Gueskérou wurde im Jahr 1933 der Hauptort des neu geschaffenen Kantons Komadougou.[3] Bei der Verwaltungsreform von 2002 wurden alle Kantone Nigers aufgelöst und Gueskérou hat seitdem den Status einer Landgemeinde (französisch: commune rurale). Bei einem Angriff der Islamistengruppe Boko Haram aus Nigeria auf die Dörfer Lamana und N’Goumao kamen im Juni 2015 mindestens 38 Zivilisten ums Leben.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Gueskérou 28.948 Einwohner.[5] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 37.836.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Süden am Komadugu Yobe wird Bewässerungsfeldwirtschaft betrieben. Im Norden beginnt die Zone des Agropastoralismus. Dazwischen herrscht der Regenfeldbau vor.[7] Durch das Gemeindegebiet führt die Nationalstraße 1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 253.
  4. Islamistengruppe Boko Haram tötet 38 Zivilisten. In: derStandard.at. 19. Juni 2015, abgerufen am 21. Juni 2015.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  6. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.